Dell Latitude 13 7350: Lautloses Business-2in1-Gerät mit viel Akkulaufzeit

Dells Latitude 13 7350 lässt sich als Tablet und Notebook nutzen. Das überzeugende Gesamtpaket ist nicht nur für Business-Anwender einen Blick wert: 13,3"-Full-HD-Touch-Display, stromsparendes Broadwell Core-M-SoC und lange Akkulaufzeit lassen aufhorch...

Kleine Notebooks im 13,3-Zoll-Format sind aktuell gefragt, gleiches gilt für kompakte Tablets. Für Business-Anwender bietet Dell mit dem Latitude 13 7350 nun ein Gerät an, dass beide Einsatzzwecke abdeckt: Die Bodengruppe mit beleuchteter Tastatur dient als Dock, von dem sich der Bildschirm durch einen Verschlussmechanismus lösen und somit als reines Tablet nutzen lässt. Da die Kernhardware im Display-Teil untergebracht ist, müssen dabei keine Kompromisse hinsichtlich der Leistungsfähigkeit gemacht werden.

Optional kann der Tastatur-Teil mit einem Zusatzakku geordert werden. Das ist aus unserer Sicht in jedem Fall zu empfehlen, denn so lassen sich hervorragende Laufzeiten erreichen.

Aktuell bietet Dell zwei Einstiegsangebote ab 1039 bzw. ab 1179 Euro. Die angezeigten Preise verstehen sich anbietertypisch exklusive Mehrwertsteuer. Unser Testnotebook entspricht dem zweiten Modell und bietet im Vergleich zur etwas günstigeren Alternative eine mit 256 GByte doppelt so große SSD, den bereits erwähnten Zusatzakku, drei Jahre Pro Support statt dem normalen Basic Support und dürfte somit gerade für professionelle Anwender die attraktivere Wahl darstellen.

Neben den Flexibilitätsvorteilen eines echten 2in1-Geräts gegenüber einem "normalen" Convertible bietet das Latitude 13 7350 ein 13,3 Zoll großes Full-HD-Display mit IPS-Panel, Multitouch-Funktion und kratzfestem Gorilla Glass, ein TPM-Modul, Windows 8.1 Professional einschließlich Bitlocker zur Festplattenverschlüsselung.

Herz des Systems ist Intels aktuelle Broadwell-Plattform für mobile Geräte. Gerade letztere weckt unser Interesse, denn die TDP des zum Einsatz kommenden Intel Core M-5Y10 liegt bei lediglich 4,5 Watt. Zudem ist das lüfterlose Notebook im Zusammenspiel mit der jeweils verbauten SSD sowohl im Notebook- als auch im Tabletbetrieb komplett lautlos.

Da die Base-Unit im geschlossenen Zustand kaum über das Display hinausragt, ist das Latitude 7350 insgesamt vergleichsweise schlank, auch wenn es im geschlossenen Zustand bei einer Dicke von um 2,2 cm nicht mit Notebooks im Slim-Format konkurrieren kann. Das ist bei einem 2in1-Geräts aber bauartbedingt, bei dem sämtliche Hardware einschließlich eines Akkus im knapp unter 1,2 cm dicken Display-Teil untergebracht wurde. Das Tablet allein wiegt 918 Gramm, der Tastaturteil - bei uns handelt es sich dabei um die etwas gewichtigere Version einschließlich eines Zusatzakkus - 759 Gramm. Das sorgt dafür, dass das Latitude 7350 nicht einhändig zu öffnen ist.

Zwar hatten wir bereits einige noch verwindungssteifere Tablets in Händen, jedoch erfüllt das Latitude diese Disziplin mehr als nur zufriedenstellend. Um das Gesamtgewicht von 1677 Gramm nicht zu überschreiten, wurde allerdings versucht, bei der Base-Unit Gewicht einzusparen. Es versteht sich von selbst, dass dies auf Kosten der Stabilität gehen muss und so ist der Unterteil des Notebooks leicht in sich verbiegbar.

