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Leistungsaufnahme: Übertaktung auf 4,8 GHz

Haswell-E ist da: Core i7-5960X, i7-5930K und i7-5820K im Test
Von , Chris Angelini, Kai Tubbesing, Gerald Strömer

Intel Core i7-5960X bei 4,8 GHz und acht Kernen

Man ahnt es bereits nach unseren Messungen bei 4,5 GHz: Viel Luft nach oben ist da nicht mehr. Trotzdem wagen wir noch einen letzten Versuch, um wenigstes 4,8 GHz mit allen acht Kernen zu erreichen.

Da die benötigte Spannungsanhebung auch die Variente mit sechs Kernen betrifft, haben wir den längeren Stresstest nur noch mit dem Vollausbau durchgeführt, da uns fast 1,4 Volt auf Dauer doch zu riskant waren.

1. Kernspannung (Vcore)

Die durchschnittliche Kernspannung von 1,39 Volt zeigt, dass hier das Ende definitiv erreicht ist, wenn wir nicht Gefahr laufen wollen, das Flaggschiff nonchalant zu versenken.

2. Leistungsaufnahme

Auch wenn wir uns kaum trauen, es zu zeigen: Hier gibt es nun die Leistungsaufnahme und Verluste im Diagramm des Schreckens. Vor allem die VR regeln sich einen Wolf und wir bemerken erstmals wirklich extreme Schwankungen, da die CPU sehr häufig ins Limit läuft:

Bereits im Idle hinterlässt die hohe Versorgungsspannung ihre Spuren. Interessanterweise steigt die Leistungsaufnahme nur noch leicht an, was vor allem daran liegt, dass die CPU nun fast permanent throttelt (10 bis 12 Prozent). Da geht einfach nichts mehr, zumindest nicht mit einer Wasserkühlung: 206 Watt für die CPU und 250 Watt einschließlich der Wandler sind jenseits von Gut und Böse.

Power Consumption
Idle
Average
100% Load
Max
100% Load
Average
CPU 12V-In:
27 Watts
302 Watts250 Watts
CPU Package:
21 Watts218 Watts206 Watts
VR Loss:
6 Watts84 Watts44 Watts

3. Temperaturen

Die Temperaturen explodieren geradezu. 38°C Wassertemperatur sind ebenfalls schon recht heftig, aber selbst wenn wir die Lüfter manuell auf Maximaldrehzahl stellen, wird es nicht wirklich kühler. Die Kerntemperaturen verzeichnen eine sichtbare Kappung bei 88°C, so dass man davon ausgehen muss, dass auch hier der Limiter hart eingreift.

Werfen wir nun noch einen Bick auf das Zeitraffer-Video bei dem es bemerkenswert ist, dass sich die CPU erstmals schneller erwärmt als die Reihe der Spannungswandler unterhalb:

Heating Up Intel Core i7 5960X 4.8 GHz - 2 MinutesTime Lapse x10 (20 Minutes Burn-In)

Temperature T
Idle
100% Load
Out Max.
100% Load
Average (heated-up)
Core:
28°C
88°C
78°C
Package:
29°C
68°C
n/a
Water (In/Out):
24°C/28°C
38°C
n/a
VR:
34°C
69°C
n/a

Zwischenfazit und der Vergeich von Takt, Temperatur und Leistungsaufnahme

Wir haben die einzelnen Schritte noch einmal übersichtlich in einem vergleichenden Diagramm dargestellt, welches vor allem eines zeigt: Bis 4,0 GHz ist auch das Übertakten der 8-Kern-CPU problemlos möglich.

Zwischen dieser Marke und den 4,5 GHz steigen Leistungsaufnahme und Temperatur je nach Exemplar bereits bedrohlich an, so dass diese Taktrate und die bereitzustellenden Spannungen die Obergrenze dessen markieren, was man noch ohne Angst (aber nicht auf Dauer) bewerkstelligen kann.

Bei 4,8 GHz ist dann aber endgültig das Ende der Fahnenstange erreicht, denn die CPU schützt sich bereits selbst.

Wir sehen auch deutlich, dass sich die Wasserkühlung gut schlägt und der enorme Anstieg der Temperaturen oberhalb von 4,0 bis 4,2 GHz nicht der Kühlung angelastet werden kann, da die Werte der Leistungsauffnahme geradezu explodieren. Wasser hin oder her - hier liegt eine Grenze des Sinnvollen und Machbaren, die man nicht auf Dauer und schon gar nicht für den Alltagsbetrieb überschreiten sollte.

Eine kleine Anekdote am Rande: Unseren mächtigen Abkühler für das Mainboard in Form einer 100-Watt-Windmaschine wollen wir natürlich auch nicht unterschlagen, denn dieser verkürzte die Abkühlzeit zwischen den einzelnen Tests erheblich.

