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Intel Core i7-980X Extreme: Sechs Kerne für den Desktop

Intel Core i7-980X Extreme: Sechs Kerne für den Desktop
Von , Chris Angelini

Im Prozessormarkt herrschen gerade klare Verhältnisse: Derzeit stellt Intel die schnellsten Desktop-CPUs her, die es zu kaufen gibt. Die beiden Quad-Core-Familien Core i5 und Core i7 müssen im Desktop-Bereich keine Konkurrenz fürchten. Genau deshalb kosten sie auch mehr als die Clarkdale-basierten CPUs der Core-i3- und Core-i5-Reihen mit zwei Kernen sowie AMDs gesamte Phenom-II-Familie, inklusive dem Flaggschiff-Modell Phenom II X4 965 BE.

Welche CPU sich die „schnellste“ nennen darf, hängt aber auch maßgeblich von den Benchmarks ab, die zum Einsatz kommen. Ihren größten Vorsprung genießen Intels CPUs beim Transkodieren von Videos, Archivierungs-Programmen mit Multi-Threading und Content-Creation-Anwendungen wie 3ds Max. Geht es jedoch um Spiele, gelingt es den AMD CPUs, sich gegen Intels Angebote zu behaupten.

Natürlich findet man immer wieder Benchmarks, die bei 640 x 480 durchgeführt werden, um so die Unterschiede zwischen Prozessoren aufzuzeigen. Tatsächlich zeigen sich auch bei 1920 x 1200 noch messbare Performance-Unterschiede, wenn man verschiedene CPUs vergleicht. Letzten Endes bestimmt aber immer noch die Grafikkarte, wir gut ein Spiel laufen wird.

Bloomfield...Bloomfield...

... und Gulftown... und Gulftown

Wieso der Exkurs zum Thema Gaming? Weil Intel seinen brandneuen Prozessor mit der langen Bezeichnung Core i7-980X Extreme Edition, bislang auch als Gulftown bekannt, als eine wirklich geniale Spiele-CPU sieht. Kein Wunder, denn er ist der schnellste Prozessor, den man kaufen kann. Andererseits soll er auch um die 1000 US-Dollar kosten und damit runde 800 Dollar mehr, als man für einen ohnehin schon schnellen Gaming-Prozessor ausgeben muss. Aus Spielersicht wäre es sinnvoller, den Differenzbetrag stattdessen in zwei Radeon HD 5870 zu investieren. Bevor wir also zu den Benchmarks kommen wollen wir anmerken, dass dies ohne Frage nicht der Prozessor ist, den man zum Spielen braucht. Dazu reichen auch ein Phenom II X4 oder ein Core i7-920 locker aus. Wenn man über das nötige Kleingeld verfügt und sich eine Hexa-Core-CPU und die beiden High-End-Grafikkarten leisten kann, spricht natürlich nichts dagegen.

Core i7-980X: Hello, Six-Core Computing

Die Kraft der sechs Kerne

Der eigentliche Grund, warum man sich den Core i7-980X überhaupt genauer anschauen sollte, ist vielmehr, dass er in Anwendungen, die seine verbreiterte Architektur nutzen können, geballte Leistung an den Tag legt. Dabei setzt er Techniken wie TurboBoost und Hyper-Threading ein, die schon im Bloomfield-Kern der Core i7-900-Reihe einen Auftritt hatten. Die kürzlich erfolgte Umstellung auf einen 32-nm-Herstellungsprozess ermöglicht nun kleinere Transistoren mit dünnerer Oxidschicht, verringerter Gate-Länge und, schließlich, niedrigeren Leckströmen.

Das erlaubte es Intel, einen komplexeren Prozessor zu entwickeln und herzustellen, ohne die von den Bloomfield-CPUs bekannte Verlustleistungsgrenze von 130 Watt zu überschreiten. Dabei herausgekommen ist eine CPU, deren sechs Kerne sich 12 MB L3-Cache teilen und die in den bekannten Sockel LGA 1366 passt. Die eigentliche Frage ist aber, ob die Performance des Core i7-980X Extreme Edition genauso extrem ist wie der Preis.

