Vergleichstest: Starke & leise CPU Kühler im Single Tower Format

Thermalright True Spirit 140 Power

Lange Zeit konnte Thermalright mit dem True Spirit 140 und später dem Tue Spirit 140 BW nicht nur die Leistungskrone im Preisbereich um 35 Euro mit teils großen Abstand zur Konkurrenz behaupten, sondern trotz einer niedrigen Maximaldrehzahl des mitgelieferten Lüfters auch reihenweise deutlich kostspieligerer Kühler in die Schranken weisen. Der mitgelieferte Lüfter war auffällig frei von Nebengeräuschen, was den True Spirit insgesamt zum König seiner Klasse machte – mit einer einzigen Einschränkung: Bei einer Höhe von 17 cm passte der Kühler längst nicht in jedes Gehäuse.

Das bekannte Modell wird nun durch den True Spirit 140 Power ersetzt. Dieser bietet aber nicht nur ein Upgrade des Erscheinungsbildes in Form einer schwarz lackierten Abschlussblende und neuerings vernickelter Heatpipes: Es kommen ab sofort statt der bekannten sechs sechs Millimeter großen nun größere 8-mm-Heatpipes zum Einsatz. Somit sollte der True Spirit 140 Power in der Lage sein, die Abwärme von noch höher übertakteten CPUs abzuführen, als es beim Vorgänger der Fall war.

Bislang waren Thermalrights True Spirit CPU Kühler dafür bekannt, gänzlich auf optische Spielereien zu verzichten und dafür exzellente Kühlleistung im jeweiligen Preisbereich zu liefern. Mit dem True Spirit 140 Power kehrt man von diesem Grundsatz wie bereits angedeutet ein wenig ab.

Alle sechs Heatpipes wurden komplett vernickelt und wenngleich die Enden an ihrem Austritt an der Oberseite des Kühlers nicht gesondert verblendet wurden, so gibt es hier dennoch mittlerweile eine schwarz lackierte Blende einschließlich Herstellerschriftzug. Streng genommen ist dies sogar keine Blende, sondern eine lackierte Kühllamelle - der Effekt ist jedoch derselbe.

Die größeren und relativ weit nach oben abstehenden Wärmeleitrohre sorgen dann auch dafür, dass der neue True Spirit noch einmal einen Millimeter höher ausfällt als sein Vorgänger: Die Gesamthöhe liegt bei 17,1 cm. Die Anzahl der einzelnen Kühllamellen schrumpft überraschenderweise von vormals 50 auf nun 45, was wohl den dickeren Heatpipes und ihrer Biegung geschuldet wurde.

Das Gewicht wächst um ungefähr 100 Gramm an und mit 15,5 cm Breite handelt es sich weiterhin um einen der breitesten Single-Tower-Kühler überhaupt. Zur Mitte hin wird der Kühler durch auf beiden Seiten etwas schmaler als an den Außenseiten. Die Heatpipes wurden so arrangiert, dass die in Zweiergruppen hintereinander im Luftstrom liegen.

Da es sich hier um insgesamt sechs Exemplare im 8-mm-Format handelt, ist die Bodenplatte des True Spirit 140 Power entsprechend größer geworden.

Geblieben sind hingegen die auf Hochglanz polierte Kotaktfläche zum Prozessor und die nicht weiter bearbeitete Oberfläche der Bodeneinheit.

Leichte Austritte vom Verlötungsprozess am Übergang von den Heatpipes zur Bodenplatte sprechen für eine optimale Weiterleitung der Wärme in diesem Bereich und fallen dank der vernickelten Heatpipes nicht weiter auf.

Keine Änderung gab es glücklicherweise beim Lüfter: Mit dem Thermalright TR-TY147 kommt weiterhin das bekannt laufruhige und nebengeräuschfreie Modell zum Einsatz, das wir bereits vom Vorgänger kennen. Bei einem von uns gemessenen Drehzahlspektrum von 573 bis 1170 U/min ist klar, dass auch dieser Kühler wieder selbst bei Maximaldrehzahl zu den leisesten aktuellen Modellen überhaupt zählen sollte.

Eine beidseitige Lüfterbestückung ist mit 12 und sogar 14 cm großen Lüftern möglich, so lange sie über die Montagepunkte eines 12-cm-Modells verfügen. Hierzu liegen sowohl zwei Satz der üblichen Thermalright-Halteklammern als auch am Kühlkörper verklebbare Gummipads zur Lüfterentkopplung bei.

Montage und Kompatibilität

Bei der Montagelösung gab es nur ausgesprochen geringfügige Änderungen und bis auf unterschiedlich groß dimensionierte Bauteile ist diese im Prinzip für AMD- und Intel-Systeme gleich.

Neu ist, dass die Universal-Backplate nun zusammen mit einer Schutzfolie zur Vermeidung von Kontakt zu Bauteilen auf der Mainboardrückseite ausgeliefert wird.

Ansonsten werden weiterhin vier Schrauben mit diese beklemmenden Unterlegscheiben an den Backplate angebracht, anschließend von der Vorderseite des Mainboards Abstandshalter mit Innengewinde festgezogen und ein Halterahmen für den True Spirit angebracht.

