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Thermalright IB-E X2

Vergleichstest: Starke & leise CPU Kühler im Single Tower Format
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Die mit Sicherheit spannendste Frage im Hinblick auf den Thermalright Archon IB-E X2 lautet: Kann er sich gegen die hervorragende Konkurrenz aus eigenem Hause behaupten? Der Konkurrent in Gestalt des True Spirit 140 Power verfügt in der aktuellen Evolutionsstufe ebenfalls über eine vollständig vernickelte Oberfläche und ist eins der derzeit besten auf dem Markt erhältlichen Gesamtpakete, weshalb er nicht umsonst mit unserem Kauftipp-Award bedacht wurde.

Tatsächlich kann der neue Thermalright Archon im direkten Vergleich einige Argumente in die Waagschale werfen. Zunächst einmal ist der Kühlkörper "nur" 16,5 cm hoch. Dadurch sollte der High-End-Kühler in mehr Gehäusen Platz finden als sein direkter, 17,1 cm hoher Konkurrent aus der Mittelklasse.

Zudem verfügt er über einen asymmetrischen Grundaufbau. Im Falle des Archon IB-E X2 wurden die Heatpipes allerdings von der Bodenplatte aus nicht so gebogen, dass der Kühler samt montiertem Lüfter möglichst keine Einschübe für den Arbeitsspeicher blockiert. Dies war ohnehin bislang kein Problem bei den vergleichsweise schlanken Single Tower Kühlern von Thermalright. Stattdessen schauen die insgesamt acht 6-mm-Heatpipes an einer Seite weiter heraus als auf der gegenüberliegenden und wurden an dieser Stelle aufwändiger gebogen.

Der Sinn hinter diesem Aufbau: Auf einigen Mainboards haben die Hersteller den obersten und teilweise einzigen mit voller Geschwindigkeit angebundenen PEG-Slot für die Grafikkarte sehr nah am CPU-Sockel untergebracht. Dadurch kann der Einschub von besonders breiten Kühlkörpern auf der CPU verdeckt werden. Der asymmetrische Aufbau des Archon IB-E X2 versucht genau diesem Problem entgegenzuwirken, ohne den Kühler hierzu schmaler gestalten und auf Kühlfläche verzichten zu müssen.

Insgesamt 42 sehr robuste und kratzfeste Kühlfinnen verleihen dem Kühler eine stabile Materialanmutung. Zur Mitte hin verjüngen sie sich etwas und weisen eine abgestufte Formgebung samt einer durchgehenden Öffnung in der Kühlermitte auf, um für mehr erwünschte Luftverwirbelungen am Kühlkörper zu sorgen.

Die Heatpipe-Enden wurden an ihrem Austritt an der Oberseite nicht zusätzlich verblendet, sind aber dank der Vernickelung dennoch schick anzusehen und liegen in Zweier- bzw. Dreiergruppen hintereinander.

Wie bei Thermalright üblich ist die Verarbeitung der Bodenplatte ebenso tadellos wie die Einarbeitung der Wämreleitrohre in die Auflagefläche des Kühlers.

Aufgrund der Ausstattung mit acht Heatpipes fällt die auf Hochglanz polierte Kontaktfläche zum Prozessor vergleichsweise groß aus.

Als Lüfter setzt der Hersteller auf zwei der in der High-End-Klasse üblichen, in natürlichen Erdtönen gehaltenen Thermalright TR-TY141 Modelle mit 14 bis 15 cm Rahmenbreite und den Montagepunkten normaler 12-cm-Lüfter. Diese bieten herstellertypisch sieben sehr große Rotorblätter und erfreuen durch einen angenehm nebengeräuscharmen Betrieb. Das lange Nachlaufen spricht zudem für eine ordentliche Lagerung.

Aufgrund des vergleichsweise hohen Gewichts der Lüfter bringt der Archon IB-E X2 in Vollbestückung letztlich einen beachtlichen Wert von 1,1 kg auf die Waage und bewegt sich somit in der Gewichtsklasse von Dual-Tower-Exemplaren.

