Intel Core i7-5960X bei 4,8 GHz und acht Kernen
Man ahnt es bereits nach unseren Messungen bei 4,5 GHz: Viel Luft nach oben ist da nicht mehr. Trotzdem wagen wir noch einen letzten Versuch, um wenigstes 4,8 GHz mit allen acht Kernen zu erreichen.
Da die benötigte Spannungsanhebung auch die Variente mit sechs Kernen betrifft, haben wir den längeren Stresstest nur noch mit dem Vollausbau durchgeführt, da uns fast 1,4 Volt auf Dauer doch zu riskant waren.
1. Kernspannung (Vcore)
Die durchschnittliche Kernspannung von 1,39 Volt zeigt, dass hier das Ende definitiv erreicht ist, wenn wir nicht Gefahr laufen wollen, das Flaggschiff nonchalant zu versenken.
2. Leistungsaufnahme
Auch wenn wir uns kaum trauen, es zu zeigen: Hier gibt es nun die Leistungsaufnahme und Verluste im Diagramm des Schreckens. Vor allem die VR regeln sich einen Wolf und wir bemerken erstmals wirklich extreme Schwankungen, da die CPU sehr häufig ins Limit läuft:
Bereits im Idle hinterlässt die hohe Versorgungsspannung ihre Spuren. Interessanterweise steigt die Leistungsaufnahme nur noch leicht an, was vor allem daran liegt, dass die CPU nun fast permanent throttelt (10 bis 12 Prozent). Da geht einfach nichts mehr, zumindest nicht mit einer Wasserkühlung: 206 Watt für die CPU und 250 Watt einschließlich der Wandler sind jenseits von Gut und Böse.
| Power Consumption | Idle Average | 100% Load Max | 100% Load Average |
|---|---|---|---|
| CPU 12V-In: | 27 Watts | 302 Watts | 250 Watts |
| CPU Package: | 21 Watts | 218 Watts | 206 Watts |
| VR Loss: | 6 Watts | 84 Watts | 44 Watts |
3. Temperaturen
Die Temperaturen explodieren geradezu. 38°C Wassertemperatur sind ebenfalls schon recht heftig, aber selbst wenn wir die Lüfter manuell auf Maximaldrehzahl stellen, wird es nicht wirklich kühler. Die Kerntemperaturen verzeichnen eine sichtbare Kappung bei 88°C, so dass man davon ausgehen muss, dass auch hier der Limiter hart eingreift.
Werfen wir nun noch einen Bick auf das Zeitraffer-Video bei dem es bemerkenswert ist, dass sich die CPU erstmals schneller erwärmt als die Reihe der Spannungswandler unterhalb:
| Temperature T | Idle | 100% Load Out Max. | 100% Load Average (heated-up) |
|---|---|---|---|
| Core: | 28°C | 88°C | 78°C |
| Package: | 29°C | 68°C | n/a |
| Water (In/Out): | 24°C/28°C | 38°C | n/a |
| VR: | 34°C | 69°C | n/a |
Zwischenfazit und der Vergeich von Takt, Temperatur und Leistungsaufnahme
Wir haben die einzelnen Schritte noch einmal übersichtlich in einem vergleichenden Diagramm dargestellt, welches vor allem eines zeigt: Bis 4,0 GHz ist auch das Übertakten der 8-Kern-CPU problemlos möglich.
Zwischen dieser Marke und den 4,5 GHz steigen Leistungsaufnahme und Temperatur je nach Exemplar bereits bedrohlich an, so dass diese Taktrate und die bereitzustellenden Spannungen die Obergrenze dessen markieren, was man noch ohne Angst (aber nicht auf Dauer) bewerkstelligen kann.
Bei 4,8 GHz ist dann aber endgültig das Ende der Fahnenstange erreicht, denn die CPU schützt sich bereits selbst.
Wir sehen auch deutlich, dass sich die Wasserkühlung gut schlägt und der enorme Anstieg der Temperaturen oberhalb von 4,0 bis 4,2 GHz nicht der Kühlung angelastet werden kann, da die Werte der Leistungsauffnahme geradezu explodieren. Wasser hin oder her - hier liegt eine Grenze des Sinnvollen und Machbaren, die man nicht auf Dauer und schon gar nicht für den Alltagsbetrieb überschreiten sollte.
Eine kleine Anekdote am Rande: Unseren mächtigen Abkühler für das Mainboard in Form einer 100-Watt-Windmaschine wollen wir natürlich auch nicht unterschlagen, denn dieser verkürzte die Abkühlzeit zwischen den einzelnen Tests erheblich.
- Drei neue CPUs für Enthusiasten
- X99, LGA 2011-3 und DDR4: Bereit für ein großes Update?
- So testen wir Intels Core i7-5960X, i7-5930K und i7-5820K
- Benchmark-Ergebnisse: Synthetische Benchmarks
- Benchmark-Ergebnisse: Real-World-Benchmarks
- Benchmark-Ergebnisse: Battlefield 4, Grid 2 und Metro: Last Light
- Benchmark-Ergebnisse: Star Swarm, Thief, Tomb Raider und WoW
- Leistungsaufnahme: Equipment und Standardtakt
- Leistungsaufnahme: Übertaktung auf 3,5 GHz - 8 vs. 6 Kerne
- Leistungsaufnahme: Übertaktung auf 4,0 GHz - 8 vs. 6 Kerne
- Leistungsaufnahme: Übertaktung auf 4,5 GHz - 8 vs. 6 Kerne
- Leistungsaufnahme: Übertaktung auf 4,8 GHz
- Leistungsaufnahme: Arbeitspeicher
- Energieaufnahme während des Benchmark-Parcours
- Fazit: Intels Haswell-E - Modernste CPU-Architektur für Enthusiasten







125 reicht aber.
Bevor ich es vergesse: Die geballt emsige Journalisten Power hat wieder mal eine gute Arbeit abgeliefert! Ebenfalls Danke!
Der "Graph", also diese drei gepfuschten in einem, lassen mir bittere Tränen über die Wangen laufen.
Das hätte EINE 3D-Fläche sein müssen, nicht drei 2D-Graphen in einer Zeichnung, wobei die Darstellung der Taktrate, die bereits die Achsenbeschriftung stellt, haarsträubend ist.
Gibt es denn bei euch KEINEN klassischen Naturwissenschaftler oder gar Mathematiker?
Der Test ist ganz nett - für mich jedoch zu OC-lastig.
Unterschiedliche Einheiten hätte ich bestimmt nicht vermischt.
EBEN! Das hätte man auch in einen Graphen stecken können, so, wie es die Überschrift zum Graphen auch erwarten lässt.
Drei Werte, drei Koordinaten pro Punkt
x,y,z -> Das hätte das Ergebnis gebracht. Ihr müsst ja immer einzelne Messpunkte mit sinnfreien Linien verbinden (damit es hübscher aussieht), aber so hätte es dann eine krakelige Linie im 3D-Koordinatensystem gegeben.
Das ist eine 3D-Fläche. Soviele Messpunkt hättet ihr gar nicht gehabt, bei euch wäre es noch einfacher gewesen.
Das stimmt! Also möchte ich hiermit offiziell den ganzen Test in Frage stellen! Aber: Derfnam ist Schuld!
http://www.computerbase.de/2014-08/intel-core-i7-5820k-5960x-haswell-e-test/5/