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Dell Latitude 3340 im Test: Ehrlicher Arbeiter statt schlanker Diva

Dell Latitude 3340 im Test: Ehrlicher Arbeiter statt schlanker Diva
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Dells 13,3 Zoll großes Latitude 3340 bietet eine brauchbare Grundausstattung, überraschend lange Akkulaufzeiten und ein sehr robustes Gehäuse für den täglichen mobilen Einsatz - und das zu einem Preis von unter 600 Euro.

Normalerweise ruft Dell für das Latitude 3340 in der von uns getesteten Ausstattung einen Preis von knapp 1000 Euro auf. Derzeit gibt es den mobilen Begleiter im 13,3-Zoll-Format jedoch im Angebot für 689 Euro. Hardwareseitig besitzt das Gerät eine brauchbare Grundausstattung und versucht insbesondere durch Akkulaufzeit und Robustheit zu punkten.

Dell visiert mit dem Angebot laut eigener Einstufung vor allem den Bildungsbereich an – also vornehmlich Schüler, Studenten, Lehrkräfte und ganze Bildungseinrichtungen, die man mit dem aktuellen Angebotspreis auch viel eher ansprechen dürfte als mit der ursprünglich aufgerufenen Summe.

Mit abmessungen von 33,1 x 24,3 x 3,4 cm und einem Gewicht von 1,77 kg widersetzt sich das Notebook dem aktuellen Trend hin zu extremen Slim-Formaten. Der Vollkorpus aus angerautem Kunststoff, der vom Displaydeckel und –rahmen über die Unterschale bis hin zum Areal um die Tastatur alle Bereiche abdeckt, versprüht wenig optischen Charme.

Er kann dafür aber mit einer Qualität punkten, die viele auf eine schlanke Linie getrimmte Notebooks vermissen lassen: Einen hohen Grad an Robustheit, der das Latitude 3340 vielleicht nicht zum schönsten, aber gemessen am angedachten Einsatzzweck sicherlich zu einem der zweckdienlichsten und stabilsten Vertreter macht. Der Display-Deckel ist verwindungssteif und der Bereich der Handballenablage und der Tastatur gibt nicht nach - sehr schön.

Die Display-Scharniere sitzen sehr straff, so dass beide Hände eingesetzt werden müssen, um das Latitude 3340 aufzuklappen. Dafür wird die Anzeigefläche anschließend bombenfest an Ort und Stelle gehalten, ein Nachwippen gibt es praktisch nicht.

Der Bildschirm lässt sich um etwas mehr als 180° aufklappen, so dass das Notebook komplett aufgeklappt auf dem Tisch liegend genutzt werden kann.

Wer das 3340 als Arbeitstier nutzen möchte, wird sich über den gegenüber Verschmutzungen unempfindlichen Tastaturbereich freuen: Keine glänzende Klavierlack-Optik, sondern erneut angerauter Kunststoff zwischen den einzelnen Tasten sowie im Bereich darum. Aus rein funktioneller Sicht ist das nur zu begrüßen.

Der Einschaltknopf befindet sich rechts oben seitlich von der Tastatur, knapp darunter die üblichen Status-LEDs. Sonderfunktionstasten gibt es nicht.

Weder im vorderen, noch im hinteren Bereiche wurden Steckplätze untergebracht. Diese konzentrieren sich allesamt an den Seiten des Latitude 3340: Auf der linken Seite gibt es eine Buchse für den Netzteilstecker sowie Netzwerk-, HDMI- und Mini-Display-Port-Kabel. Dazu kommen noch ein USB 3.0-Anschluss und der Luftauslass der internen Komponentenkühlung des Notebooks.

Auf der rechten Seite sind Kensington-Lock, ein weiterer USB-3.0.Steckplatz, Status-LEDs, eine Kombo-Klinke-Buchse für das Headset und ein SD-Kartenleser zu sehen.

Für den Bildungsbereich wäre allerdings ein VGA-Anschluss oder die Beilegung eines entsprechenden Adapters wünschenswert gewesen, denn an vielen Schulen und Universitäten ist und bleibt diese Anschlussart vermutlich noch auf Jahre hinweg der Standard.