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Beispiel: Notebook, Festplatte, Speicher

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Die besten Kommentare
  • wiemi , 11. März 2010 09:29
    Bald braucht man beim Taskmanager einen Horizontalen Scrollbalken.
Weitere Kommentare
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  • Cris-Cros , 11. März 2010 06:19
    Mir persönlich fehlt bei den Spiele Benchmarks eindeutig GTA IV. Das Spiel schreit ja nach Prozessorleistung.
  • Gudi , 11. März 2010 09:20
    Für so ein "trockenes" Thema wie einen CPU-Test, ist der Artikel erfreulich unterhaltsam geschrieben. :-)

    Intel macht konsequent da weiter wo sie aufgehört haben. Eine klasse CPU, die aber wohl nicht viele Abnehmer finden wird. An den Empfehlungen bei zusammen zu stellenden Rechnern wird sich aus meiner Sicht nichts ändern. Für Zocker sind die PhenomII X4 nach wie vor die wohl interessanteste Variante, auf Augenhöhe bewegt sich der i5-750.

    Es ist halt eine Spezial-CPU mit kleiner Zielgruppe aber hohem "Habenwollen-Faktor". (Ferrari lässt grüßen) Wenn der Weihnachtsmann zweimal klingelt :-)

  • wiemi , 11. März 2010 09:29
    Bald braucht man beim Taskmanager einen Horizontalen Scrollbalken.
  • SolidSnake001 , 11. März 2010 10:10
    Bestimmt sitzen da einige Redakteure auf glühenden Kohlen wenn ausgeknobelt wird wer das Prachtstück behalten darf xD
  • avatar_87 , 11. März 2010 10:17
    Ich denke kaum, dass sich ein Spieler so etwas leistet. Es ist auch vollkommen unnütz. Im professionellen Einsatzbereich werden die 6 Kerne (12 Threads) offensichtlich ganz gut genutzt. Und da bleibt abzuwarten wie er sich gegen AMD's noch im März erscheinenden 12-Kerner (2.2GHz) schlägt.
    Ich wünsch AMD auf jeden Fall viel Glück, denn Konkurrenz belebt das Geschäft.
  • Anonymous , 11. März 2010 11:11
    Wow, schön dass ihr positive Worte für den AMD findet und es eine vernünftige Empfehlung gibt, dass das Geld für Spieler eigentlich besser in der Grafikkarte angelegt ist. Dickes Lob dafür und Lob hab ich nicht oft für THG.
    Der Prozessor ist natürlich schon der Wahnsinn, was Intel da hingestellt hat, wenn auch für die meisten ohne praktischen Wert. Die Software kann ja der CPU Entwicklung fast nicht mehr folgen, nicht so wie früher wo ne CPU nach einem Jahr schon veraltet war. Ich komm auch in Spielen immernoch wunderbar mit meinem X2 auf 3,45GHz aus. Keine Frage es gibt Leute, die mit der Leistung was anzufangen wissen, aber für eben so viele wird es doch einfach darum gehen beim Schwanzvergleich der Benchmarks nen Zipfel vorne zu sein, deshalb wird sich so ein absolutes Spitzenprodukt wohl auch zu so einem Preis verkaufen, bis dann AMD seinen X6 in 45nm und gesenktem Takt raus hat. Hoffentlich klappt es wirklich bis 2011 mit dem Wechsel auf 32nm bei AMD. Im High-End-Bereich mach ich mir trotz Thuban ernste Sorgen. Im mittleren und unteren Bereich jedoch nicht.
  • klomax , 11. März 2010 11:25
    Shaggys "Mr Bombastic" ist mir spontan als Werbemelodie für den Rechenknecht hier eingefallen...:) 
  • avaka , 11. März 2010 11:56
    Schon ein nettes Spielzeug. So als Basis für ne Heimworkstation mit 2 Fermi-Quadros, 24GB RAM und super schnelles Festplattensystem und ab geht die Post. Für ne Bewegungsanalyse mit 100 bewegten (und kollidierenden) Teilen zuckt das Ding dann mal müde mit den Schultern und rotzt das in ner halben Stunden durch^^

    Ich finds übrigens auch sehr nett, dass in dem Test öfter mal auf die Frage "Braucht man das?" hingewiesen wird. Dieser Punkt inklusive der unterhaltsamen Präsentation macht den Test echt lesenswert.
  • fffcmad , 11. März 2010 12:22
    wiemiBald braucht man beim Taskmanager einen Horizontalen Scrollbalken.


