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Benchmark-Ergebnisse: Real-World-Benchmarks

Haswell-E ist da: Core i7-5960X, i7-5930K und i7-5820K im Test
Von , Chris Angelini, Kai Tubbesing, Gerald Strömer

Content-Erstellung

Bei Content-Creation-Anwendungen Bereich führt kaum ein Weg an Haswell-E vorbei.

Das Flaggschiff in Gestalt des Core i7-5960X landet im 3ds Max-Test nur deshalb auf dem zweiten Platz, weil es sich bei Intels Xeon E5-2687W v2 um ein Achtkern-Monster mit einem Basistakt von 3,4 GHz und einem Maximaltakt von 4 GHz handelt. Dieser Prozessor schlägt mit Preisen ab 1750 Euro derzeit aber auch fast doppelt so teuer zu Buche wie der Core i7-5960X. Aufgrund seiner geringeren Anzahl an Rechenkernen landet der i7-5930K auf dem dritten Platz, während der i7-5820K Intels Core i7-4960X unterliegt.

Im Vergleich zu den anderen CPUs schlägt sich der Core i7-4790K für seinen vergleichsweise geringen Preis von um die 285 Euro wirklich gut. Dennoch gibt es auch Szenarien, in denen der nur geringfügig teurere i7-5820K mit sechs Rechenkernen die bessere Wahl ist.

Blender belohnt ebenfalls jene CPUs mit Bestwerten, die mit einer hohen Anzahl an Kernen aufwarten. Die beiden Achtkerner stechen hier hervor, der Core i7-5960X landet dabei dank der Architekturvorteile von Haswell im Vergleich zu Ivy Bridge knapp auf dem ersten Platz. Die Haswell-Inkarnationen mit jeweils sechs Rechenkernen holen sich Platz drei und vier und landen vor den Ivy Bridge-E- und Sandy Bridge-E-CPUs. Das Haswell-Modell mit nur vier Kernen kann in diesem Durchlauf nicht mithalten.

Sonys Videoschnittsoftware kann ein bisschen von der verwendeten GTX Titan profitieren. Was wir auf der vorangehenden Seite schon angedeutet haben, bewahrheitet sich hier: Wenn man die OpenCL-Beschleunigung mit in die Rechnung einbezieht, wirft das unsere Erwartungen völlig über den Haufen. Sämtliche Ergebnisse liegen innerhalb eines Bereichs von fünf Sekunden beieinander, dennoch zeigt sich der erste Prozessor auf Haswell-E-Basis erst auf Platz 3. Das vergegenwärtigt uns mehr als alles andere, dass hier die GeForce GTX Titan der limitierende Faktor ist. Um die für den Rendering-Prozess nötige Zeit überhaupt in die Länge zu ziehen zu können, müssten wir schon einen deutlich langsameren Prozessor verwenden.

Adobe CC

Die Skalierung in Premiere Pro ist nicht so stark wie beispielsweise in Blender. Dennoch landet der Xeon mit acht Kernen und seiner aggressiven Taktung auf Platz eins. Der andere Octa-Core landet nur auf dem vierten Platz, was an der vergleichsweise geringen Basistaktrate von 3,0 GHz liegt. Demgegenüber verleihen seine 3,5 GHz dem i7-5930K genug Leistung, um sich Platz zwei zu sichern.

In After Effects brillieren vor allem der Xeon aufgrund seiner hohen Taktrate sowie die Hasswell-E-CPUs aufgrund ihrer effizienten Architektur. Die übrigen Hexa-Core-Prozessoren tummeln sich vor dem Core i7-4790K, was den Beweis dafür liefert, dass dieser Benchmark einen hohen Nutzen aus der Möglichkeit zur Parallelisierung zieht.

Wie unsere Leser bereits zweifellos wissen, besteht der Photoshop-Benchmark aus zwei unterschiedlichen Durchläufen: Der eine setzt auf die Berechnung von in mehrere Threads aufgeteilter Filter, um hierdurch die reine CPU-Leistung bestimmen zu können. Der zweite nutzt OpenCL-Beschleunigung. Ersterer, hier durch den roten Balken gekennzeichnet, verdeutlicht den Vorteil der Octa- gegenüber den Hexa-Cores und der einsamen Quad-Core-CPU. Beim OpenCL-Benchmark wendet sich das Blatt hingegen komplett: Der weit vorn liegende Core i7-4790K zeigt uns, dass weniger, dafür aber höher taktende Kerne Nvidias GeForce GTX Titan sehr viel besser mit Daten versorgen können als eine niedriger taktende CPU mit mehr Kernen.

Produktivität und Media-Encoding

Bei LAME und iTunes handelt es sich um Tests, die nur einen einzigen Thread nutzen. Beide strafen den großen i7-5960X mit acht Kernen für seinen moderaten Turbo-Boost-Takt ab. Der Core i7-5930K kann hier bis auf 3,7 GHz hochtakten, was für eine Platzierung im Mittelfeld reicht. Der Core i7-4790K aber ist dank seiner per Turbo-Boost maximierten Taktrate von 4,4 GHz uneinholbar. Trotzdem: Single-Threaded-Programme sind mittlerweile ein Relikt aus der letzten Dekade.