In sehr wenigen Fällen kann es zu Kompatibilitätsproblemen bei der Verwendung dieser Montagelösung kommen: Beim Halterahmen mussten wir links unten einen Millimeter abtragen, damit er auf dem für Temperaturmessungen verwendeten Gigabyte GA-990FXA-UD7 (für die Montagebilder verwenden wir hingegen ein Z87X-UD4H) nicht mit dem Kühlkörper links unter dem CPU-Sockkel kollidiert.

Mainboards mit regulärer Anordnung der Pasivkühlerköper - und das ist in den meisten Fällen der Fall - sind davon aber nicht betroffen. Die auf der Bodenplatte aufzulegende Halteplatte, mit der der Kühler abschließend auf dem Halterahmen verschraubt wird, fällt etwas größer aus als beim Vorgänger.

Ein in 90° Schritten versetztes Anbringen des Kühlkörpers bleibt zwar Intel-Nutzern vorbehalten, aber auf AMD-Mainboards befindet sich der True Spirit 140 Power immerhin am Gehäuseluftstrom ausgerichtet automatisch in der richtigen Einbaulage.

Auch beim True Spirit 140 Power werden die RAM-Bänke beim Gigabyte Z87X-UD4H nicht blockiert und können somit beliebig hohe Module aufnehmen.

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12 Kommentare
    Dein Kommentar
  • ui ein update, aber warum ein neues forentopic?
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  • Das wüsste ich auch gern, zumal der Artikel in seiner alten Form heute morgen kurzzeitig online war und dann wohl wieder verschwunden ist... CMS-Magie? :-(
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  • Ich sah den auch, da stand was von 33 oder so Kommentaren, als ich den las. Und dann nur noch einer.
    Zum Thema: stellt der Doppelwhopperfriosilentweißichwiedergenauheißt also weiterhin TTs Ausnahme von der Regel 'nur was laut ist, kühlt auch gut' dar^^? CM ne Enttäuschung und als ich das Bröckchen sah, da fielen mir die beiden Scythes (Kotetsu und Ashura) sowie der preislich sehr ähnliche True Spirit 120M ein und speziell der wäre ein guter Vergleichskühler, nur: wo isser? Wo sind se? Wo laufen sie denn?
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  • nirgends, die haben ja keine Beine -.-
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  • @Derfnam: Ah, danke! Dann weiss ich immerhin, dass ich heute morgen im Arbeitsdelirium keiner halbschlafenen Halluzination erlegen bin.

    Ich werde mal schauen, dass ich die Charts für das nächste Update noch etwas weiter anfette, genug Ergebnisse sind eigentlich da. Ich wollte nur nicht NOCH einen Thermalright reinnehmen - wenn die Hälfte aller Daten von einem Hersteller stammt, kommt das vielleicht ein klein wenig komisch rüber ;)
    Den Kotetsu werde ich zudem nochmal nachmessen müssen - den habe ich damals in einem Aufwasch mit dem Mugen 4 gemessen und zumindest der Mugen 4 hat etwas zu gut abgeschnitten (das Mainboard der Teststation belohnt Änderungen der Settings scheinbar schonmal durch falsches Übernehmen der Einstellungen, wenn ich nicht jedes mal von Hand das BIOS resette).

    Und jop, der Doppelturm mit den sehr langen Namen ist Thermaltakes einziger auf leise getrimmter Kühler. Grund: Die US-Käufer sind viel weniger Lärmempfindlich und wollen lieber eine höhere Grundleistung. Deshalb bieten z.B. Cooler Master einiger Kühler mit unterschiedlichen Lüftern für EU und US an. Beim Hyper 612 V2 bin ich wirklich nochmal auf lowest-rpm-Messungen gespannt, vielleicht reisst der da noch was.
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  • ich hab den kleinen hier auf ne x3 geschraubt, erheblich besser verarbeitet und leiser als ich erwartet hätte

    http://www.amazon.de/Raijintek-0P105255-CPU-K%C3%BChler-1800rpm-4-polig/dp/B00E5YTGIY/ref=pd_sim_sbs_computers_3?ie=UTF8&refRID=18Q18F08PNN8BNKQSGBM

    ist zwar nicht ganz die gleich liga, aber ich hab damals weniger als die aktuellen 27 € bezahlt - für 22 war der echt mehr als akzeptabel...
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  • Jo, der Themis ist echt ganz gut verarbeitet - speziell, da die direkt aufliegenden Heatpipes schön plan mit dem Rest der Bodeneinheit abschließen, ohne dicke Spalten als potentielle Hot-Spot-Quelle. Den sowie den größeren Evo hab ich auch noch für eins der nächsten Updates da :) Mal schauen, ob der den CM Hyper 212 deutlich besiegen kann
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  • jup, astreine verarbeitung, und recht einfach zu montieren.. ich hab ihn mit lüfter unten und nach oben pustend eingebaut, hat sich im billligprojekt angeboten...