    Du kannst alle drölf Balken zu Einen zusammenfassen. Oder du machst mal Doppelklick auf die Skala.
  • klomax , 11. März 2010 12:36
    Es macht bestimmt mehr Spaß, 12 tänzelnde Blockdiagramme zu beobachten.:D 


  • Sameneulmann , 11. März 2010 15:38
    Freue mich jetzt schon auf die ersten Angebote in der Bucht:
    "Der erste Prozessor mit fast 20Ghz und noch 12 CPUs". ;-)
  • kaan , 11. März 2010 16:39
    Leistung beeindruckend, Stromverbrauch immer noch Katastrophal, INTEL und AMD müssen lernen Stromsparender zu werden. IBM und SPARC können es ja auch.
  • pescA , 11. März 2010 16:46
    zum thema konkurenz ist gut für entwicklungen:
    999$!!!
  • fffcmad , 11. März 2010 16:52
    IBM und SPARC fertigen eine Andere Art von Prozessor. Aepfel und Birnen. Auch wenn sie identische Techniken verwenden, die Strukturen und Konzepte sind weltverschieden. Und nein, sie lassen sich nicht uebertragen. AMD und Intel tun ihr Moeglichstes. Solange es wirtschaftlich ist. Was nuetzt die ein Energiesparverfahren, was der Endverbrauchen nicht bezahlen will/ kann?
  • benzi , 11. März 2010 18:12
    GTA IV fehlt in dem Test wirklich. Mit dem (inofiziellen) Graka-Speicher-Patch konnte ich mit meinem GTX280 SLI-System mit I7-920 in 2560x1600 mit den höchsten Einstellungen 40fps erreichen. Solch eine Prozessorlast hab ich vorher und nacher nie mehr gesehen. Für den vorgestellten Prozessor wahrscheinlich das einzige Spiel, das ihn wenigstens ein bisschen beschäftigen könnte, lol.
  • Levi88 , 11. März 2010 18:18
    Nettes Teil, für mich aber uninteressant ;) .
    Mit Surfen, Emails abrufen und ab und zu mal spielen krieg ich ja nichtmal einen Quad voll. Werd mir dennoch erstmal nochmals einen Quad aufs Board schnallen und abwarten, was die nächsten 2 Jahre so bringen. Die Mehrleistung ist mir zu gering, um einen kompletten Plattformwechsel zu vollziehen.

    Zum Thema 999$, es ist wie meistens. Das erste Modell ist nunmal die EE. Das war schon immmer so. Bei dem Takt und 2 Kernen zuwachs muss ich ehrlich zugeben, finde ich das auch einigermaßen gerechtfertigt. Eher noch als bei einer neuen Architektur oder gar Shrink.
    Man wird ja nicht gezwungen, dass Teil zu kaufen, aber auch hier im Forum gibts offensichtlich einige, die mit der Rechenpower was anfangen können und sich daher dafür interessieren.

    Zusammen mit einem GTX 480 TripleSLI könnte man das Ding sicher auch in Spielen ausreizen ;) . Ein günstiger Stromanbieter sollte aber schon vorhanden sein ;) .

    @ Taskmanager: Wäre ehrlich gesagt für mich der einzige Grund für dieses Stück Silizium :D , dass ist einfach geil wenn man da so 12 Bälkchen hat hehe.
  • Desolator , 11. März 2010 19:15
    @Cris-Chros: ab 4 Threads bekommt man in GTA IV keine Mehrleistung mehr. Bei Hardwareluxx, haben sie den i7-980X auch mit GTA IV getestet: gleiche Performance wie i5-750.
  • foxtrot , 11. März 2010 19:45
    was mir fehlt ist der I7 860 als verlgeich 4/8 core/thread bei den Lynnfields.
  • derGhostrider , 12. März 2010 02:44
    GTA läuft auf keinem System mit mehr als 4 Kernen schneller als auf einem mit vier Kernen. Der Grund ist einfach: Es ist und bleibt eine unglaublich schlechte Konsolen-Portierung, die hardcoded für 3 Rechenkerne geschrieben wurde. Warum läuft es dann auf vier Kernen besser als auf dreien? => Die Hintergrundtasks werden auf den vierten Kern verschoben. Aber ob das nun vier, sechs oder 112 Kerne sind ist herzlich egal für dieses Spiel.

    ----

    @kaan:
    Zitat :
    IBM und SPARC können es ja auch.
    Schau Dir bitte mal den Stromverbrauch eines POWER 6 oder POWER 7 an und dann wiederhole das nochmal.
  • Desolator , 12. März 2010 03:19
    Also ich finde, dass das Teil gegenüber den Bloomsfields richtig stromsparend ist. Die GFLOPS/W stehen auf jeden Fall in einem besseren Verhältnis, alleine schon wegen den 32nm.
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