CPU-Roundup: 46 Prozessoren, CPUs und APUs von Intel und AMD im Test

Intel oder AMD? Wer die Nase vorne hat, enthüllen unsere CPU-Charts. Insgesamt 46 aktuelle Prozessoren sind zum Kräftemessen angetreten.

Wir haben unsere CPU-Charts ein letztes mal nach dem alten Schema aktualisiert: 46 aktuelle CPUs mussten im Testlabor ihre Qualitäten unter Beweis stellen. Das Performance-Spektrum ist dabei sehr breit gefächert, denn vom Doppelkern-Prozessor bis zum Achtkern-Boliden ist alles vertreten, was Rang und Namen hat. AMD schickt 19 CPUs ins Rennen, von Intel kommen 27 Prozessoren.

Zur besseren Übersichtlichkeit sind die AMD- und Intel-CPUs nach ihren Mikroarchitekturen sortiert, deren Eigenschaften wir auf der folgenden eigenen Seite kurz vorstellen. Diese Unterteilung gilt natürlich nicht für die Benchmarks – hier machen die Testkandidaten entsprechend ihrer Leistung die Reihenfolge unter sich aus. Los geht es mit der Startaufstellung:

46 Prozessoren: 19x AMD, 27x Intel

AMD Bulldozer


AMD Fusion


AMD K10


Intel Nehalem


Intel Sandy Bridge


Intel Ivy Bridge


Intel Haswell


Testplattform

Im Anschluss noch die technischen Daten der Testplattformen, auf denen die oben genanten Prozessoren gebencht wurden.

Testsystem: Hardware
Motherboard So. AM3+Asus M5A99X EVO (Chipset: AMD 990X; BIOS: 1708, 2013-05-10)
Motherboard So. FM1MSI A75MA-G55 (Chipset: AMD Hudson D3; BIOS: 2.0, 2013-02-01)
Motherboard So. FM2+MSI A88XM Gaming (Chipset: AMD A88X, BIOS: 1.4, 2014-12-15)
Motherboard So. 1155Gigabyte Z77X-UD3H Wifi (Chipset: Intel Z77; BIOS: 1504)
Motherboard So. 1150Asus Z97-Pro WiFi-AC (Chipset: Intel Z97; BIOS: 2205 (2015-02-17)
Motherboard So. 1366MSI Big Bang (Chipset: Intel X58; BIOS: 1.2, 2010-06-18)
Motherboard So.. 2011Gigabyte X79-UP4 (Chipset: Intel X79; BIOS: F7)
Motherboard So. 2011-v3Gigabyte X99-Gaming G1 WiFi (Chipset: Intel X99 DDR4; BIOS: F9, 2015-01-29)
RAM DDR3 (dual)2x 8 GByte DDR3-2133 CL10-12-12-31 (G.Skill RipjawsX F3-2133C310D-16GXM)
RAM DDR3 (triple)3x 8 GByte DDR3-2133 CL10-12-12-31 (G.Skill RipjawsX F3-2133C310D-16GXM)
RAM DDR4 (quad)4x 4 GByte G.Skill CL15-15-15-35 (G.Skill Ripjaws4 F4-2133C15Q-16GRK)
GrafikkartenAsus Geforce GTX 750 TI (GPU: GM107, 1150  MHz; Graphics RAM: 2048 MByte GDDR5, 1350 MHz; CUDA Cores: 640 )
SystemlaufwerkSamsung 840 Pro; 256 GByte, SATA 6 GByte/s
NetzteilSeasonic X-760 (SS-760KM Aktive PFC F3)
Testsystem: Betriebssystem & Treiber
BetriebssystemWindows 8.1 Pro
AMD Radeon DriverATI Catalyst Omega 14.12
AMD Chipset DriverATI Catalyst Omega 14.12
Intel Chipset DriversChipset Installation Utility Ver. 10.0.24

CPU-Generationen im Überblick

AMD Bulldozer

Die erstmals im Oktober 2011 erschienen CPUs mit der Bulldozer-Milroarchitektur sind gleichermaßen für den Desktop- und den Server-Bereich ausgerichtet und werden in einer Strukturbreite von 32 nm gefertigt. Die Bulldozer-Prozessoren nehmen im Sockel AM3+ Platz, verfügen über bis zu acht Megabyte L3-Cache und fahren maximale Taktraten von 4,3 GHz. AMD bietet die Bulldozer-CPUs mit vier (FX-4xxx), sechs (FX-6xxx) und acht Kernen an (FX-8xxx). Auf die erste Prozessorgeneration folgten mit Piledriver, Steamroller und Excavator bis heute drei weitere Generationen.

