Fazit
Schon bevor wir mit den Benchmarks anfingen hatten wir eine Ahnung, wie Intels Core i7-980X sich schlagen würde. Verpasst man einer CPU mehr Kerne und einen größeren Cache, lässt aber die restliche Architektur unverändert, liegt es komplett an der Software, die zusätzlichen Ressourcen zu nutzen und in bessere Performance umzusetzen.
Hier kommt Intel zugute, dass die meisten Anwendungen in unserem Benchmark-Parcours die sechs Kerne des Gulftown auch wirklich nutzen können. Das zeigt auch, wie stark sich das gesamte Software-Ökosystem seit den Tagen des Pentium Extreme Edition 840, der 2005 das Licht der Welt erblickte, gewandelt und entwickelt hat. Heute wählen wir unsere Benchmarks danach aus, ob sie mehrere Threads nutzen können oder nicht.
So gesehen ist es eine kleine Enttäuschung, dass Intels Core i7-980X der einzige Sechskern-Prozessor für den Desktop ist. Als Prozessor ist er jedenfalls ein beeindruckendes Stück Hardware, denn er kann den Core i7-975 von der Performance her noch überflügeln, und zwar vor allem in ManiConcept, HandBrake, Photoshop und dem DivX-Durchlauf mit TMPGEnc. Da er auch noch zum gleichen Preis von 999 US-Dollar auf den Markt kommt, sollte es niemandem schwer fallen, sich für den 980X statt den 975 zu entscheiden. Zeit ist nun mal Geld. Wenn die Zeit, die der Core i7-980X bei Render-, CAD- oder Tanskodierungs-Aufgaben einspart, seinen hohen Preis wert ist, dann ist dies der schnellste Desktop-Prozessor, den es für Geld zu kaufen gibt.
Andererseits reden wir hier von knapp tausend Dollar und - dem aktuellen Umrechnungskurs zum Trotz - fast ebensovielen Euros. Wer hauptsächlich spielt, ist mit einem Core i7-920, Core i5-750 oder einem Phenom II X4 965 bei den Auflösungen und Qualitätseinstellungen, die man gemeinhin nutzt, genauso gut bedient.
Ein richtiger Knüller wäre für die Hardware-Enthusiasten eine Familie von Quad-Core-CPUs, die in 32 nm hergestellt werden. Da sie so gut wie sicher noch höhere Taktraten erreichen würden und AES-NI an Bord hätten, würden sie mit ihrer hohen Performance und der niedrigen Leistungsaufnahme perfekt zu den preiswerteren X58-Mainboards passen, die es heute zu kaufen gibt.
Dass so ein Chip möglich wäre, lässt sich an Intels Plänen ablesen, einen in 32 nm gefertigten Xeon-Quad-Core auf Basis des Westmere-EP einzuführen. Darauf angesprochen, lautete die einzige Antwort seitens Intel sinngemäß „Wir prüfen alle denkbaren Möglichkeiten“. Nun ja, es soll niemand sagen, wir hätten es nicht wenigstens versucht. Auf absehbare Zeit wird sich Intel wohl an dem Performance-Vorsprung erfreuen können, den der Core i7-980X gegenüber den schnellsten Produkten der Konkurrenz genießt – denn der ist gerade wieder ein Stück größer geworden. Wer Intels aktuelles Flaggschiff und den ersten Hexa-Core Prozessor für den Desktop sein Eigen nennen will, muss aber auch mit dem nötigen Kleingeld ausgestattet sein.
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Mir persönlich fehlt bei den Spiele Benchmarks eindeutig GTA IV. Das Spiel schreit ja nach Prozessorleistung.
Für so ein "trockenes" Thema wie einen CPU-Test, ist der Artikel erfreulich unterhaltsam geschrieben. :-)
Intel macht konsequent da weiter wo sie aufgehört haben. Eine klasse CPU, die aber wohl nicht viele Abnehmer finden wird. An den Empfehlungen bei zusammen zu stellenden Rechnern wird sich aus meiner Sicht nichts ändern. Für Zocker sind die PhenomII X4 nach wie vor die wohl interessanteste Variante, auf Augenhöhe bewegt sich der i5-750.
Es ist halt eine Spezial-CPU mit kleiner Zielgruppe aber hohem "Habenwollen-Faktor". (Ferrari lässt grüßen) Wenn der Weihnachtsmann zweimal klingelt :-)
Bald braucht man beim Taskmanager einen Horizontalen Scrollbalken.
Bestimmt sitzen da einige Redakteure auf glühenden Kohlen wenn ausgeknobelt wird wer das Prachtstück behalten darf xD
Ich denke kaum, dass sich ein Spieler so etwas leistet. Es ist auch vollkommen unnütz. Im professionellen Einsatzbereich werden die 6 Kerne (12 Threads) offensichtlich ganz gut genutzt. Und da bleibt abzuwarten wie er sich gegen AMD's noch im März erscheinenden 12-Kerner (2.2GHz) schlägt.
Ich wünsch AMD auf jeden Fall viel Glück, denn Konkurrenz belebt das Geschäft.
Wow, schön dass ihr positive Worte für den AMD findet und es eine vernünftige Empfehlung gibt, dass das Geld für Spieler eigentlich besser in der Grafikkarte angelegt ist. Dickes Lob dafür und Lob hab ich nicht oft für THG.