Erfreulicherweise ist auch das Innere des Geräts ohne allzu große Anstrengungen zugänglich: Nach dem Entfernen des Akkus muss der Anwender lediglich neun Schrauben lösen, um die Wartungsklappe an der Unterseite abzunehmen.

Die einzige direkte Aufrüstoption ist die Erweiterung des Arbeitsspeichers in Form eines zusätzlichen Speicherriegels. SSHD, WLAN-Modul und der kleine Notebookkühler sind zu Wartungszwecken erreichbar.

"Reduktion auf das Wesentliche" scheint das Motto von Dell im Hinblick auf das Latitude 3340 zu lauten - und hinsichtlich der Funktionalität gelingt das auch mit Bravour.

Alle 24 Kommentare anzeigen.
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  • fffcmad , 18. September 2014 07:55
    Auch wenn ich das Design nicht gut finde (Ich glaube ein kantigeres Auftreten haette besser getan): Das Innere des Notebooks und die Scharniere etc hinterlassen bei mir gerade einen guten EIndruck. Fuer 600€ bekommt man sowas normalerweise nur gebraucht. In Sachen Wartung ist dieses Geraet sehr benutzerfreundlich. Selbst der Kuehler scheint sich leicht entfernen zu lassen. Scheint ein gutes Einsteigerbusinessgeraet zu sein.
  • ToSuz , 18. September 2014 08:03
    Da kann man nur zustimmen, das einige was halt ein wenig stört, ist das Display. Das können andere für den Preis besser, denke ich.
  • zeromaster , 18. September 2014 09:22
    ... innere Werte schön und recht, ich würde mich damit gefühlte 10 Jahre in die Vergangenheit zurückversetzt fühlen. Das Display, auf das ich den ganzen Tag starren müsste, würde mich letztlich spätestens von einem Kauf abhalten. Für reines Office (Mehr kann das Ding ja nicht gescheit) hätte es btw. auch ein i3 getan, oder gar noch weniger.
  • diem_ , 18. September 2014 10:45
    Ich weiß gar nicht was ihr habt.
    "1366x1768 Pixel" (Tabelle Seite 2) sind doch ein Knaller. :-)

    Und Displays scheinen eh nicht so Dells Sache zu sein. Wir haben mehrere Notebooks von denen, die allesamt dunkle Streifen auf hellen Flächen fabrizieren. Die Zusaztmonitore haben hingegen irgend eine Art fieses Glitzern (auch bei hellen Flächen) - da gewöhnt man sich nur langsam daran.
  • aarfy , 18. September 2014 13:33
    Ein grundsolides Gerät, wäre für die Uni in die nähere Auswahl gekommen, aber wie immer versaut es der Hersteller mit einem entscheidenden Fakt: Ein Display mit deutlich zu geringer Helligkeit (mit der Auflösung könnte man sich bei einer "Schreibmaschine" schon anfreunden).

    Wirklich sehr(!!) schade am Ende muss man wohl tatsächlich nochmal 2-300€ drauflegen um ein für den Außeneinsatz geeignetes Display mit low-Power HW UND (!!) großem Akku zu erhalten.

    Der Anspruch ist:
    - normale Laufzeit (Volle Helligkeit &WLAN) >5h
    - lesbar auch im Freien

    Alles drumrum ist mal nice to have bei dieser Geräteklasse
  • Myrkvidr , 18. September 2014 13:38
    1366x1768 ist das neue und extrem hippe UHHD (Ultra High HD), damit man endlich auch auf der Seite liegend aus dem Bett ein "richtiges" Bild bekommt ;)  Fixed, danke!