Der Bulldozer unterscheidet sich hinsichtlich des Multi-Core-Designs von anderen Prozessoren. Statt möglichst viele Kerne in eine CPU zu packen und so eine möglichst hohe Leistung zu erreichen, will AMD das gleiche Ziel über zusätzliche Ausführungseinheiten für häufig genutzte Operationen erreichen und damit eine optimale Auslastung der bestehenden Ressourcen erzielen. Verglichen mit aktuellen Konkurrenz-CPUs kann AMD FX bei annähernd gleichen Voraussetzungen wie Taktfrequenz, Leistungsaufnahme und Größe des Siliziumplättchens in der Summe mehr Threads parallel verarbeiten.

Weitere Informationen:

Bulldozer-CPUs im Test

Bulldozer Code-
Name
Rev. Prozess Sockel Kerne Basis-
takt
L2-
Cache
L3-
Cache
Integr.
Grafik:
Speicher-
Controller
TDP
FX-4130ZambeziB232 nmAM3+43,8 GHz2 x 2048 KB4 MB-integriert, bis DDR3-1866125 W
FX-6100ZambeziB232 nmAM3+63,3 GHz2 x 2048 KB8 MB-integriert, bis DDR3-186695 W
FX-8150ZambeziB232 nmAM3+83,6 GHz4 x 2048 KB8 MB-integriert, bis DDR3-1866125 W
FX-8350VisheraC032 nmAM3+84,0 GHz4 x 2048 KB8 MB-integriert, bis DDR3-1866125 W

AMD Fusion

Mit Fusion bezeichnet AMD eine Serie von Mehrkernprozessoren, die sich durch gute Performance bei gleichzeitig niedriger Leistungsaufnahme auszeichnen sollen. Zum anderen verschmilzt Fusion wie Intel Sandy Bridge und Ivy Bridge eine CPU und eine GPU miteinander und soll damit den Einbau einer separaten Grafikkarte überflüssig machen. AMD spricht daher nicht mehr von CPUs, sondern von APUs, den "Accelerated Processing Units".

Die ersten auf Fusion basierenden Modelle mit dem Codenamen Llano kamen 2011 auf den Markt und waren für Netbooks sowie mobile Geräte konzipiert. Im gleichen Jahr erweiterte AMD das Fusion-Sortiment um Modelle der Serien A und E, die sowohl auf CPU- als auch auf GPU-Seite genügend Leistung liefern sollen, um Desktop-Rechner (A) und Notebooks (E) anzutreiben.

Die erste A-Generation firmierte unter dem Codenamen Llano, wurde in 32 mn Strukturbreite  gefertigt und nutzte zwischen zwei und vier CPU-Kerne. Die seit Mai 2012 erhältliche zweite Generation der Fusion-APUs hört auf den Namen Trinity und setzt auf die Prozessortechnik der Piledriver-CPUs. Ihr folgten die Richland-APUs als dritte Generation. 2014 kam schließlich mit Kaveri die vierte Generation auf den Markt, die auf der Steamroller-Architektur und damit auf einer stark überarbeiteten Bulldozer-Architektur basiert.