Der vordere und hintere Lüfter lassen sich mit 612 bzw. 632 U/min erfreulicherweise sogar weit unterhalb des herstellerseitig spezifizierten Minimaldrehzahlwerts von 900 U/min betreiben. Die Maximaldrehzahl beider Rotoren trifft hingegen den angegeben Wert von 1300 U/min ziemlich exakt. Ein beiliegender, leider nicht gesleevter Y-Adapter ermöglicht es, beide TR-TY141 an einem einzigen Lüfteranschluss zu betreiben.

Die Lüftermontage erfolgt über das von Thermalright bekannte Klammersystem, die Entkopplung übernehmen die ebenfalls bekannten, auf dem Kühlkörper verklebbaren Gummipads. Sie erfülllen ihren Zweck zwar, stellen angesichts der abgestuften Lamellen aber nicht unbedingt die beste Wahl dar.

Montage und Kompatibilität

Der Montagesatz ist nahezu exakt derselbe wie beim True Spirit 140 Power. Wer genauere Informationen benötigt, kann an dieser Stelle also einfach auf die entsprechende Seite innerhalb dieses Vergleichstests blättern.

Einen tiefgreifenden Unterschied gibt es aber dann doch: Thermalright legt den Kühlern nun endlich schmalere Montagerahmen bei. Auf einigen Mainboards hatten die alten, etwas breiteren Rahmen für Kompatibilitätsprobleme gesorgt und mussten - wie beispielsweise für den Einsatz auf dem AMD-Mainboard unserer Teststation für die Temperaturmessungen - an einer Seite angeschliffen und passend gemacht werden.

Streng genommen soll diesse Änderung laut Hersteller bereits seit dem True Spirit 140 Power der Fall gewesen sein. Unserem damaligen Testkühler lag aber noch der alte Rahmen bei.

Auf einem Gigabyte Z87X-UD4H werden keine RAM-Bänke durch den montierten Kühler überdeckt.

Zudem ist deutlich zu erkennen, wie der Kühlkörper durch den asymmetrischen Aufbau in Richtung der Oberkante des Mainboards verlagert wurde: Somit sollten die möglichen Kompatibilitätsprobleme zu einigen Grafikkarten bei deren Positionierung im obersten Steckkarteneinschub ausgeschlossen sein.

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  • Tesetilaro , 1. Oktober 2014 13:34
    ui ein update, aber warum ein neues forentopic?
  • Myrkvidr , 1. Oktober 2014 15:55
    Das wüsste ich auch gern, zumal der Artikel in seiner alten Form heute morgen kurzzeitig online war und dann wohl wieder verschwunden ist... CMS-Magie? :-(
  • Derfnam , 1. Oktober 2014 16:04
    Ich sah den auch, da stand was von 33 oder so Kommentaren, als ich den las. Und dann nur noch einer.
    Zum Thema: stellt der Doppelwhopperfriosilentweißichwiedergenauheißt also weiterhin TTs Ausnahme von der Regel 'nur was laut ist, kühlt auch gut' dar^^? CM ne Enttäuschung und als ich das Bröckchen sah, da fielen mir die beiden Scythes (Kotetsu und Ashura) sowie der preislich sehr ähnliche True Spirit 120M ein und speziell der wäre ein guter Vergleichskühler, nur: wo isser? Wo sind se? Wo laufen sie denn?
  • Tesetilaro , 1. Oktober 2014 16:38
    nirgends, die haben ja keine Beine -.-
  • Myrkvidr , 1. Oktober 2014 17:46
    @Derfnam: Ah, danke! Dann weiss ich immerhin, dass ich heute morgen im Arbeitsdelirium keiner halbschlafenen Halluzination erlegen bin.

