Cyanogen Inc. kämpft ums Überleben

Die populären Mods der Cyanogen-Community finden sich auf einer großen Anzahl von Smartphones und Tablets wieder; es sollen mehr als 50 Millionen Geräte sein.

Dies ließ die Hoffnung bei den Gründern der Entwicklergemeinschaft aufkeimen, dass man mit einer professionalisierteren Entwicklung die Verbreitung des freien Androids noch weiter voranbringen und auf diesem Weg - neben Apples iOS und Googles Android - das drittgrößte Betriebssystem für Mobilgeräte bereitstellen könnte.

Es wurde Cyanogen Inc. gegründet, dass unter anderem für Hersteller wie bq und Oneplus angepasste Cyanogen-Android-Versionen für deren Smartphones entwickelte.

Doch trotz anfänglicher Erfolge - allein in einer dritten Investorenrunde soll eine Summe von 80 Millionen Dollar bereitgestellt worden sein - sickerten schnell Informationen zu wirtschaftlichen Schwierigkeiten des Cyanogen-Unternehmens durch.

Es machten Gerüchte zu Entlassungen die Runde, denen weitere Nachrichten zu geschäftlichen Neuaufstellungen folgten. So wollte Cyanogen Inc. eigene Module entwickeln, mit denen Hersteller ihre angepassten Android-Versionen aufwerten können sollten.

Nun berichtet Android Police von einer sich weiter zuspitzenden wirtschaftlichen Situation bei der Softwareschmiede, die mit weiteren Entlassungen Herr der Lage werden will. Außerdem wird die Aufgabe des bisherigen Firmensitzes in Seattle und ein vollständiger Umzug ins Silicon Valley erwogen. In Palo Alto wird bereits ein Büro unterhalten, das zum neuen Hauptquartier werden soll.

Auf die Arbeit der CyanogenMod-Community wird die wirtschaftlichen Misere der ausgegliederten Cyanogen-Unternehmung allerdings keinen Einfluss haben. Die Entwicklergemeinschaft behielt nach der Unternehmensgründung ihre Unabhängigkeit.

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