    bodenlüfter, dann kommt eine gewisse GTX 260 die auf 1k rpm beim lüfter steht, dann der thermis, und dann wieder oben ein gehäuselüfter - kamineffekt in perfektion, ich hätte nicht gedacht daß ich diese komponenten so supersilent in einem billigcase gekühlt bekomme - und kalt ist in dem fall mit ~ 45 °C unter vollast wörtlich gemeint *g* Ich meine, da ist ne X3 und ne GTX260 drin, beides keine effizienzwunder ;)

    im Bild fehlt noch der untere lüfter...
    http://www11.pic-upload.de/thumb/02.10.14/lxpz7iksmwh2.jpg
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  • Btw: Man sagt (*räusper*), es gebe dafür bei Bedarf an einem geheimen Ort auch ein separates AMD-Einbaukit, um den 90° zu drehen.
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  • das war in dem fall aber so gewollt... -.-

    u.a. weil bitfenix einem die montage von frontlüfter mit gummipins nicht einfach macht, schon gar nicht in so einem biligcase... *g*
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  • Guter Artikel, mit viel Interesse gelesen. Aus der Praxis für die Praxis.

    http://www.pc-max.de/artikel/kuehlung/coolermaster-hyper-212

    Der frühe CM Hyper 212 und der spätere EVO sowie der Downblower Gemini
    sind bei uns seit 2008 die StandardCooler für POS (Point of Sale) Workstations,
    und die "Better Office" Kisten für den Freiberufler;
    der Gemini ist die Wahl für flache (Coolermaster Elite) Desktop Case Kassen.
    Aus meinem "Langzeittest" für den 212 ein paar Erahrungen, die sich teilweise auch auf den 612 anwenden lassen.

    Warum einen CPU-Cooler für Office?
    Der Einbau vom Boxed einerseits ist geräusch- und auch leistungstechnisch ein NoGo,
    andererseits gehen um die 30 Euro beim Kunden im Assembling eben so durch.
    Bei Geräten, die je nach Einsatzbereich bis zu 16 Stunden am Tag laufen,
    ist ein CPU-Cooler schon ob der besseren Useability = Gebrauchstauglichkeit der Kiste sinnvoll.

    Der Einbau:
    Die Verarbeitung des Coolers ist gut, die Lamellen sind ordentlich befestigt, Montagesatz
    mit Backplate komplett aus Metall gefertigt (kein Gebrösel von Billigplastik). Drehbar!
    Wichtig: Freie Ramslots!

    Der Lüfter:
    Dazu gesellt sich ein leistungsstarker, langlebiger Lüfter ohne Lagerschleifen
    oder nervigem Gebrummsel, der genügend Druck erzeugt und auch bei Vollast
    von 2000, bzw. 1600 Touren nicht auf die Nerven geht. Verwendbar, nix Tonne!
    UltraSilent ist er zwar nicht, aber gut für 20 TSD Stunden Betriebsdauer.

    Die Nutzungsdauer:
    Das sind dann 5 - 7 Jahre bis zum allfälligen Lüfter-Austausch, wobei dann für die meisten Geräte auch bei Leuten, die ihre Kisten bis zum quasi "geht nicht mehr" nutzen, ohnehin der "Rollout" angesagt ist.

    Der Kisten-Schraub-bär für die Lüfter-de-montage:

    Dieser mal eben ausgeliehene Bär verweist auf eine so hochkarätige durchdachte Ingenieursleistung, die nur durch den Assembler oder Kunden noch weiterzuführen und zuende zu bringen ist.
    Es klappert wirklich nix. Denn der Lüfter des alten 212 muss mit innenliegenden Schrauben an zwei Montagewinkel befestigt werden, die anschließend oben und unten an den Kühlerblock geschraubt kommen, so daß beim (seltenen) Lüftertausch das volle Programm mit Moboausbau und Kühler runter angesagt war...bzw. ist, weil man sonst den Pusterich nicht mehr von seiner Halterei runterkriegt. Beim Evo aber alles kein Thema mehr dank abnehmbarer seitlicher Halteklammern.

    Fazit: Gute solide Midclass ohne Ausreißer - weder nach unten noch nach oben mit insgesamt guter Gebrauchsdauer. Insgesamt stimmiges und bezahlbares Komplettpackage!
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  • Jup, die 212 Evo sind extrem "sinnvolle" Kühler hinsichtlich Preis-/Leistung. Und gut zu hören, dass die Lüfter so lange durchhalten - das ist eine Info, die ich nicht zu geben in der Lage bin.

    In den USA schneiden die Evos von der Kühlleistung her meist noch etwas besser ab als in Europa - der Grund: Der schneller drehende Lüfter ;) Wobei das EU-Paket imho die deutlich sinnvollere Variante ist.

    Die Teststation ist übrigens tot :-( Es wird erstmal nur Kühlertests auf einem Übergangssetup geben, bis wir ein richtig = komplett neues Setup haben. Ich hab für den Übergang mal schnell was aus dem Regal hinter mir zusammengeschraubt - da kann ich ich natürlich nciht ALLE Kühler drauf nachmessen (das gibts dann erst mit der finalen, neuen Teststation).
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