Download the Tom's Hardware App aus dem AppStore
Die Referenz für aktuelle News aus dem Technologiebereich
Ja Nein

Intels Core i7-990X Extreme Edition im Test: Sechs Kerne, mehr Takt

von

Seit Januar steht Intels Sandy-Bridge-Architektur im Rampenlicht, und der exzellente Core i5-2500K bekam sogar unsere Kaufempfehlung. Das eigentliche Flaggschiff ist aber noch ein Gulftown, hört auf den Namen Core i7-990X Extreme und kostet 1000 Dollar.

Als Intel  im Januar die Sandy-Bridge-Architektur auf den Markt brachte, warf das die Frage auf, ob im Desktop-Portfolio der Firma überhaupt noch Platz für die Prozessoren der Core i7-900-Serie blieb. Warum sollte man bis zu 850 Euro für ein Sechs-Kern-Monster mit letztjähriger Architektur ausgeben, wo doch ein neuer Vier-Kern-Prozessor mit deutlich mehr Takt schon für für etwas über 250 Euro zu haben ist.

Intel hatte leider Probleme mit seinen H67- und P67-Chipsätzen, ansonsten hätten sich die Motherboards auf LGA 1155-Basis derzeit mit Sicherheit schon zum Verkaufsschlager gemausert. Enthusiasten hätten sich massenweise Core i5-2500Ks kaufen können, diese wie verrückt übertakten und dabei auf einer Plattform mit moderatem Preis erstklassige Performance erzielen.

Allerdings hat Intel seiner Sandy-Bridge-Plattform absichtlich Handicaps verpasst, die für uns nur schwer nachvollziehbar sind. Wer sich den P67-Chipsatz zulegt, kann Quick Sync nicht nutzen. Entscheidet man sich für den H67, kann die K-Modelle nicht mehr so übertakten, wie das ursprünglich gedacht war. Egal für welchen Chipsatz man sich entscheidet, man büßt eine wichtige Sandy-Bridge-Funktion ein. Da muss man sich doch fragen, ob es nicht sinnvoller ist, gleich auf den Z68-Chipsatz zu warten, der außerdem noch SSD-Caching mitbringt.

Core i7-9xx: Familiensinnkrise?

Doch zurück zu den Core i7-900-Modellen. Intel hat diese Serie vor kurzem aufgefrischt und gleichzeitig ausgedünnt. Sie besteht nun nur noch aus den Modellen  Core i7-990X Extreme Edition, Core i7-970 und Core i7-960. Alle kleineren Varianten bewegen sich schon im Review der Sandy-Bridge-Familie, weshalb Modelle wie der Core i7-950 demnächst von der Bildfläche verschwinden werden.

Die neue Generation brachte aber auch eine Anpassung der Preise mit sich. Der Core i7-2600K kostet aktuell etwa 250 Euro, der Core i7-960 mit vier Kernen liegt nur etwa 10 Euro darunter, und der Sechs-Kern Core i7-970 ist schon ab gut 480 Euro zu finden. Dass das Spitzenmodell, der Core i7-990X, mit 850 Euro und mehr auch weiterhin am teuersten ist, überrascht natürlich nicht.

Da die Mainboard-Hersteller inzwischen wieder LGA 1155-Platinen produzieren, stellt sich also die Frage, ob man den X58-Chipsatze und die Core i7-900-Familie heute überhaupt noch in die engere Wahl ziehen sollte.

Zunächst waren wir der Meinung, das ihre 36 PCI-Express-Lanes der zweiten Generation dies zur Plattform der Wahl für Nutzer mit zwei, drei oder vier Grafikkarten machen könnte. Allerdings hat sich dann gezeigt, dass man auch mit nur 16 PCIe-Lanes und Nvidias NF200 Brücken-Chip hervorragende SLI-Konfigurationen mit drei Karten zusammenstellen kann. Es scheint also keinen Grund für Gamer zu geben, sich nicht auch anderweitig umzusehen.

In unserem Lauch-Bericht zu den neuen Sandy-Bridge-CPUs (Intels Core-CPUs der zweiten Generation: Das Sandy Bridge Review), haben wir zwischen den Generationen einen Performance-Vergleich bei identischem CPU-Takt durchgeführt und dabei herausgefunden, dass die neuesten Intel-Prozessoren bei gleicher Frequenz deutlich schneller rechnen – ganz zu schweigen davon, dass sie sich dank 32-nm-Fertigung auch noch hervorragend übertakten lassen. Damit gehen uns langsam die Gründe aus, heute noch einen Core i7-960, -950 oder -930 auf Bloomfield-Basis zu empfehlen.