    Die Monitore sind wahrscheinlich so von 2011/2012, oder? Dann wär das vermutlich IPS Glitzern, das war relativ unschön. Die können aber definitiv auch gut, hängt halt vor allem davomn ab, welche Panels sie füür eine Monitorserie dazugekauft haben (ich hab ein paar P2414H, die sind ziemlich gut für unter 200 Euro)
  • diem_ , 18. September 2014 16:10
    Wir haben die U2412M hier (vorher hatte ich das Pendant in 23" gekauft, aber eine 1080er Zeilenhöhe ist im Büro großer Murks). Ich habe mich von den vielen Lobhudeleien in diversen Foren beeinflussen lassen. Ich will die Dinger nicht schlechter reden als sie sind: Das Weiß ist sehr weiß und das Schwarz ist sehr schwarz, aber diese überschwänglichen Empfehlungen vielerorts kann ich nicht nachvollziehen, wenn dieser komische Glitzereffekt serienmäßig ist.

    Sorry für OT.
  • Myrkvidr , 18. September 2014 19:25
    Eine Diskussion ist NIE OT ;) 

    Kann ich aber für die 2412er bestätigen, die hab ich selbst auch schonmal ansehen können und jep, das war ein Serienproblem bzw. generelles Generationsproblem. Bei den aktuellen Modellen gibt es das Problem in der Form zum Glück nicht mehr.
  • quixx , 19. September 2014 10:08
    Zitat :

    Der Anspruch ist:
    - normale Laufzeit (Volle Helligkeit &WLAN) >5h
    - lesbar auch im Freien


    Da wird die Luft sehr dünn.
  • johannes_franke , 19. September 2014 11:20
    Sorry, ich kann nicht mehr anders.

    Zu dem Passus "[...] Kein Klavierlack, sondern erneut angerauter Kunststoff zwischen den einzelnen Tasten [...]" möchte ich anmerken, dass der Begriff "Klavierlack" hier einfach absolut falsch ist, scheint sich aber immer mehr einzubürgern. Jede Werbeanzeige behauptet das inzwischen und außer Klavierherstellern scheint sich keiner drüber aufzuregen.

    Jede (zumindest kurz nach dem Auspacken) hochglänzende schwarze Oberfläche wird neuerdings als Klavierlack bezeichnet. Wie wenn man den Aldi-Prosecco für 1,49€ als echten Champagner bezeichnen würde.
    Klavierlack ist ein dicker, vielschichtiger Schleiflack, der technisch höchst aufwendig produziert werden muss, dafür aber sehr robust ist und sich bei nicht zu großen Schäden mit relativ geringem Aufwand ausbessern lässt.
    Das kann man von billigen Plastikoberflächen nicht behaupten, und lackiert sind die in gar keinem Fall! Auch bei Kunststoff kann man zwar Kratzer in gewissen Grenzen ausbessern, aber so schön wie am Anfang wird's nie mehr.
    Macht mal den Test: man nehme ein Klavier und einen der marktgängigen "Klavierlack"-Plastikkästen (Sat-Tuner, DVD-Player, was auch immer) und zieht mal ein halbwegs schweres Heft-Magazin über die Oberfläche. Ich wette, beim Klavier sieht man davon überhaupt nichts, während das Plastik dann schon tausende von haarfeinen Kratzern hat.
    Wäre schön, wenn es aktuelle Technik auch in hochwertiger Verpackung gäbe - aber die Zeiten sind vorbei. Man sollte den Billigkram nicht durch Begriffe aus der Königsklasse des Lackiererhandwerks krönen - das hat diese Entwicklung echt nicht verdient.
  • fffcmad , 19. September 2014 11:27
    -_- Man verwendet das Wort Klavierlack nun in Zwischen gebraeuchlich halt fuer Hochglanz-Plastikoberflaechen. Hat sich so eingebuergert. Da koennen die Klavierlackruehrer und auch du im Dreieck huepfen, ist so. Die Hersteller haben halt auf Klavierlackoptik optimiert gehabt. Abgekuerzt nun gebraeuchlich als Klavierlack. genauso wie Schnitzel Wiener Art. Der normale Mensch sagt trotzdem Wiener Schnitzelö oder halt Schnitzel dazu. Peng!
  • quixx , 19. September 2014 15:20
    Es ist ganz einfach: Wenn hinter Klavierlack keine drei Nullen kommen, dann ist es Plastik.

    Dort, wo sich dies Plastik bei mir zu Hause befindet, dort ist es noch wie neu. Die Tackerklemmen sind im Tacker.