Weitere Informationen:

AMD-APUs im Test

Fusion Code-
Name
Rev. Prozess Sockel Kerne Basis-
takt
L2-
Cache
L3-
Cache
Integr.
Grafik:
Speicher-
Controller
TDP
A6-3650LlanoB032 nmFM142,6 GHz4 x 1024 KB-HD 6530D / 444 MHzintegriert, bis DDR3-1866100 W
A6-3670KLlanoB032 nmFM142,7 GHz4 x 1024 KB-HD 6530D / 444 MHzintegriert, bis DDR3-1866100 W
A8-3870KLlanoB032 nmFM143,0 GHz4 x 1024 KB-HD 6530D / 600MHzintegriert, bis DDR3-1866100 W
A10-5800KTrinityA132 nmFM243,8 GHz2 x 2048 KB-HD 7660D / 800 MHzintegriert, bis DDR3-1866100 W
A10-7700KKaveriA128 nmFM2+43,4 GHz2 x 2048 KB-Radeon R7 / 720 MHzintegriert, bis DDR3-213395 W
A10-7800KaveriA128 nmFM2+43,5 GHz2 x 2048 KB-Radeon R7 / 720 MHzintegriert, bis DDR3-213365 W
A10-7850KKaveriA128 nmFM2+43,7 GHz2 x 2048 KB-Radeon R7 / 720 MHzintegriert, bis DDR3-213395 W

AMD K10

Hinter dem kurzen Mikroarchitekturnamen K10 versammelt AMD eine umso größere Auswahl an Mehrkern-CPUs, aus denen unter anderem die Prozessorfamilien Athlon II und Phenom II stammen. Der bereits seit 2009 erhältliche Athlon II für den Sockel AM3 ist auf den Einsatz in Desktop-Rechnern zugeschnitten, setzt je nach Modell zwischen zwei und vier Rechenkerne ein und läuft mit Taktfrequenzen von bis zu 3,4 GHz. Dabei laufen die Doppelkern-CPUs unter der Bezeichnung Athlon II X2, während die  Dreikern- und Vierkern-CPUs entsprechend Athlon II X3 und Athlon II X4 heißen. Im Gegensatz zur Phenom II-Prozessorfamilie besitzen die Athon II-CPUs keinen L3-Cache.

Die Phenom II-Prozessoren richten sich an das gleiche Publikum wie ihre Athlon II-Kollegen und werden ebenfalls in einem 45-nm-Herstellungsverfahren produziert. Von wenigen Ausnahmen abgesehen verfügen die Phenom II-CPUs allerdings über jeweils sechs Megabyte L3-Cache. Auch die maximalen Taktraten sind mit 3,7 GHz etwas höher als bei den Athlon-II-Kollegen. Die Namensgebung orientiert sich wie beim Athlon II an den vorhandenen Rechenkernen, beginnend mit dem Dual-Core-Prozessor Phenom II X2 bis hin zur 2010 vorgestellten Sechskern-CPU Phenom II X6. Phenom II-CPUs im 45-nm-Design (Thuban bei Phenom II X6, Zosma bei Phenom II X4) sind außerdem mit dem so genannten Turbo Core ausgestattet - einer automatischen Übertaktungsfunktion, mit der sich die Taktfrequenz bei der Hälfte der vorhandenen Rechenkerne erhöhen lässt.

Weitere Informationen:

AMD Athlon II-CPUs im Test

Athlon
II
Code-
Name
Rev. Prozess Sockel Kerne Basis-
takt
L2-
Cache
L3-
Cache
Integr.
Grafik:
Speicher-
Controller
TDP
Athlon II X2 260RegorC345 nmAM323,2 GHz2 x 64 KB--integriert, bis DDR3-106665 W
Athlon II X3 435RanaC245 nmAM332,9 GHz3 x 512 KB--integriert, bis DDR3-133395 W
Athlon II X4 640PropusC345 nmAM343,0 GHz4 x 512 KB--integriert, bis DDR3-133395 W

AMD Phenom II-CPUs im Test

Phenom
II
Code-
Name
Rev. Prozess Sockel Kerne Basis-
takt
L2-
Cache
L3-
Cache
Integr.
Grafik:
Speicher-
Controller
TDP
Phenom II X2 555 Black EditionCallistoC345 nmAM323,2 GHz2 x 512 KB6 MB-integriert, bis DDR3-133380 W
Phenom II X3 720 Black EditionHekaC245 nmAM332,8 GHz3 x 512 KB6 MB-integriert, bis DDR3-133395 W
Phenom II X4 980 Black EditionDenebC345 nmAM343,7 GHz4 x 512 KB6 MB-integriert, bis DDR3-1333125 W
Phenom II X6 1055TThubanE045 nmAM362,8 GHz6 x 512 KB6 MB-integriert, bis DDR3-133395 W
Phenom II X6 1100TThubanE045 nmAM363,3 GHz6 x 512 KB6 MB-integriert, bis DDR3-1333125 W