    Ich werde mal schauen, dass ich die Charts für das nächste Update noch etwas weiter anfette, genug Ergebnisse sind eigentlich da. Ich wollte nur nicht NOCH einen Thermalright reinnehmen - wenn die Hälfte aller Daten von einem Hersteller stammt, kommt das vielleicht ein klein wenig komisch rüber ;) 
    Den Kotetsu werde ich zudem nochmal nachmessen müssen - den habe ich damals in einem Aufwasch mit dem Mugen 4 gemessen und zumindest der Mugen 4 hat etwas zu gut abgeschnitten (das Mainboard der Teststation belohnt Änderungen der Settings scheinbar schonmal durch falsches Übernehmen der Einstellungen, wenn ich nicht jedes mal von Hand das BIOS resette).

    Und jop, der Doppelturm mit den sehr langen Namen ist Thermaltakes einziger auf leise getrimmter Kühler. Grund: Die US-Käufer sind viel weniger Lärmempfindlich und wollen lieber eine höhere Grundleistung. Deshalb bieten z.B. Cooler Master einiger Kühler mit unterschiedlichen Lüftern für EU und US an. Beim Hyper 612 V2 bin ich wirklich nochmal auf lowest-rpm-Messungen gespannt, vielleicht reisst der da noch was.
  • Tesetilaro , 2. Oktober 2014 09:24
    ich hab den kleinen hier auf ne x3 geschraubt, erheblich besser verarbeitet und leiser als ich erwartet hätte

    http://www.amazon.de/Raijintek-0P105255-CPU-K%C3%BChler-1800rpm-4-polig/dp/B00E5YTGIY/ref=pd_sim_sbs_computers_3?ie=UTF8&refRID=18Q18F08PNN8BNKQSGBM

    ist zwar nicht ganz die gleich liga, aber ich hab damals weniger als die aktuellen 27 € bezahlt - für 22 war der echt mehr als akzeptabel...

  • Myrkvidr , 2. Oktober 2014 15:37
    Jo, der Themis ist echt ganz gut verarbeitet - speziell, da die direkt aufliegenden Heatpipes schön plan mit dem Rest der Bodeneinheit abschließen, ohne dicke Spalten als potentielle Hot-Spot-Quelle. Den sowie den größeren Evo hab ich auch noch für eins der nächsten Updates da :)  Mal schauen, ob der den CM Hyper 212 deutlich besiegen kann
  • Tesetilaro , 2. Oktober 2014 16:29
    jup, astreine verarbeitung, und recht einfach zu montieren.. ich hab ihn mit lüfter unten und nach oben pustend eingebaut, hat sich im billligprojekt angeboten...

    bodenlüfter, dann kommt eine gewisse GTX 260 die auf 1k rpm beim lüfter steht, dann der thermis, und dann wieder oben ein gehäuselüfter - kamineffekt in perfektion, ich hätte nicht gedacht daß ich diese komponenten so supersilent in einem billigcase gekühlt bekomme - und kalt ist in dem fall mit ~ 45 °C unter vollast wörtlich gemeint *g* Ich meine, da ist ne X3 und ne GTX260 drin, beides keine effizienzwunder ;) 

    im Bild fehlt noch der untere lüfter...
  • Myrkvidr , 2. Oktober 2014 16:42
    Btw: Man sagt (*räusper*), es gebe dafür bei Bedarf an einem geheimen Ort auch ein separates AMD-Einbaukit, um den 90° zu drehen.
  • Tesetilaro , 2. Oktober 2014 17:04
    das war in dem fall aber so gewollt... -.-

    u.a. weil bitfenix einem die montage von frontlüfter mit gummipins nicht einfach macht, schon gar nicht in so einem biligcase... *g*
  • drno , 3. Oktober 2014 08:30
    Guter Artikel, mit viel Interesse gelesen. Aus der Praxis für die Praxis.

    http://www.pc-max.de/artikel/kuehlung/coolermaster-hyper-212

    Der frühe CM Hyper 212 und der spätere EVO sowie der Downblower Gemini
    sind bei uns seit 2008 die StandardCooler für POS (Point of Sale) Workstations,
    und die "Better Office" Kisten für den Freiberufler;
    der Gemini ist die Wahl für flache (Coolermaster Elite) Desktop Case Kassen.
    Aus meinem "Langzeittest" für den 212 ein paar Erahrungen, die sich teilweise auch auf den 612 anwenden lassen.

