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[Kurztest] Ultrabook Dell XPS 12: Das Touch-Display fällt aus dem Rahmen

[Kurztest] Ultrabook Dell XPS 12: Das Touch-Display fällt aus dem Rahmen
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Mit flachen Ultrabooks allein kann man inzwischen keine Werbeschlacht mehr gewinnen - flach und leicht kann heute fast jeder. Die Notebook-Hersteller haben also ihre Erfahrungen in die zweite und dritte Generation einfließen lassen und sich dabei vom Prototyp des Thin & Light entfernt, jeder auf seine Weise. Mal findet man wie bei Fujitsu einen Wendehals, mal bei Lenovo ein hochflexibles Scharnier, mit dem sich der Deckel um 360 Grad am Scharnier herumklappen lässt. Weil sie sich so hübsch in ein Tablet mit Touch-Display verwandeln, nennen sich diese Geräte "Convertibles." Auch Dell hat ein solches Gerät im Angebot, das sich aber Lenovos Yoga-Verrenkungen spart und das Display stattdessen im Rahmen selbst dreht. Das geht schnell und einfach: Deckel hoch, Display oben aus der Halterung gedrückt und um die horizontale Achse gedreht, zugeklappt - schon zeigt das 10-Point Touch-Display nach außen.

Bei dem handelt es sich, ganz auf den Einsatz als Tablet bedacht, um ein 12,5" messendes IPS-Panel, das hinter (spiegelndem) Gorilla-Glas steckt und eine Auflösung von 1920x1080 Bildpunkten zeigt. Die durchschnittlichen Helligkeit von 300 cd/m² gefällt, wobei die Ausleuchtung gleichmäßiger sein könnte. Im Maximum sind es immerhin 330 cd/m², wovon am oberen Rand aber nur noch 254 cd/m² übrig bleiben. Der Schwarzwert liegt im Mittel bei 0,43 cd/m² - das geht in Ordnung, aber auch hier steigt der Wert zu den Ecken hin. Am Ende steht ein Kontrastwert von 690:1. Da gibt es wenig zu meckern. Die Farbdarstellung gefällt insgesamt, und die Blickwinkel passen auch.

Bei der Designsprache bleibt das XPS 12 der Dell-Linie komplett treu. Dazu gehören die abgerundeten Ecken ebenso wie der zurückhaltende dunkle Look mit den die Ober- und Unterschale aus Karbonfaser umlaufenden matten Aluminiumrahmen. Mitten im Displaydeckel sitzt das Dell-Logo in Chrom. So geht es auch im Innern weiter, wo man eine schwarze Soft-Touch-Arbeitsfläche und eine schwarze, hintergrundbeleuchtete Tastatur vorfindet. Letztere ist wie bei praktisch allen Ultrabooks als Chiclet-Keyboard ausgeführt und vermittelt ein angenehmes Schreibgefühl mit dem typisch kurzen Hub. Das große und präzise reagierende Trackpad folgt dem aktuellen Trend und ist als eine große Taste ausgeführt, auf deren unteren Drittel per Strick die beiden Maustasten angedeutet sind.

Beim Sound sollte man bei Ultrabooks meist eh nicht allzu viel erwarten, und das ist beim XPS 12 nicht anders. Das Klangbild zeichnet sich durch schwache Tiefen, starke und sehr prägnante Höhen aus. Die mittleren Frequenzen sind stark unterrepräsentiert, weshalb Stimmen grell und blechern klingen.

Das XPS 12 ist leider ein wenig kippelig, was aber nicht an der Drehmechanik liegt. Ab einem bestimmten Öffnungswinkel hebt sich der vordere Teil des Gerätes an, wenn man eine Touch-Eingabe macht. Das ließe sich leicht beheben, wenn man den hinteren Aufstellfuß weiter ans Gehäuseende verlegte. Ansonsten mache Dells Dreh-Ultrabook einen soliden, wertigen und hervorragend verarbeiteten Eindruck, was nicht nur für den Deckel und das Drehdisplay sondern auch die Unterschale gilt. Die Stabilität hat man sich aber nicht etwa mit Gewicht erkauft, wie ein kurzer Blick auf die Waage zeigt: 1,5 Kilo sind noch voll im Rahmen und zerren noch nicht am Arm. Das ist allerdings auch eine Frage des Kontext: Für ein Notebook ist das ein unproblematischer Wert, doch im Tablet-Modus möchte man ein solches Gewicht nicht vor sich hertragen. Besser, man benutzt es dann auf dem Tisch oder den Oberschenkeln liegend.

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  • campi , 4. September 2013 13:05
    Seite 2 hat sich ein kleiner Typo eingeschlichen.
    "die wir schon im Latitude 6430U angetriffen haben"