Dre Core i7-990X in der Vorderansicht.

Bleiben also noch der Core i7-970 und Core i7-990X – beide CPUs haben sechs Kerne, werden ebenfalls in 32 nm gefertigt und basieren auf der Gulftown-Architektur. In sehr speziellen Einsatzgebieten wie zum Beispiel Workstations lässt sich mit diesen Modellen mehr Performance erzielen, als das mit dem schnellsten Sandy-Bridge-Prozessor (mit seinen vier Kernen) möglich wäre.

Auf der Rückseite finden sich wie bisher 1366 Kontakte.

Mit gut 480 Euro ist das 970-Modell nach wie vor überteuert. Für den 990X mit seinem Preisschild von 850 Euro gilt das natürlich umso mehr. Immerhin bekommt man beim 990X den höchsten verfügbaren Kerntakt und einen offenen Multiplikator – eine Funktion, die ein rares Gut war, bis AMD anfing eine „Black Edition“ CPU nach der anderen heraus zu bringen und Intel mit der K-Serie nachzog.

Wie ein Hersteller extrem teurer Motherboards uns kürzlich im Vertrauen sagte, gibt es aber durchaus Kunden, die bereit sind, praktisch jeden Preis zu zahlen, nur um das schnellstmögliche Produkt in den Händen zu halten. Wir wollen heute in erster Linie herausfinden, ob der Core i7-990X im Augenblick wirklich der schnellste Prozessor ist. Oder gebührt dieser Titel nicht doch dem Core i7-2600K mit seiner effizienteren Architektur?

Verlinken:
7
Kommentare
X
Abschicken

Kommentare
Kommentare alternativ im Forum lesen
jo-82 28/03/2011 10:16
Ausblenden
-0+

Intel sollte schleunigst einen 2600K mit 6 echten Kernen auf den Markt bringen, damit ich mir auch mal wieder nen neuen Rechner gönne.

derwolf92 28/03/2011 10:49
Ausblenden
-0+

Wird Zeit für X68.

tadlka@web.de@Guest 28/03/2011 12:44
Ausblenden
-0+

Es gibt einen gewaltigen Grund. Der Drang des Mannes seinen Penis auf den Tisch zu klatschen und bei allem zu zeigen das er den absolut längsten hat!

ablev 28/03/2011 14:48
Ausblenden
-0+

Zitat :Es gibt einen gewaltigen Grund. Der Drang des Mannes seinen Penis auf den Tisch zu klatschen

Och, nöö, nicht schon wieder den uralten Spruch vom Sch...vergleich, wie langweilig.
Wenn Du schon keine Lust hast den Test zu lesen, dann doch wenigstens das Fazit:
Zitat :Wie uns das neue Flaggschiff aber zeigt, gibt es tatsächlich auch Situationen, in denen ein Chip der i7-900-Serie auch weiterhin sinnvoll ist.
Wer allerdings mit seiner Workstation Geld verdient und es sich dabei um ein echtes Arbeitstier handelt, das von Multi-Thread-Software wie beispielsweise Premiere Pro, 3ds Max und MainConcept voll ausgenutzt wird, für den kann der Kauf eines Highest-End-Prozessors durchaus auch in wirtschaftlicher Hinsicht sinnvoll sein

a97584 28/03/2011 15:28
Ausblenden
-0+

Weiß nich so recht, da hätt ich doch dann lieber n Dual-Xeon-Workstation Board mit nem 6- oder 4-Core. Die Kombi kostet ähnlich viel und man kann wenigstens (auf eine weitere CPU) aufrüsten. Wenn ich damit mein Geld verdiene, wäre auch ECC dabei. Die Xeons haben 1 GHz weniger Takt aber man kann nochmal 6 Kerne dazu kaufen...

klomax 28/03/2011 20:38
Ausblenden
-0+

Warum ist die minimale Framerate bei Metro 2033 mit einem Thuban höher, und warum erziehlt der Gulftown in diesem Spiel nicht wesentlich höhere Frameraten?

Da scheint das Spiel Intel-CPUs zu limitieren...auch mal schön zu sehen. :D

Bei F1 2010 dreht sich der Spieß dann gehörig um.

Edit

PS: Konto-Anmelde-Murks, jetzt gehts wieder...:D

manikend 29/03/2011 01:34
Ausblenden
-0+

Im Profibereich rechnen sich die Prozessoren anders, die Ausgabe ist steuerlich absetzbar, die MWST sowieso durchlaufender Posten.

Beste Angebote

Mehr aus dem Bereich

Newsletters


OK