Corsair Flash Voyager GTX im Test: USB-Stick mit SSD-Controller

USB-Sticks sind aufgrund ihrer geringen Größe die perfekten mobilen Datenbegleiter. Dank USB 3.0 bieten sie mittlerweile auch endlich ordentliche Datendurchsatzraten: Corsair bewirbt das eigene Top-Modell sogar mit Geschwindigkeit auf SSD-Niveau.

Aktuelle externe SSDs im 2,5-Zoll-Format fristen aus einem guten Grund ein Nischendasein: Ihre mechanischen Pendants bieten deutlich mehr Speicherplatz und einige leistungsoptimierte USB-Sticks bieten die gleiche Größe und ähnliche Datendurchsatzraten wie die in externe Gehäuse verpackten SSDs.

Dabei fallen sie aber deutlich kleiner und somit portabler aus und sind für einen ähnlichen Anschaffungspreis zu haben. Der kleine und vielseitige USB-Stick ist somit nach wie vor das Mittel der Wahl, wenn es um den Datentransport geht: Vom Einsteigermodell für weit unter 10 Euro bis zu leistungsstarken Alternativen mit viel Speicherplatz gibt es hier alles, was das Herz begehrt.

Corsair paart im neuen Flash Voyager GTX einen SSD-Controller mit schnellem NAND-Flash und bietet den USB 3.0 Stick mit 128 sowie 256 GByte für knapp unter 110 bzw. knapp unter 210 Euro an. Dafür gibt es allerdings auch satte fünf Jahre Garantie.

Wir haben uns dem größeren der beiden Modelle vorgenommen: Kann der Flash Voyager mit einem ausgewogenen Verhältnis aus Portabilität und Performance überzeugen und sich als das in dieser Hinsicht perfekte externe Laufwerk in Szene setzen?

Zunächst einmal überzeugt der durchaus ansehnliche, schwarz-rote USB-Stick durch eine seiner Preisklasse würdige Verarbeitung. Der Großteil des Korpus besteht aus dickem, robusten Aluminium, lediglich die roten Applikationen - der Bereich um den USB-Anschluss, die Spitze der Verschlusskappe und die gegenüberliegende Halteöse zur Befestigung des Sticks an einer Kette - wurden aus rotem Kunststoff gefertig.

Sehr gut: Die Verschlusskappe des Corsair Flash Voyager GTX sitzt ausgesprochen stramm. Bei einigen Konkurrenzmodellen ist das nicht so und die Kappe neigt dazu, sich beim Transport ungewollt zu lösen. Zudem kann die Verschlusskappe an der Rückseite des Laufwerks aufgesteckt werden, um sie nicht zu verlieren.

Im Gegensatz zu den nicht selten unerträglich hell blinkenden Status-LEDs vieler anderer USB-Sticks setzt Corsair beim Flash Voyager GTX auf das gebotene Understatement: Das Leuchten dringt nur schwach wahrnehmbar durch den roten Kunststoff im Bereich der rückseitigen Halteöse. Somit ist die in der Regel eher unbedeutende Beleuchtung zwar bei genauem Hinsehen wahrnehmbar, wird aber keinesfalls zum Störfaktor.

Mit Abmessungen von 7,83 x 2,69 x 0,93 cm und einem Gewicht von 26 Gramm fällt der robuste USB-Stick deutlich größer aus als viele günstige Modelle: Das Format entspricht in etwa einem handelsüblichen Wegwerffeuerzeug. Das kann bei nahe aneinanderliegenden USB-Anschlüssen wie beispielsweise an einem Notebook dazu führen, dass der knapp 2,7 cm breite Flash Voyager GTX einen zweiten USB-Port blockiert.

Seine Höhe von unter einem Zentimeter führt diesbezüglich zu keinen Problemen: Wird der Stick in einen USB-Steckplatz gesteckt, ist die darunterliegende Buchse ebenfalls noch problemlos nutzbar.