Angesichts des Einsatzzweckes als möglichst mobiler Begleiter kann diese kleine Einschränkung der Stabilität zugunsten des Gewichts aber problemlos hingenommen werden. Denn ansonsten sitzt alles straff, nichts knarzt und der Docking-Mechanismus zwischen Tastatur- und Display-Teil sorgt für eine stabile Koppelung der Einzelteile und lässt sich gleichzeitig ohne Verkanten lösen.

Das Display-Scharnier sorgt trotz des höheren Gewichts des Tablets für einen sehr guten Halt. Das Latitude 13 7350 lässt sich allerdings nur bis zu einem Öffnungswinkel von ungefähr 120 Grad aufklappen. Wer das Gerät aber bei einer Präsentation im kleinen Kreis auf den Tisch legen möchte, kann hier ohnehin auf die Vorzüge des 2in1-Konzepts zurückgreifen.

Ein Ein- und Ausschaltknopf befindet sich am Display und wird auch im Tablet-Betrieb genutzt. Daneben gibt es die für diese Geräteklasse übliche Wippe zum Anpassen der Wiedergabelautstärke, eine Kombo-Buchse für den Einsatz eines Headsets und einen Windows-Button, mit dem zwischen Desktop- und Metro-UI hin- und hergewechselt werden bzw. im Tablet-Betrieb stets zur Startseite zurückgekehrt werden kann.

Die Status-LEDs des Gerätes selbst verfügen ebenso wie die Tastatur und der Stecker des Netzteils über eine weiße LED-Beleuchtung. Das gibt dem ansonsten schwarzen, an Display sowie Bodengruppe durch einen silbernen Zierrand akzentuierten Gerät ein durchweg ansprechendes und schlichtes Äußeres. Ober- und Unterseite wurden aus Aluminium gefertigt, schmutzunanfälligen Kunststoff finden wir auf der Innenseite von Tastatur und Tablet.

Neben den bereits erwähnten und direkt am Tablet untergebrachten Bedienelementen sind hier optional auch der SmartCard-Einschub, eine 8-Megapixel-Kamera, ein Kensington-Lock und ein Fingerprint-Reader untergebracht.

Die Bodengruppe des Geräts bietet einen SD-Cardreader auf der rechten Seite sowie zwei USB 3.0- und einen Mini-HDMI-Steckplatz an der Rückseite. Neben dem Steckplatz für den Netzstecker und einem weiteren Kensington-Lock beschränkt man sich hier also auf das Nötigste; eine ganze Reihe zusätzlicher Steckplätze und Kommunikationsmöglichkeiten kann allerdings nachgerüstet werden - doch dazu später mehr.

Die Unterschale der Bodengruppe ließ sich während des Tests nicht ohne weiteres entfernen – vermutlich muss zu diesem Zweck auch die Tastatur entnommen werden, um an zusätzliche Verschraubungen von oben zu gelangen. Dadurch wird allerdings nur der Wechsel des ohnehin optionalen Zusatzakkus erschwert. Die langen Gummierungen an der Unterseite sorgen jeweils für einen rutschfesten Stand.

Das Öffnen der Rückseite des Tablets stellt hingegen kein Problem dar: Die entsprechende Blende kann ohne das Lösen zusätzlicher Schrauben abgezogen werden.

Dabei sollte nicht mit einem Übermaß an Schwung ans Werk gegangen werden, ansonsten zieht man schnell das kleine Flachbandkabel des Fingerprint-Readers aus dem Steckplatz auf der Hauptplatine - so dieser denn Bestandteil des Lieferumfangs ist.

Zwar ist ein Austausch des fest verlöteten Arbeitsspeichers nicht möglich, dafür erhält der Anwender aber ungehinderten Zugriff auf die M.2-SSD, das WLAN-Modul, das LTE-Modem (ein Steckplatz einschließlich Verkabelung ist bereits vorhanden, so dass es unter Umständen auch selbst nachgerüstet werden kann), die BIOS-Batterie und auch den Akku. Wartungsarbeiten an der Kühlung sind dank des lüfterlosen Designs nicht nötig.

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2 Kommentare
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  • Man sollte auch mal zum Vergleich sich das Lenovo Helix anschauen. Hier kommt demnächst auch der Nachfolger in die Läden.
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  • Ein Vergleich mit dem 4*1,8 Ghz Atom CPUs wäre interessant gewesen.
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