Inhaltsverzeichnis
- 1. Neues Betriebssystem macht Laune
- 2. Neues Betriebssystem macht Laune, Fortsetzung
- 3. Einkaufsliste: Experimentier-Spaß für knapp 140 Euro
- 4. Motorola PowerPC: Rechenleistung wie Pentium 90, Fortsetzung
- 5. Wichtig: Kühlkörper für Videochips
- 6. Einspielen neuer Betriebssystem-Images
- 7. Einspielen neuer Betriebssystem-Images, Fortsetzung
- 8. Digitaler Videorekorder: Filme und Musik auf Festplatte
- 9. Windows XP: Verzeichnisfreigabe für D-Box
- 10. Verzeichnisfreigabe für D-Box, Fortsetzung
- 11. Einrichten der Unix-Services
- 12. Einrichten der Unix-Services, Fortsetzung
- 13. Freigabe eines Ordners für die D-Box
- 14. Einrichten der D-Box für das Aufzeichnen der Filme
- 15. Einstellungen für direkte Aufnahme
- 16. D-Box als Video-Player
- 17. D-Box wird zum MP3-Player
- 18. Diashow mit der D-Box
- 19. D-Box als rustikale Spielekonsole
- 20. Komfortable EPG-Programmübersicht
- 21. Terminkalender, Wetter und Datei-Commander
- 22. Fazit: Neues Betriebssystem - D-Box erneut Kultstatus
- 23. Mehr zum Thema

Sie sind derzeit der absolute Renner bei Online-Auktionen. Bis vor kurzem kostete eine D-Box 2 knapp 40 Euro - seit ein paar Tagen wechselt die fast sechs Jahre alte Set-Top-Box für 120 Euro den Besitzer. Die D-Box im Gewand von Nokia, Philips oder Sagem - das war einmal - und ist heute wieder "in" - sie steht bei Bastlern und Tüftlern hoch im Kurs. Sie verkörpert den Mythos einer Generation, die sich nicht mit dem Standard-Repertoire zufrieden und dem lethargischen Zapping-Alltag hingibt. Die D-Box 2 ist das Original, an das kaum eine moderne Set-Top-Box herankommt. Der Grundstein dazu wurde vor vielen Jahren gelegt: Begabte Programmierer ohne Profitgier haben in müheseliger Kleinarbeit die Software der alten Box durch Linux ersetzt, das sich in Form von speziellen aktualisieren Image-Dateien kostenfrei herunterladen lässt. Dabei ist die Verbreitung dieses Empfängers für digitales Fernsehen in Deutschland sehr groß, denn viele Anwender erhielten das Gerät zusammen mit einem Abonnement eines Pay-TV-Senders. Einige Boxen gingen auch als Vermiet-Version an die Kunden, doch dann musste der Empfänger am Ende der Vertragslaufzeit zurückgesendet werden.
Tipp: Lesen Sie auch den Artikel DBox 2 im Debug-Modus: Öffnung für alternative Linux-Software

Zweimal D-Box 2: Oben Nokia und unten Sagem. Technisch basieren beide Empfänger auf einem Motorola PowerPC XPC823ZT, der mit 66 MHz arbeitet.

Blick auf die rückseitigen Anschlüsse der beiden D-Boxen: Neben einer Netzwerkbuchse, einem Modemanschluss und SCART-Buchsen gibt es einen Ausgang für digital Audio. Einmalig am Markt ist nach wie vor die Fähigkeit zur Integration in ein Netzwerk.
Bis vor kurzem führte die alte D-Box noch ein Schattendasein, doch die neuesten Features alternativer Linux-Software wie Neutrino machen sie wieder attraktiv - Zeit dem nachzugehen! Die Funktionsliste der per Software aktualisierten D-Box ist so lang, dass wir uns auf die wesentlichen Eigenschaften konzentrieren. Im Handel erhältliche vergleichbare Set-Top-Boxen sucht man vergebens, zumal die meisten Geräte es nicht erlauben, digital verlustfrei auf einer externen Festplatte aufzuzeichnen. So ist die Speicherung eines Films oder einer mehrstündigen Sendung auf DVD kein Problem. Zum Test verwendeten wir drei D-Boxen - dabei handelt es sich um eine Sagem für das Kabelnetz und zwei Nokia-Empfänger für Satellit und Kabel. In den vergangenen drei Wochen haben wir die neuesten Software-Images auf ihre Funktionalität und Praxistauglichkeit hin untersucht. Wir gehen Schritt für Schritt auf die Extras ein und zeigen auf, welche Projekte sich dadurch realisieren lassen. Für ambitionierte Technik-Fans genau das richtige Experimentierumfeld! Selbst wenn die Wochenenden in Anbetracht des derzeitigen Hochsommers zum Aufenthalt im Freien einladen - Zeit für ein Projekt wie dieses bleibt immer.

Basiert auf einer Mini-Linux-Distribution: Alternatives Betriebssystem auf die D-Box 2 aufgespielt.

Oberfläche des neuen Betriebssystems - die Optik variiert und hängt vom jeweiligen Software-Image ab.
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