Werfen wir hingegen einen Blick auf TotalCode Studio, dann zeigt sich, dass Prozessoren mit acht Kernen unter den richtigen Bedingungen uneinholbar sind. Und wer sich nach einer CPU für um die 900 Euro umsieht, nutzt vermutlich auch Programme, die von möglichst vielen Kernen profitieren können…

…so wie beispielsweise auch Visual Studio. Haswell-E belegt hier gleich drei der vorderen vier Plätze im Ranking, allein der Xeon auf Ivy-Bridge-Basis gesellt sich mit dazu. Wer regelmäßig große Projekte kompiliert, für den lohnt sich somit unter Umständen auch der Aufpreis, der für einen Core i7-5820K gegenüber dem Core i7-4790K fällig wird.

FineReader verdeutlicht auf ähnliche Art und Weise, wozu eine CPU mit acht Rechenkernen in der Lage ist. Die drei Hexa-Cores tummeln sich auf einem Haufen, während der Vierkerner sich in unserem OCR-Test nicht allzu gut schlägt.

HandBrake vervollständigt den Teil dieser Benchmark-Sammlung, der darauf ausgelegt ist, das in einer CPU schlummernde Leistungspotential möglichst deutlich zu zeigen. Der für 1000 US-Dollar angekündigte Core i7-5960X liegt hier gleichauf mit dem 1750 Euro teuren Xeon - beide verfügen über acht Kerne. Die auf die IPS-Performance (instructions per clock) abzielenden Verbesserungen der Haswell-Architektur sorgen hier für einen Triumph über Ivy Bridge-E und Sandy Bridge-E mit je sechs Kernen. Aufgrund derselben modernen Architektur und des Basistakts von 4,0 GHz kann der Core i7-4790K in diesem Benchmark mithalten.

Dateikomprimierung

Der CPU-Test unter WinZip untermauert nur einmal mehr das, was uns der überwiegende Teil der vorangehenden Benchmarks schon gezeigt hat: Bei stark parallelisierten Workloads sind acht Kerne am schnellsten, sechs Kerne sind ordentlich und vier Kerne sind ganz schön Mainstream.

WinRAR bringt etwas andere Ergebnisse ans Tageslicht. Aufgrund fehlender Multi-Core-Optimierung profitiert hier der Core i7-4790K als der Prozessor mit der höchsten Taktfrequenz.

Dafür, dass es in diesem Unterkapitel dennoch zu keinem Unentschieden kommt, sorgt 7-Zip. Ein vergleichsweise niedrig taktender Prozessor mit acht Kernen kann heutzutage selbst in einem Feld von gewöhnlicher Software die Muskeln spielen lassen – mehr sogar, als wir zu Beginn des Tests erwartet hätten. Um den großen Vorteil einer derartigen CPU zu erkennen, bedarf es nicht einmal einer tiefschürfenden Analyse.