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  • fffcmad , 29. August 2014 18:22
    Mich wuerde interessieren wie sich die neuen CPUs schlagen wuerden, wenn das Multithreading nicht durch den traegen RAM ausgebremst werden wuerde. Ich denke mal mehr als DDR4 2666 bekommt ihr wohl nicht hin, weil die Straps dafuer nicht hinterlegt worden sind. Man sollte vom ersten DDR4 Speichercontroller nicht erwarten, das er Berge sprengt.
  • FormatC , 29. August 2014 18:37
    Ich war weit über 3000 ;)  Aber nur just4fun.
  • Derfnam , 29. August 2014 18:44
    Kommen auch Grafiken?
  • FormatC , 29. August 2014 18:52
    Ja, sind im Anflug :D 
  • fffcmad , 29. August 2014 19:53
    Joa, aber nur indem du den BCL hochgezogen hast?
  • FormatC , 29. August 2014 20:00
    Das musst Du sowieso
    125 reicht aber.
  • fffcmad , 29. August 2014 21:14
    Deswegen haben die dann wohl funktioniert, weil die Straps vielleicht gepasst haben. Hat das Uebertakten des Speichercontrollers ueberhaupt was gebracht? Kann ich mir irgendwie nicht vorstellen.
  • alterSack66 , 29. August 2014 21:55
    Mich wundert das Ergebnis des i7-4790K bei BF 4 etwas. Aber grundsätzlich brauchts in nen Gamer-PC die teueren CPUs nicht.
  • numerobis , 29. August 2014 22:36
    Super Test! Danke!
  • drno , 30. August 2014 04:08
    Wofür das Ganze? Damit irgendwelche überflüssig fette Bloatware noch passabel den Hintern auf den Kisten schwingen kann? Leider - das ist hier nicht nur ausschließlich meine Befürchtung - läutet eine neue Runde an Hardware Power stets auch eine neue Runde an Software-Debakel ein, wobei das üppigst versionierte Debakel in spätestens 3 Jahren wieder gewonnen haben dürfte. Es lassen sich auch alte Kisten jahrelang in Betrieb halten, siehe E6600 und Co. wenn man seinen SW-Kram im Griff hält.
    Bevor ich es vergesse: Die geballt emsige Journalisten Power hat wieder mal eine gute Arbeit abgeliefert! Ebenfalls Danke!
  • tobinho , 30. August 2014 16:31
    Gott sei Dank ein Test mit allen drei "neuen" Varianten, damit die Gamer sehen können, dass der Takt bei Games nach wie vor wichtiger ist, als die Anzahl der Kerne. Je mehr ich zum Gaming dazunehme, also Streamen, Gameplay Editing und das am besten gleichzeitig, desto mehr Geld muss ich ausgeben und desto eher muss ich mich mit Flüssigkühlung auseinandersetzen.
  • Derfnam , 30. August 2014 17:42
    Das mit den Kernen ist weiterhin klar (ziemlich jedenfalls, HT zB kann durchaus was bringen, wenn auch noch selten), aber dem Taktargumernt möchte ich widersprechen, tobinho: der 4790K mit 4 GHz Werkstakt müßte demnach ja in allen Spielebenches vorne sein, recht weit sogar, aber dem ist bei weitem nicht so.
  • alterSack66 , 30. August 2014 19:38
    Wenn ich mir die min. FPS ansehe lohnt sich der Aufpreis eher nicht. Die max. FPS sind ja egal. Also mir zumindest.
  • drno , 30. August 2014 20:59
    Man soll schon genau überlegen ob man auf den 2011-3 Sockel draufsteigt und dafür dann überall ein Aufgeld akzeptiert. Immerhin sind die Kerne mit dem Die verlötet.
  • alterSack66 , 30. August 2014 21:01
    Mir reicht meine Sandy :love:  noch. Wüsste nicht wozu ich derzeit noch mehr Leistung brauche. Und wenn doch gehts halt auf 4,5 GHz.
  • derGhostrider , 31. August 2014 10:22
    Seite 12:
    Der "Graph", also diese drei gepfuschten in einem, lassen mir bittere Tränen über die Wangen laufen.

    Das hätte EINE 3D-Fläche sein müssen, nicht drei 2D-Graphen in einer Zeichnung, wobei die Darstellung der Taktrate, die bereits die Achsenbeschriftung stellt, haarsträubend ist.
    Gibt es denn bei euch KEINEN klassischen Naturwissenschaftler oder gar Mathematiker?

    Der Test ist ganz nett - für mich jedoch zu OC-lastig.
  • FormatC , 31. August 2014 12:00
    Es sind 3 ganz normale 2D-Graphen (alles Prozente), die lediglich eine Drehung bekommen haben. Viel mehr kann Excel auch nicht. Noch nicht mal individualisierte Achsenbeschriftungen im Winkel.

    Unterschiedliche Einheiten hätte ich bestimmt nicht vermischt. :) 
  • derGhostrider , 31. August 2014 17:11
    Zitat :
    Es sind 3 ganz normale 2D-Graphen

    EBEN! Das hätte man auch in einen Graphen stecken können, so, wie es die Überschrift zum Graphen auch erwarten lässt.

    Drei Werte, drei Koordinaten pro Punkt
    x,y,z -> Das hätte das Ergebnis gebracht. Ihr müsst ja immer einzelne Messpunkte mit sinnfreien Linien verbinden (damit es hübscher aussieht), aber so hätte es dann eine krakelige Linie im 3D-Koordinatensystem gegeben.

    Zitat :
    Viel mehr kann Excel auch nicht.
    Ach, bitte! Solche Behauptungen sind doch wirklich für die Füße! Hier, schnell zusammengefummelt:


    Das ist eine 3D-Fläche. Soviele Messpunkt hättet ihr gar nicht gehabt, bei euch wäre es noch einfacher gewesen.
  • tobinho , 31. August 2014 17:43
    Zitat :
    Das mit den Kernen ist weiterhin klar (ziemlich jedenfalls, HT zB kann durchaus was bringen, wenn auch noch selten), aber dem Taktargumernt möchte ich widersprechen, tobinho: der 4790K mit 4 GHz Werkstakt müßte demnach ja in allen Spielebenches vorne sein, recht weit sogar, aber dem ist bei weitem nicht so.


    Das stimmt! Also möchte ich hiermit offiziell den ganzen Test in Frage stellen! Aber: Derfnam ist Schuld! ;) 
  • Derfnam , 31. August 2014 17:51
    Maximal Schuldner^^. Bei CB sieht das übrigens ähnlich aus:
    http://www.computerbase.de/2014-08/intel-core-i7-5820k-5960x-haswell-e-test/5/
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