Intel Nehalem

Die Intel-Desktop-Prozessoren mit Nehalem-Mikroarchitektur basieren teilweise auf einer verbesserten Core-Mikroarchitektur und geben sich sehr flexibel. Die CPUs sind sowohl als Core i3-, Core i5- und Core i7-Version erhältlich und arbeiten je nach Modell mit zwei, vier oder acht Kernen. Die Anfänge im Jahr 2008 waren recht überschaubar, denn unter dem Codenamen Bloomfield gab es Nehalem erstmal nur als Quad-Core-CPU für den Core i7 (Sockel 1366). Ende 2009 folgte die Mainstream-Version Lynnfield - ebenfalls erhältlich als Quad-Core-Prozessor, dieses Mal aber sowohl für den Core i5 als auch den Core i7 verfügbar und mit dem neuen Sockel 1156 ausgestattet.

Nach Bloomfield und Lynnfield kam Anfang 2010 mit Westmere ein weiteres Mitglied zur Nehalem-Mikroarchitektur hinzu, das auf 32 statt vormals 45 nm Strukturgröße setzte. Mit Clarkdale (Dual-Core-CPU) und Gulftown (Sechskernprozessor) gibt es wiederum zwei Versionen von Westmere. Mit Sandy Bridge trat 2011 der Nachfolger von Nehalem auf den Plan.

Weitere Informationen:

Intel Nehalem-CPUs im Test

Nehalem Code-
Name
Rev. Prozess Sockel Kerne Basis-
takt
L2-
Cache
L3-
Cache
Integr.
Grafik:
Speicher-
Controller
TDP
Core i7-920BloomfieldC145 nm136642,67 Ghz4 x 256 KB8 MB-integriert, bis DDR3-1066130 W
Core i7-930BloomfieldD045 nm136642,8 GHz4 x 256 KB8 MB-integriert, bis DDR3-1066130 W
Core i7-960BloomfieldD045 nm136643,2 GHz4 x 256 KB8 MB-integriert, bis DDR3-1066130 W
Core i7-965 Extreme EditionBloomfieldC045 nm136643,2 GHz4 x 256 KB8 MB-integriert, bis DDR3-1066130 W
Core i7-975 Extreme EditionBloomfieldD045 nm136643,33 GHz4 x 256 KB8 MB-integriert, bis DDR3-1066130 W
Core i7-980XGulftownB132 nm136663,33 GHz6 x 256 KB12 MB-integriert, bis DDR3-1066130 W

Intel Sandy Bridge

Intel-CPUs mit Sandy Bridge-Architektur haben von der Vorgänger-Architektur Nehalem zwar viele Funktionen übernommen, sind aufgrund zahlreicher Neuerungen wie dem überarbeiteten Grafikkern und dem Ring-Bus in der Summe aber deutlich schneller unterwegs. Vormals getrennte Komponenten wie die Grafikeinheit, der Speicher-Controller sowie der PCI-Express-Controller befinden sich zusammen mit der CPU nun in einem einzigen 32-nm-Chip. Intel führt die Sandy Bridge-Modelle ebenso wie die Nehalem- und Ivy Bridge-Prozessoren unter der Bezeichnung Core i3/i5/i7. Die Prozessoren sind für den Sockel 1155 ausgelegt und bringen es auf einen Basistakt von bis zu 3,6 GHz. Im Turbo-Modus sind maximal 3,9 GHz möglich.

Sandy-Bridge-CPUs stehen als Dual-Core (immer mit Hyper-Threading), als Quad-Core (mit und ohne Hyper-Threading) sowie als 6-Kern-Modell zur Verfügung, das ebenfalls Hyper-Threading unterstützt und durch die Kombination aus sechs Kernen und sechs weiteren virtuellen Kernen bis zu 12 Threads gleichzeitig bearbeiten kann. Mit 130 Watt Verlustleistung (TDP) gehen die Sechskern-Prozessoren allerdings nicht gerade sparsam mit der verfügbaren Energie um. Eine Nummer kleiner dürfte für die meisten Anwender jedoch ausreichend sein, denn bereits die Leistung der Quad-Core-Modelle genügt, um starke AMD-Konkurrenten wie die Sechskern-Prozessoren der Phenom II-Serie gehörig ins Schwitzen zu bringen. Das gilt erst recht für Sandy Bridge-E: Diese Prozessoren und Ableger der Sandy-Bridge-Reihe sind weniger für Desktop-Rechner als vielmehr für den Servereinsatz gedacht. Eine integrierte Grafik spielt deshalb keine Rolle.

Weitere Informationen:

Intel Sandy Bridge-CPUs im Test

Sandy
Bridge
Code-
Name
Rev. Prozess Sockel Kerne Basis-
takt
L2-
Cache
L3-
Cache
Integr.
Grafik:
Speicher-
Controller
TDP
Core i5-2400SSandy BridgeD232 nm115542,5 GHz4 x 256 KB6 MBHD Graphics 2000 / 850-1100 MHzintegriert, bis DDR3-133365 W
Core i7-2600KSandy BridgeD232 nm115543,4 GHz4 x 256 KB6 MBHD Graphics 3000 / 850-1350 MHzintegriert, bis DDR3-133395 W
Core i7-2700KSandy BridgeD232 nm115543,5 GHz4 x 256 KB6 MBHD Graphics 3000 / 850-1350 MHzintegriert, bis DDR3-133395 W
Core i7-3960XSandy Bridge-EC132 nm201163,3 GHz6 x 256 KB12 MB-integriert, bis DDR3-1600130 W

Intel Ivy Bridge

Mit Ivy Bridge bleibt der Chip-Hersteller seinem CPU-Fahrplan treu, der vorsieht, dass eine bestehende Prozessorarchitektur immer von einem neuen Fertigungsprozess abgelöst wird und auf einen Fertigungsprozess eine neue Prozessorarchitektur folgt. Bei Ivy Bridge kommt fast die gesamte Architektur von Sandy Bridge zum Einsatz, wird allerdings nicht im 32-nm-, sondern im 22-mn-Herstellungsverfahren gefertigt. Von Sandy Bridge und Nehalem hat Intel auch die Namensgebung der Ivy Bridge-Prozessoren sowie den Sockel 1155 übernommen.

Die Änderungen gegenüber Sandy Bridge beschränken sich bei Ivy Bridge im Prinzip auf die Chipebene und umfassen zum Beispiel eine verbesserte Grafikeinheit und einen Speicher-Controller, der nun auch Module bis DDR3-1600 unterstützt. Zu den neuen Features und Verbesserungen gehören außerdem ein Tri-Gate-Transistor für Stromspar-Betrieb, ein höherer maximaler Multiplikator (63x statt 57x) sowie die Unterstützung von PCI Express 3.0, DirectX 11, OpenGL 3.1 und OpenCL 1.1. Ebenso wie Sandy Bridge-E steht auch bei der Ivy-Bridge-Prozessorarchitekur eine auf Server gemünzte Version zur Auswahl: Ivy Bridge-E setzt unter anderem auf die volle Unterstützung von PCI Express 3 sowie einen überarbeiteten CPU-Kern (Datenraten bis 1866 MT/s statt 1600 MT/s), der gegenüber Ivy Bridge die Leistung noch etwas weiter in die Höhe schrauben soll.

Weitere Informationen:

Intel Ivy Bridge-CPUs im Test

Ivy
Bridge
Code-
Name
Rev. Prozess Sockel Kerne Basis-
takt
L2-
Cache
L3-
Cache
Integr.
Grafik:
Speicher-
Controller
TDP
Core i3-3220Ivy BridgeL122 nm115523,3 GHz2 x 256 KB3 MBHD Graphics 2500 / 650-1050 MHzintegriert, bis DDR3-160055 W
Core i5-3330Ivy BridgeE122 nm115543,0 GHz4 x 256 KB6 MBHD Graphics 2500 / 650-1050 MHzintegriert, bis DDR3-160077 W
Core i5-3470Ivy BridgeE122 nm115543,2 GHz4 x 256 KB6 MBHD Graphics 2500 / 650-1100 MHzintegriert, bis DDR3-160077 W
Core i5-3550Ivy BridgeE122 nm115543,3 GHz4 x 256 KB6 MBHD Graphics 2500 / 650-1100 MHzintegriert, bis DDR3-160077 W
Core i7-3770KIvy BridgeE122 nm115543,5 GHz4 x 256 KB8 MBHD Graphics 4000 / 650-1100 MHzintegriert, bis DDR3-160077 W
Core i7-4820KIvy Bridge-ES122 nm201143,7 GHz4 x 256 KB10 MB-integriert, bis DDR3-1866130 W

Intel Haswell

Seit Juni 2013 steht mit Intel Haswell der Nachfolger der CPU-Mikroarchitektur Ivy-Bridge am Start. So wie Ivy Bridge setzt auch Haswell auf ein 22-nm-Produktionsverfahren, kommt durch Prozessoroptimierungen allerdings auf eine höhere Gesamtleistung. Die Haswell-CPUs gibt es zum einen als Mainstream-CPUs, die je nach Ausstattung unter der Bezeichnung Celeron, Pentium, Core i3 oder Core i5 laufen und zwischen zwei und vier Rechenkerne nutzen. Mit den Core-i7-CPUs bedient Intel zum anderen das Performance- und High-End-Segment, wobei hier bis zu acht Rechenkerne im Prozessor sitzen.

Je nach Einsatzgebiet bekommt Haswell einen speziellen Namenszusatz. Die auf dem Sockel LGA 1150 und LGA 2011-v3 basierenden Desktop-Modelle laufen unter dem Codenamen Haswell-DT. Mit Haswell-E bezeichnet Intel CPUs für den Server- und Workstation-Bereich, so zum Beispiel den Core i7-5960X, den Performance-Überflieger im Vergleichstest. Die mit PGA-Sockel angebotenen mobilen Haswell-CPUs firmieren als Haswell-MB. Dazu gesellen sich noch Haswell-H (für All-In-One-PCs oder Mini-ITX-Mainboards), Haswell-ULT (für die Intel-Ultrabook-Plattform) und Haswell-ULX (für Tablets und Ultrabooks).

Weitere Informationen:

Intel Haswell-CPUs im Test

Haswell
Code-
Name
Rev. Prozess Sockel Kerne Basis-
takt
L2-
Cache
L3-
Cache
Integr.
Grafik:
Speicher-
Controller
TDP
Core i3-4330Haswell-DTC022 nm115023,5 GHz2 x 256 KB4 MBHD Graphics 4600 / 350-1150 MHzintegriert, bis DDR3-160054 W
Core i5-4430Haswell-DTC022 nm115043,0 GHz4 x 256 KB6 MBHD Graphics 4600 / 350-1100 MHzintegriert, bis DDR3-160084 W
Core i5-4670KHaswell-DTC022 nm115043,4 GHz4 x 256 KB6 MBHD Graphics 4600 / 350-1200 MHzintegriert, bis DDR3-160084 W
Core i5-4690Haswell-DTC022 nm115043,5 GHz4 x 256 KB6 MBHD Graphics 4600 / 350-1200 MHzintegriert, bis DDR3-160084 W
Core i7-4770KHaswell-DTC022 nm115043,5 GHz4 x 256 KB8 MBHD Graphics 4600 / 350-1250 MHzintegriert, bis DDR3-160084 W
Core i7-4770SHaswell-DTC022 nm115043,1 GHz4 x 256 KB8 MBHD Graphics 4600 / 350-1200 MHzintegriert, bis DDR3-160065 W
Core i7-4770THaswell-DTC022 nm115042,5 GHz4 x 256 KB8 MBHD Graphics 4600 / 350-1200 MHzintegriert, bis DDR3-160045 W
Core i7-4790Haswell-DTC022 nm115043,6 GHz4 x 256 KB8 MBHD Graphics 4600 / 350-1200 MHzintegriert, bis DDR3-160084 W
Core i7-4790KHaswell-DTC022 nm115044,0 GHz4 x 256 KB8 MBHD Graphics 4600 / 350-1250 MHzintegriert, bis DDR3-160088 W
Core i7-5960XHaswell-ER222 nm2011-383,0 GHz8 x 256 KB20 MB-integriert, bis DDR4-2133140 W
Xeon E3-1225 v3HaswellC022 nm115043,2 GHz4 x 256 KB8 MBHD Graphics P4600 / 350-1200 MHzintegriert, bis DDR3-160084 W
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39 Kommentare
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    Dein Kommentar
  • Derfnam
    Xeon - schön. Falscher Xeon - blöd. Es hätte der 1230 oder 1231 v3 sein müssen. Und ohne Spiele ist der ganze Test nur Makulatur.
    0
  • kingphiltheill
    Interessanter Test!

    Was mir fehlt ist eine gesonderte Effizienzbetrachtung. Welche CPU hat die höchste erzielte Rechenlesitung pro Wattstunde? Wer Server betreibt, für den ist die Stromrechnung am Ende nämlich durchaus ein Thema!
    0
  • Rattenmann
    Hmm. Interessante Benchmarks.
    AMD hinkt weiter zurück als ich erwartet hatte. Teils doch echt deutlich.
    Die X-Line von Intel ist nicht garantiert überall besser, das wird hier auch gut gezeigt.

    Effizienz und paar Spiele Benchmarks wären aber definitiv auch sinnvoll untergebracht hier. Server und Gaming PCs sind sicher ein größerer Anteil an PC builds als reine Workstations.
    0
  • fragger
    Mein mittlerweile 4 Jahre alter 2600k schlägt sich noch recht tapfer... so wie es aussieht ist auch für die nächsten 4 Jahre kein update nötig...
    0
  • gst
    @Derfnam: Dieser Artikel ist quasi der Schlussstrich unter unsere alten CPU-Tests. Igor ist schon fleißig dabei, eine neue Datenbasis zu schaffen und bencht grad wie ein Wilder. In naher Zukunft werden wir dann aus gegebenem Anlass einen Neustart machen, der auf der neuen Teststruktur aufbaut - und da sind selbstredend Spiele/Gaming-Benches vertreten. ;)
    0
  • klein
    Ich bin immernoch sehr zufrieden mit meinen zwei Jahre jungen Intel Core i3-3220 und dazu das ASUS P8H77-V LE + Corsair Vengeance LP 2x 4 GB DDR3 Ram ,
    heutzutage braucht man auch nach zwei Jahren nichts neues der Prozessor ist sehr leistungsfähig und sparsam.
    0
  • Freelancera1
    Mit ner Wasserkühlung bekommt man den I7 2600k auch noch mit 4,8Ghz stabil. Selbst tagelange Renderings laufen stabil. Da wird er noch ne Weile weiter werkeln dürfen.
    0
  • Derfnam
    Ist schon klar, gst, steht ja auch im Artikel, dass sich was ändert. Wichtiger ist mir der richtige Xeon.
    0
  • alterSack66
    Meine Sandy ist aus den Top 10 gefallen. Macht aber nix. Ist mir immer noch schnell genug :)
    0
  • rroman
    Und nun machen wir ein Plot - auf der -Achse den preis, auf der y-Achse die Leistung. Das ist auch die einzig interessante Darstellungsart.
    Kriegt man die Leistungsdaten zumindest noch als .odt irgendwo?
    Sonst wäre nett wenn THG es machen würde.
    0
  • asteriks_1
    Zitat:"Wer sich ein relativ schnelles Spiele-System zum kleinen Preis zusammenstellen will, kann die AMD Fusion-CPUs in die engere Wahl nehmen, die mit einer integrierten Grafikengine ausgestattet sind. So kostet die Fusion-CPU AMD A10-7850K Black Edition zum Testzeitpunkt nur etwa 140 Euro."
    Hmm.. das halte ich für eine gewagte Aussage, vor allem mit dem Hintergrund, dass hier überhaupt keine Spiele getestet wurden. Ein aktueller i3 kostet im Preisvergleich derzeit 110€ und ist bei fast allen aktuellen Spielen deutlich schneller. Wenn mal wirklich auf 4 Kerne gescheit skaliert wird, mindestens genauso gut. Der günstigste i5 kostet derzeit gerade 160€. Für den gilt die letzte Einschränkung, dann schon nicht mehr. 20€ Mehrkosten der CPU, bei einem Gesamtpreis des Spielesystems von mind. 500€ fallen da eher nicht ins Gewicht.
    0
  • Redz0r
    Es wurden ja schon viele synthetische Benchmarks getestet, die sind meiner Meinung nach nur bedingt repräsentativ.
    Mich würde eine Index interessieren wo Preis/Leistung angegeben wird, und Spieleperformance..
    0
  • Tesetilaro
    Anonymous sagte:
    Zitat:"Wer sich ein relativ schnelles Spiele-System zum kleinen Preis zusammenstellen will, kann die AMD Fusion-CPUs in die engere Wahl nehmen, die mit einer integrierten Grafikengine ausgestattet sind. So kostet die Fusion-CPU AMD A10-7850K Black Edition zum Testzeitpunkt nur etwa 140 Euro."
    Hmm.. das halte ich für eine gewagte Aussage, vor allem mit dem Hintergrund, dass hier überhaupt keine Spiele getestet wurden. Ein aktueller i3 kostet im Preisvergleich derzeit 110€ und ist bei fast allen aktuellen Spielen deutlich schneller. Wenn mal wirklich auf 4 Kerne gescheit skaliert wird, mindestens genauso gut. Der günstigste i5 kostet derzeit gerade 160€. Für den gilt die letzte Einschränkung, dann schon nicht mehr. 20€ Mehrkosten der CPU, bei einem Gesamtpreis des Spielesystems von mind. 500€ fallen da eher nicht ins Gewicht.


    ja du schnellmerker - um mit i3 oder i5 zu spielen brauchst Du aber ne Graphikkarte für ca. 100 € - mit einer A10 brauchst Du das nicht... merkst was? ;)
    0
  • asteriks_1
    @Tesetilaro: Da haste natürlich recht! Sorry man sollte lesen UND verstehen. ..gelobe Besserung :-)
    0
  • fffcmad
    Wer bei den Diagrammen nach AMD sucht muss ja sein Mausrad vergewaltigen! Der Laden gehoert uebernommen und saniert!
    0
  • rroman
    Anonymous sagte:
    Wer bei den Diagrammen nach AMD sucht muss ja sein Mausrad vergewaltigen! Der Laden gehoert uebernommen und saniert!


    SO schlecht sind die nicht bestellt. Ja - die schnellsten Dutzen kommt von Intel, aber der Unterschied zwischen der schnellsten AMD und den Intels drüber ist nicht zu groß und das Geld, das dafür verlangt wird, nicht wert. Ich zahle nicht für +20% Leistung das 3 bis 5-fache.
    Der im Test schnellste AMD ist FX-8350 (Zeit 28:01) der kostet bei Amazon gerade 170€. Der nächst schnellere Intel den ich noch preislich schnell fand - Intel 4670K kostet bei Amazon 250€ und ist ca. 2,3% schneller.

    Für normal-Nutzer und Spieler ohne DualGPUs reichen AMDs völlig aus.
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  • Derfnam
    Erzähl keine Romane und lern mal das Rechnen. Lesen wär auch schön, aber ich will niemanden überfordern.
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  • SnapJean
    Vielleicht ist das nur meine Meinung aber:
    Es sind 3 alte AMD FX Prozessoren und dann nicht mal die AMD FX 9xxx Prozzis die zwar nur durch mehr Takt punkten können aber trotzdem schneller sind als die 8xxx Prozzis

    Bei intel wird er i5-4690K ausgelassen der auf einer verbessernden Version von "Haswell" basiert. Und warum nimmt man kein Xeon-1230 v3 bzw. 1231? Und ich finde das auch von Intel viele Modelle vom Sockel 2011 und 2011-3 fehlen... Oder auch das Modelle wie der i5-2500K ausgelassen wird, versteh ich nicht (denn ein i5-2400S ist drin)
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  • alterSack66
    Find ich auch. Vor allem i5-2500K dürften noch massenhaft in PCs stecken.
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  • Derfnam
    Letzter Test nach altem Schema halt...
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