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  • fffcmad , 29. August 2014 18:22
    Mich wuerde interessieren wie sich die neuen CPUs schlagen wuerden, wenn das Multithreading nicht durch den traegen RAM ausgebremst werden wuerde. Ich denke mal mehr als DDR4 2666 bekommt ihr wohl nicht hin, weil die Straps dafuer nicht hinterlegt worden sind. Man sollte vom ersten DDR4 Speichercontroller nicht erwarten, das er Berge sprengt.
  • FormatC , 29. August 2014 18:37
    Ich war weit über 3000 ;)  Aber nur just4fun.
  • Derfnam , 29. August 2014 18:44
    Kommen auch Grafiken?
  • FormatC , 29. August 2014 18:52
    Ja, sind im Anflug :D 
  • fffcmad , 29. August 2014 19:53
    Joa, aber nur indem du den BCL hochgezogen hast?
  • FormatC , 29. August 2014 20:00
    Das musst Du sowieso
    125 reicht aber.
  • fffcmad , 29. August 2014 21:14
    Deswegen haben die dann wohl funktioniert, weil die Straps vielleicht gepasst haben. Hat das Uebertakten des Speichercontrollers ueberhaupt was gebracht? Kann ich mir irgendwie nicht vorstellen.
  • alterSack66 , 29. August 2014 21:55
    Mich wundert das Ergebnis des i7-4790K bei BF 4 etwas. Aber grundsätzlich brauchts in nen Gamer-PC die teueren CPUs nicht.
  • numerobis , 29. August 2014 22:36
    Super Test! Danke!
  • drno , 30. August 2014 04:08
    Wofür das Ganze? Damit irgendwelche überflüssig fette Bloatware noch passabel den Hintern auf den Kisten schwingen kann? Leider - das ist hier nicht nur ausschließlich meine Befürchtung - läutet eine neue Runde an Hardware Power stets auch eine neue Runde an Software-Debakel ein, wobei das üppigst versionierte Debakel in spätestens 3 Jahren wieder gewonnen haben dürfte. Es lassen sich auch alte Kisten jahrelang in Betrieb halten, siehe E6600 und Co. wenn man seinen SW-Kram im Griff hält.
    Bevor ich es vergesse: Die geballt emsige Journalisten Power hat wieder mal eine gute Arbeit abgeliefert! Ebenfalls Danke!
  • tobinho , 30. August 2014 16:31
    Gott sei Dank ein Test mit allen drei "neuen" Varianten, damit die Gamer sehen können, dass der Takt bei Games nach wie vor wichtiger ist, als die Anzahl der Kerne. Je mehr ich zum Gaming dazunehme, also Streamen, Gameplay Editing und das am besten gleichzeitig, desto mehr Geld muss ich ausgeben und desto eher muss ich mich mit Flüssigkühlung auseinandersetzen.
  • Derfnam , 30. August 2014 17:42
    Das mit den Kernen ist weiterhin klar (ziemlich jedenfalls, HT zB kann durchaus was bringen, wenn auch noch selten), aber dem Taktargumernt möchte ich widersprechen, tobinho: der 4790K mit 4 GHz Werkstakt müßte demnach ja in allen Spielebenches vorne sein, recht weit sogar, aber dem ist bei weitem nicht so.
  • alterSack66 , 30. August 2014 19:38
    Wenn ich mir die min. FPS ansehe lohnt sich der Aufpreis eher nicht. Die max. FPS sind ja egal. Also mir zumindest.
  • drno , 30. August 2014 20:59
    Man soll schon genau überlegen ob man auf den 2011-3 Sockel draufsteigt und dafür dann überall ein Aufgeld akzeptiert. Immerhin sind die Kerne mit dem Die verlötet.
  • alterSack66 , 30. August 2014 21:01
    Mir reicht meine Sandy :love:  noch. Wüsste nicht wozu ich derzeit noch mehr Leistung brauche. Und wenn doch gehts halt auf 4,5 GHz.
  • derGhostrider , 31. August 2014 10:22
    Seite 12:
    Der "Graph", also diese drei gepfuschten in einem, lassen mir bittere Tränen über die Wangen laufen.

    Das hätte EINE 3D-Fläche sein müssen, nicht drei 2D-Graphen in einer Zeichnung, wobei die Darstellung der Taktrate, die bereits die Achsenbeschriftung stellt, haarsträubend ist.
    Gibt es denn bei euch KEINEN klassischen Naturwissenschaftler oder gar Mathematiker?

    Der Test ist ganz nett - für mich jedoch zu OC-lastig.
  • FormatC , 31. August 2014 12:00
    Es sind 3 ganz normale 2D-Graphen (alles Prozente), die lediglich eine Drehung bekommen haben. Viel mehr kann Excel auch nicht. Noch nicht mal individualisierte Achsenbeschriftungen im Winkel.

    Unterschiedliche Einheiten hätte ich bestimmt nicht vermischt. :) 
  • derGhostrider , 31. August 2014 17:11
    Zitat :
    Es sind 3 ganz normale 2D-Graphen

    EBEN! Das hätte man auch in einen Graphen stecken können, so, wie es die Überschrift zum Graphen auch erwarten lässt.

    Drei Werte, drei Koordinaten pro Punkt
    x,y,z -> Das hätte das Ergebnis gebracht. Ihr müsst ja immer einzelne Messpunkte mit sinnfreien Linien verbinden (damit es hübscher aussieht), aber so hätte es dann eine krakelige Linie im 3D-Koordinatensystem gegeben.

    Zitat :
    Viel mehr kann Excel auch nicht.
    Ach, bitte! Solche Behauptungen sind doch wirklich für die Füße! Hier, schnell zusammengefummelt:


    Das ist eine 3D-Fläche. Soviele Messpunkt hättet ihr gar nicht gehabt, bei euch wäre es noch einfacher gewesen.
  • tobinho , 31. August 2014 17:43
    Zitat :
    Das mit den Kernen ist weiterhin klar (ziemlich jedenfalls, HT zB kann durchaus was bringen, wenn auch noch selten), aber dem Taktargumernt möchte ich widersprechen, tobinho: der 4790K mit 4 GHz Werkstakt müßte demnach ja in allen Spielebenches vorne sein, recht weit sogar, aber dem ist bei weitem nicht so.


    Das stimmt! Also möchte ich hiermit offiziell den ganzen Test in Frage stellen! Aber: Derfnam ist Schuld! ;) 
  • Derfnam , 31. August 2014 17:51
    Maximal Schuldner^^. Bei CB sieht das übrigens ähnlich aus:
    http://www.computerbase.de/2014-08/intel-core-i7-5820k-5960x-haswell-e-test/5/
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