DDR333 für P4: 16 Boards mit Intel 845G, Teil 1
Inhaltsverzeichnis
- 1. Der Durchbruch: P4-Plattform im Massenmarkt
- 2. DDR333 schlägt RDRAM: Intel 845G mit Top-Performance
- 3. Integrierte Grafik: 3D-Bereich nicht überzeugend
- 4. Die Boards
- 5. Asus P4B533-V: Lange Leitung - Top-Performance, Fortsetzung
- 6. Aopen AX4G Pro: Schwarz, schnell und mager
- 7. Epox EP-4G4A+: Hochspannung für die Zielgruppe
- 8. Acorp 4D845G: Schwäche im Detail
- 9. Gigabyte GA-8IGXP: Ist da noch Marge drin?
- 10. Intel D845GBV: Vorerst DDR266-Support
- 11. DFI NB76-EA: Dritter Anlauf
- 12. MSI MS-6580 (845G Max): Bluetooth-Ausstattung, kleiner Preis
- 13. Jetway 845GDAL: (Mehr-) Leistung durch FSB-Tricks
- 14. QDI Platinix 8-A: Schritt nach vorn
- 15. Testkonfiguration und Besonderheiten
- 16. Benchmarks unter Windows 2000
- 17. OpenGL-Performance: Quake 3 Arena
- 18. DirectX-8-Spiele: 3D Mark 2001
- 19. MP3-Audio-Encoding: Lame MP3
- 20. SiSoft Sandra 2002 Benchmarks: CPU und Multimedia
- 21. CPU- und Multimedia-Leistung: PC Mark 2002
- 22. Packen von Dateien: WinACE 2.11
- 23. 3D-Rendering Performance: SPECviewperf 7.0
- 24. 3D-Rendering: Cinema 4D XL 7
- 25. Leistung der onboard-Grafik: Quake 3 und 3D Mark 2001
- 26. Fazit: 845G auf dem Weg zum BX-Nachfolger
- 27. Features Table
- 28. Features Table, Fortsetzung

Das Blatt wendet sich. Während Intel seit geraumer Zeit im Low-cost-Segment Abstinenz übte und dem Erzfeind AMD den Markt überließ, zeichnet sich derzeit ein klarer Trend ab: Verstärkt setzen die Motherboard-Hersteller auf die Chipsätze des Marktführers, der in letzter Zeit Anteile am schmackhaften Kuchen verloren hat. Diese Tatsache begründet sich darin, dass endlich leistungsfähige Chipsätze mit DDR-Support für die Sockel-478-Plattform zur Verfügung stehen. Einige Fehler der Vergangenheit: Die Galionsfigur des Unternehmens - den Pentium 4 - gab es nur im Zusammenspiel mit teurem RDRAM-Speicher (Intel 850 Chipsatz). Demzufolge fand diese Lösung kaum Anklang bei den meisten Board-Herstellern, so dass letztendlich der Endanwender nur auf wenige teure Platinen der Marktführer (Asus, Gigabyte und MSI) zurückgreifen konnte. Zudem war die Produktion der Boards mit RDRAM-Interface sehr kostenintensiv, da ausschließlich die 6-Layer-Technik zum Einsatz kam. Intels Marketing-Strategen begingen den nächsten Fehler: Für den Low-cost-Markt wurde der 845-Chipsatz mit SDRAM-Support eingeführt. Mit der Folge: Systeme fanden im Massenmarkt wenig Interesse, da PCs mit AMD-Plattform zum gleichen Preis eine deutlich höhere Performance boten. Heute sieht alles anders aus: Die Zeichen stehen gut, dass Intel seine Hausaufgaben mit Fleiß erledigt hat.

Testbasis aller Platinen: Pentium 4/2533 und 512 MB DDR333-Speicher (CL2).
In einigen Vorabtests haben wir bereits festgestellt, dass der Intel 845G Chipsatz die beste DDR-Performance für P4 bietet. Denn: Der Intel 845G ist mit dem leistungsfähigsten Speicherinterface ausgestattet, was inoffiziell - oder aus unserer Sicht sogar offiziell - eine Unterstützung von DDR333 (CL2) ermöglicht. Ob offiziell oder inoffiziell, schneller DDR333-Speicher mit CL2 ist mittlerweile flächendeckend erhältlich und DDR400 steht in den Startlöchern. Somit ist es nicht verwunderlich, dass fast alle Testteilnehmer des Parcours schon DDR333-Support anbieten.
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