    Hingegen meine 87er Stratocaster hat Mengen an Dings und Dongs vom Vorbesitzer. Bei diesen Hölzern weiß man nie, ob das am Ende nicht sogar eine Wertsteigerung ist.
  • Myrkvidr , 19. September 2014 16:26
    Ich hab früher auch immer "Klavierlack-Optik" gesagt - da bin ich selbst nur Opfer der Begriffsverwendungsentwicklung. Wird aber natürlich angepasst. Den "echten" Klavierlack hab ich tatsächlich selbst noch nie selbst gesehen, ich kenne auschließlich die fürchterlichen, glänzenden Plastikflächen aus dem PC- und Multimedia-Bereich.
  • quixx , 19. September 2014 18:28
    Die sind deutlich glänzender als der Lack von so manchem Schulflügel.

    Aber der Plastikscheiß würde deutlich mehr kosten, wenn dass darin lange wie ein Flügel hält.
  • johannes_franke , 20. September 2014 11:29
    "Klavierlack-Optik" ist ja in Ordnung. Unerträglich finde ich halt, alles was schwarz und hochglänzend ist, direkt "Klavierlack" zu nennen. Das ist Volksverblödung. Selbst bei Autos, die schwarz / hochglänzend lackiert (!) sind, spricht man nicht von Klavierlack, obwohl es dem deutlich näher kommt. Dann aber bitteschön auch erst recht nicht bei Billig-Plastik-Kisten, egal wie schön sie (kurzfristig) glänzen.
  • quixx , 20. September 2014 14:23
    Ich käme nie auf die Idee beim Flügelkauf zu sagen: "Acer kricht das für drei fuffis hin"
  • Myrkvidr , 20. September 2014 19:04
    Gibt es echt noch keine chinesische Firma, die glänzende Vollplastikflügel herstellt? Eine Marktlücke (zumal wenn das Teil volle Größe hat und die Sounds vom integrierten Synthie stammen) xD
  • SilvioW , 21. September 2014 09:09
    Ich kann von den Dell Latitudes auch nur positives berichten, die Beschreibung "ehrlicher Arbeiter" trifft es ausgezeichnet. Mein gebraucht gekauftes E6410 mit i7 rennt super und hat den rauen Gamescom-Einsatz problemlos überstanden.
    Für Schüler und Studenten sind gebrauchte Business-Geräte meiner Einschätzung nach auch wirklich eine Überlegung wert, besonders wenn die Kriegskasse nicht allzu groß ist.
  • quixx , 21. September 2014 10:39
    Zitat :
    Gibt es echt noch keine chinesische Firma, die glänzende Vollplastikflügel herstellt? Eine Marktlücke (zumal wenn das Teil volle Größe hat und die Sounds vom integrierten Synthie stammen) xD


    Wer 10000 Euro für ein Musikinstrument ausgibt, kann auch eine gute Box von dem Plastikmüll unterscheiden, den wir um unsere Bildschirme stellen.

  • Myrkvidr , 21. September 2014 16:22
    Das sollte zumindest so sein - ich hab allerdings neulich auf nem Flohmarkt noch eine B.C. Rich aus der alten Bronze-Serie gesehen (als die Asia-Produkte noch unterirdisch waren und die Teile nichtmal ein Lied lang die Stimmung gehalten haben). Neupreis damals glaub ich 100 Euro. Flohmarkt-Gebrauchtpreis 200 Euro. Und der Typ ist richtig aggro geworden, als ich ihn drauf angesprochen habe. Ich wette aber, dass die irgendwer letztlich doch noch gekauft hat -> es gibt für ALLES einen Markt ;) 

    Zur Display Diskussion nochmal: Nur weil ich schreibe, dass es im Vergleich schlecht ist, ist es nicht unnnutzbar. Zum Gebrauch im Hörsaal/Seminarraum ist das Gerät durchaus brauchbar. Beim aktuellen Angebotspreis ist auch der Preis wirklich okay. Klar, Bildbearbeitung macht damit KEINEN Sinn, aber zum Tippen im Seminar, MP3 erzeugen usw. (Alltagseinsatz halt) ist es in Ordnung.
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