    Warum einen CPU-Cooler für Office?
    Der Einbau vom Boxed einerseits ist geräusch- und auch leistungstechnisch ein NoGo,
    andererseits gehen um die 30 Euro beim Kunden im Assembling eben so durch.
    Bei Geräten, die je nach Einsatzbereich bis zu 16 Stunden am Tag laufen,
    ist ein CPU-Cooler schon ob der besseren Useability = Gebrauchstauglichkeit der Kiste sinnvoll.

    Der Einbau:
    Die Verarbeitung des Coolers ist gut, die Lamellen sind ordentlich befestigt, Montagesatz
    mit Backplate komplett aus Metall gefertigt (kein Gebrösel von Billigplastik). Drehbar!
    Wichtig: Freie Ramslots!

    Der Lüfter:
    Dazu gesellt sich ein leistungsstarker, langlebiger Lüfter ohne Lagerschleifen
    oder nervigem Gebrummsel, der genügend Druck erzeugt und auch bei Vollast
    von 2000, bzw. 1600 Touren nicht auf die Nerven geht. Verwendbar, nix Tonne!
    UltraSilent ist er zwar nicht, aber gut für 20 TSD Stunden Betriebsdauer.

    Die Nutzungsdauer:
    Das sind dann 5 - 7 Jahre bis zum allfälligen Lüfter-Austausch, wobei dann für die meisten Geräte auch bei Leuten, die ihre Kisten bis zum quasi "geht nicht mehr" nutzen, ohnehin der "Rollout" angesagt ist.

    Der Kisten-Schraub-bär für die Lüfter-de-montage:

    Dieser mal eben ausgeliehene Bär verweist auf eine so hochkarätige durchdachte Ingenieursleistung, die nur durch den Assembler oder Kunden noch weiterzuführen und zuende zu bringen ist.
    Es klappert wirklich nix. Denn der Lüfter des alten 212 muss mit innenliegenden Schrauben an zwei Montagewinkel befestigt werden, die anschließend oben und unten an den Kühlerblock geschraubt kommen, so daß beim (seltenen) Lüftertausch das volle Programm mit Moboausbau und Kühler runter angesagt war...bzw. ist, weil man sonst den Pusterich nicht mehr von seiner Halterei runterkriegt. Beim Evo aber alles kein Thema mehr dank abnehmbarer seitlicher Halteklammern.

    Fazit: Gute solide Midclass ohne Ausreißer - weder nach unten noch nach oben mit insgesamt guter Gebrauchsdauer. Insgesamt stimmiges und bezahlbares Komplettpackage!
  • Myrkvidr , 19. Oktober 2014 22:11
    Jup, die 212 Evo sind extrem "sinnvolle" Kühler hinsichtlich Preis-/Leistung. Und gut zu hören, dass die Lüfter so lange durchhalten - das ist eine Info, die ich nicht zu geben in der Lage bin.

    In den USA schneiden die Evos von der Kühlleistung her meist noch etwas besser ab als in Europa - der Grund: Der schneller drehende Lüfter ;)  Wobei das EU-Paket imho die deutlich sinnvollere Variante ist.

    Die Teststation ist übrigens tot :-( Es wird erstmal nur Kühlertests auf einem Übergangssetup geben, bis wir ein richtig = komplett neues Setup haben. Ich hab für den Übergang mal schnell was aus dem Regal hinter mir zusammengeschraubt - da kann ich ich natürlich nciht ALLE Kühler drauf nachmessen (das gibts dann erst mit der finalen, neuen Teststation).