Der Prozessor ist natürlich schon der Wahnsinn, was Intel da hingestellt hat, wenn auch für die meisten ohne praktischen Wert. Die Software kann ja der CPU Entwicklung fast nicht mehr folgen, nicht so wie früher wo ne CPU nach einem Jahr schon veraltet war. Ich komm auch in Spielen immernoch wunderbar mit meinem X2 auf 3,45GHz aus. Keine Frage es gibt Leute, die mit der Leistung was anzufangen wissen, aber für eben so viele wird es doch einfach darum gehen beim Schwanzvergleich der Benchmarks nen Zipfel vorne zu sein, deshalb wird sich so ein absolutes Spitzenprodukt wohl auch zu so einem Preis verkaufen, bis dann AMD seinen X6 in 45nm und gesenktem Takt raus hat. Hoffentlich klappt es wirklich bis 2011 mit dem Wechsel auf 32nm bei AMD. Im High-End-Bereich mach ich mir trotz Thuban ernste Sorgen. Im mittleren und unteren Bereich jedoch nicht.
Shaggys "Mr Bombastic" ist mir spontan als Werbemelodie für den Rechenknecht hier eingefallen...
Schon ein nettes Spielzeug. So als Basis für ne Heimworkstation mit 2 Fermi-Quadros, 24GB RAM und super schnelles Festplattensystem und ab geht die Post. Für ne Bewegungsanalyse mit 100 bewegten (und kollidierenden) Teilen zuckt das Ding dann mal müde mit den Schultern und rotzt das in ner halben Stunden durch^^
Ich finds übrigens auch sehr nett, dass in dem Test öfter mal auf die Frage "Braucht man das?" hingewiesen wird. Dieser Punkt inklusive der unterhaltsamen Präsentation macht den Test echt lesenswert.
Bald braucht man beim Taskmanager einen Horizontalen Scrollbalken.
Du kannst alle drölf Balken zu Einen zusammenfassen. Oder du machst mal Doppelklick auf die Skala.
Es macht bestimmt mehr Spaß, 12 tänzelnde Blockdiagramme zu beobachten.
Freue mich jetzt schon auf die ersten Angebote in der Bucht:
"Der erste Prozessor mit fast 20Ghz und noch 12 CPUs". ;-)
Leistung beeindruckend, Stromverbrauch immer noch Katastrophal, INTEL und AMD müssen lernen Stromsparender zu werden. IBM und SPARC können es ja auch.
zum thema konkurenz ist gut für entwicklungen:
999$!!!
IBM und SPARC fertigen eine Andere Art von Prozessor. Aepfel und Birnen. Auch wenn sie identische Techniken verwenden, die Strukturen und Konzepte sind weltverschieden. Und nein, sie lassen sich nicht uebertragen. AMD und Intel tun ihr Moeglichstes. Solange es wirtschaftlich ist. Was nuetzt die ein Energiesparverfahren, was der Endverbrauchen nicht bezahlen will/ kann?
GTA IV fehlt in dem Test wirklich. Mit dem (inofiziellen) Graka-Speicher-Patch konnte ich mit meinem GTX280 SLI-System mit I7-920 in 2560x1600 mit den höchsten Einstellungen 40fps erreichen. Solch eine Prozessorlast hab ich vorher und nacher nie mehr gesehen. Für den vorgestellten Prozessor wahrscheinlich das einzige Spiel, das ihn wenigstens ein bisschen beschäftigen könnte, lol.
Nettes Teil, für mich aber uninteressant
.
. Ein günstiger Stromanbieter sollte aber schon vorhanden sein
.
, dass ist einfach geil wenn man da so 12 Bälkchen hat hehe.
Mit Surfen, Emails abrufen und ab und zu mal spielen krieg ich ja nichtmal einen Quad voll. Werd mir dennoch erstmal nochmals einen Quad aufs Board schnallen und abwarten, was die nächsten 2 Jahre so bringen. Die Mehrleistung ist mir zu gering, um einen kompletten Plattformwechsel zu vollziehen.
Zum Thema 999$, es ist wie meistens. Das erste Modell ist nunmal die EE. Das war schon immmer so. Bei dem Takt und 2 Kernen zuwachs muss ich ehrlich zugeben, finde ich das auch einigermaßen gerechtfertigt. Eher noch als bei einer neuen Architektur oder gar Shrink.
Man wird ja nicht gezwungen, dass Teil zu kaufen, aber auch hier im Forum gibts offensichtlich einige, die mit der Rechenpower was anfangen können und sich daher dafür interessieren.
Zusammen mit einem GTX 480 TripleSLI könnte man das Ding sicher auch in Spielen ausreizen
@ Taskmanager: Wäre ehrlich gesagt für mich der einzige Grund für dieses Stück Silizium
@Cris-Chros: ab 4 Threads bekommt man in GTA IV keine Mehrleistung mehr. Bei Hardwareluxx, haben sie den i7-980X auch mit GTA IV getestet: gleiche Performance wie i5-750.
was mir fehlt ist der I7 860 als verlgeich 4/8 core/thread bei den Lynnfields.
GTA läuft auf keinem System mit mehr als 4 Kernen schneller als auf einem mit vier Kernen. Der Grund ist einfach: Es ist und bleibt eine unglaublich schlechte Konsolen-Portierung, die hardcoded für 3 Rechenkerne geschrieben wurde. Warum läuft es dann auf vier Kernen besser als auf dreien? => Die Hintergrundtasks werden auf den vierten Kern verschoben. Aber ob das nun vier, sechs oder 112 Kerne sind ist herzlich egal für dieses Spiel.
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@kaan: