Cyanogen Inc: Mit Modulen ROMs anderer bereichern

Android basiert auf einem Linux-Kernel. Dementsprechend können große Teile des Source Codes frei verwendet werden, was eine Reihe von Communities nutzt, um auf dieser Basis eigene Android-Versionen für Smartphones zu veröffentlichen. Die größte dieser Entwicklergemeinschaften ist die Cyanogen-Gemeinschaft, die seit Jahren die populären CyanogenMods bereitstellt. Die Begründer der Gemeinschaft wollten diesen Ansatz in bare Münze umwandeln und gründeten mit Cyanogen Inc. ein Unternehmen, das Googles Standard-Android im Auftrag von Smartphone-Herstellern nach deren Wünschen für Smartphones anpasst, etwa indem übliche Google-Dienst durch Alternativen ausgetauscht werden.

Allerdings schien das Herstellerinteresse an den Diensten der Cyanogen-Firma zuletzt nicht mehr sonderlich groß gewesen sein, denn es machten Berichte über eine wirtschaftliche Schieflage bis hin zu Entlassungen die Runde. In den letzten Wochen kam es zur strukturellen Neuaufstellung. In diesem Rahmen wurde bereits verkündet, dass sich die Softwareschmiede stärker auf Apps konzentrieren möchte und Entwicklung des künftigen CyanogenMods - CM14 - wieder vollständig in den Händen der Community liegt.

Nun werden die Ankündigungen in einem Blog-Post konkretisiert. Demnach will Cyanogen Inc. künftig Teile des Mods bzw. der hierfür entwickelten Funktionen in einzelne Module gruppieren, die Smartphone-Hersteller entsprechend flexibel in ein Standard-Android genauso wie eine vom Hersteller bereits angepasste Android-Version integrieren können. Auf diesem Weg hoffen die Entwickler darauf, dass populäre Anwendungen und Dienste des Mods stärkere Beachtung bei Herstellern finden, die nun nicht mehr das gesamte Cyanogen-Android auf ihren Geräten installieren müssen.

Zu diesen Diensten könnten künftig sogar persönliche Assistenten gehören, die eine Alternative zu Googles Assistant oder Microsofts Cortana darstellen könnten. Denn die Cyanogen Inc. verspricht ihr Angebot im Bereich Cloud und Künstlicher Intelligenz auszubauen. Und da Google seinen neuen Assistenten zunächst nicht mehr in Android integrieren möchte, bietet sich an dieser Stelle tatsächlich Platz für Alternativen.

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