Unter der Haube des Flash Voyager GTX arbeitet ein Phison PS3109-S9-Controller, der zwar schon seit einiger Zeit in preisgünstigen SSDs verbaut wird (Corsair selbst nutzte den Controller bereits in der Force LS-Serie), aber dennoch nicht sonderlich bekannt oder verbreitet ist. Was wir hier aber letztlich leistungsmäßig als Gesamtpaket zu erwarten haben, muss der Benchmark-Durchlauf zeigen.

Corsair setzt zudem anstelle von die SLC-Speicherzellen auf die etwas günstigeren MLC-Pendants. Bei einem USB-Stick mit derartig viel Speicherplatz kann es allerdings durchaus Sinn machen, auf die weniger Chip-Fläche beanspruchende MLC-Version zu setzen.

Wir haben lange überlegt, was man diesem USB-Stick sinnvollerweise als Konkurrenz gegenüberstellen kann. Ein Update des letzten USB-Stick-Roundups wird zwar demnächst in Angriff genommen, allerdings sind hier noch nicht alle nötigen Messwerte zusammengetragen. Aus diesem Grund ziehen wir aus den alten Tests nur einige wenige, besonders leistungsstarke Kandidaten heran: Das Gros der USB-Sticke und darunter vor allem die sehr günstigen Modelle können nicht annähernd mit der in diesem Testfeld gebotenen Performance mithalten.

Unsere Wahl fiel auf den unter dem aktuellen Testkandidaten einzuordnenden Corsair Flash Voyager GT mit 64 GByte sowie den ebenfalls 64 GByte großen Sandisk Cruzer Extreme, der im letzten Jahr aufgrund seiner außerordentlichen Performance mit von uns sogar mit dem sehr seltenen Elite-Award ausgezeichnet wurde. Schließlich setzen wir auf Vergleichswerte des bislang schnellsten von uns getesteten USB-Sticks: Den Super Talent Express RC4 mit 128 GByte Speicherkapazität.

Sicher: Es wäre schöner gewesen, ausschließlich 256 GByte große Laufwerke gegeneinander antreten zu lassen, aber das wird unsere Messwertdatenbank frühestens nach den nächsten großen Updates hergeben.

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7 Kommentare
    Dein Kommentar
  • fragger
    Erstmal kein uninteressantes Produkt, aber doch etwas teuer.

    Und wie verhält sich der Stick, wenn ich ihn an 'nem älteren Rechner mit USB 2 anstecke und UAS somit nicht zur Verfügung steht?
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  • Myrkvidr
    Wenn du ir ne Erinnerungs-PN schickst, teste ich das gern am Sonntag oder Montag nach - bin gerade noch auf der IFA unterwegs. Für die Verwendung an einem USB 2.0 Steckplatz wär der Stick allerdings tatsächlich reine Geldverschwendung ;)
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  • derGhostrider
    Bei diesem Test hätte ich für die drei Kandidaten gerne jeweils noch ein Geschwindigkeit / Preis-Wert gesehen.

    Der Super-Talent würde mir von den Ergebnissen her irgenwie besser gefallen, wegen der konsistenteren Leistungsentfaltung. Der Preis ist aber dann doch etwas happig.

    Schade, dass es nicht mehr USB-Sticks gibt, die super schlank sind.
    Solch dicke Brocken kaufe ich aus Prinzip nicht mehr: Es gibt fast immer etwas, was im Weg ist.
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  • Myrkvidr
    Beim Super Talent war vor allem das Problem, dass die große Variante fast überhaupt nicht mehr erhältlich ist! Ich habe den nur reingenommen, weil es der bislang beste Stick aus der Chart-Datenbank war. Von daher hätte auch ein Geschwindigkeits-Preis-Chart nicht soooo viel Sinn gemacht. Der Corsair war jetzt der Anfang eines Updates der Charts mit neuen Modellen, deshalb mussten wir da in den sauren Apfel beißen. Aber die Kollegen sitzen schon an einem größeren Update der verfügbaren Messwerte mit vielen aktuellen Sticks.
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  • drno
    Und dann kimmt Wiehnachten noch die nije 3.1 Gechichte.
    Die will ja auch noch verkauft werden.
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  • derGhostrider
    Drno: Hey, was ist los? Ist Deine Tastatur verrutscht? ;)
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  • quixx
    Für einen Schweizer geht das.
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