ARM Cortex A17: Neuer Kern mit 32-Bit-Architektur

Zwar hat Apple mit seinem A7-Prozessor auch bei den mobilen Chips das Zeitalter der 64-Bit-Architektur eingeläutet und Samsung wird vermutlich mit seinem neuen Galaxy S5 in Kürze folgen, doch ARM ist nach wie vor von seinem 32-Bit-Befehlssatz überzeugt und stellt nun mit dem Cortex A17 einen neuen Kern auf dieser Basis vor. Dieser soll auf den Cortex A12 folgen, der eigentlich den Cortex-A9-Kern ersetzen soll, bisher jedoch noch nicht auf dem Markt ist. ARM verspricht, dass der A17 etwa 60% schneller als der Cortex A9 und 40% schneller als der A12 ist, sodass selbst der aktuellen Highend-Kern, der Cortex A15, übertroffen werden würde.

Der Cortex A17 soll in einer Strukturbreite von 28 nm gefertigt werden und mit einer Taktfrequenz von bis zu 2 GHz betrieben werden können. Nach Angaben des Entwicklers soll es möglich sein den Kern in Vierkern-Verbunden zu nutzen; außerdem wird die big.LITTLE-Achitektur mit bis zu acht Kernen unterstützt, wobei das SoC dann aus mindestens zwei weiteren Cortex-A7-Kernen (bei einem Sechskern-SoC) besteht.

Der Cortex-A17-Kern basiert zwar auf einer 32-Bit-Architektur, verfügt aber über eine LPAE, die den Adressraum des Bus auf 40 Bit erweitert, sodass maximal 1 Tbyte Arbeitsspeicher angesprochen werden kann. Mit dabei sind natürlich auch die SIMD-NEON-BEfehle. Darüber hinaus arbeitet der Kern nach dem OoO-Prinzip (Out of Order), wobei die Pipeline 11 Stufen besitzt.

Erste SoCs mit dem Kern sollen 2015 in Smartphones stecken.

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