Delock PCI-Karte: 10-GBit/s-Ethernet leicht nachrüsten

Ein Gigabit pro Sekunde im Ethernet ist zwar ganz schön, aber in vielen Fällen wäre mehr Speed schon ganz schön.

Leider müssen für 10-Gigabit-Anschlüsse die Kabel ausgetauscht werden – bei weiter verzweigten Netzwerken eine Herkules-Aufgabe, die Zeit, Geld und im Nachgang Nerven kostet, weil mit Sicherheit irgendwo etwas falsch geschaltet wurde.

Delock bietet mit der DL-89456 eine PCIe-Netzwerk-Karte an, die dank ihres Tehuti-Chipsatzes TN4010 nicht nur in Schwarz (1 GBit/s an CAT 5e) und Weiß (10 GBit/s an CAT 6a) denkt, sondern auch mit "Grautönen" - also Übertragungsmodi mit 2,5 bzw. 5 GBit/s sowie 100 MBit/s - klarkommt.

In einem Netzwerk, das mit CAT-5e-Kabeln ausgerüstet ist, sollen dann die gewohnten Reichweiten von bis zu 100 Metern erzielt werden können. Die Netzwerkkarte soll dabei die bestmögliche Übertragungsrate automatisch mit der Gegenstelle aushandeln können.

Die Netzwerkkarte Delock DL-89456 soll ab sofort im Fachhandel zu einem Preis von 299 Euro vorrätig sein.

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6 Kommentare
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    Dein Kommentar
  • realhopedied
    Solange es keine Anbieter gibt welche solche Geschwindigkeiten anbieten macht das für den normalen Verbraucher wenig sinn. Mich würde interessieren ob man selbst mit 100k leitung (10mb download) einen unterschied mit solchen 10gbit karten spüren würde?

    PS: Wie finanziert sich tomshardware.de eigentlich? Wenn es über die Werbung ist wäre ich so frei den adblocker abzuschalten. Mir gefällt eurer konstenloser service
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  • samserious
    Die Karte hat doch nichts mit dem Internetanbieter zu tun. Die ist dafür da, um lokal von 10gbit zu profitieren.

    Cat.7 ist wegen der größeren Stecker (also echte Cat.7 Verkabelungen, nicht diese Pseudo-Kabel mit RJ45 Stecker überall) kaum anzutreffen, aber zumindest wer heute zuhause verlegt, sollte schon Cat6 nehmen.

    Aber wir sind ja hier immerhin in Europa. In den USA sind überall noch Cat.4 und teils noch älter verlegt..
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  • derGhostrider
    @sam: Cat4 ist Token Ring und bis auf Ausnahmen tot.

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    Also ich weiß nicht so recht, was die Karte soll:
    5e benötigt die Karte mindestens - klar, das ist Mindestvoraussetzung für GbE und kann für kurze Strecken (inoffiziell) für 10 GbE reichen.
    Ab Cat 6 ist 10GbE eh abgedeckt.

    Die Karte ist jedoch so teuer, dass ich mich frage, was das soll. Switches müssen diese Zwischenschritte ja auch verstehen können, bzw jede "Gegenseite", da ansonsten die Karte total überflüssig ist.

    Für einzelne "Sonderlösungen" kann man auch ein altes TP-Kabel schnell durch ein neues ersetzen. Das dürfte dann deutlich billiger sein, als den Arbeitsgruppen Switch durch ein Krüppelmodell, was zu dieser Karte passt, zu ersetzen.
    Privat hat man doch eh seit Jahren mindestens Cat 6 (oder besser), da es nicht wirklich teurer ist als die kleineren Kabel. Bei mir und einigen meiner Bekannten liegt teilweise schon seit vielen Jahren Cat 7 Kabel in den Wänden: "Schadet ja nicht, wenn es besser geschirmt ist".

    Ich weiß nicht so recht. Würde die Karte jetzt nur 50 Euro kosten, dann fände ich die interessant.
    So verstehe ich den Sinn und Zweck wirklich nicht. 100 Meter 10 GbE werden damit auch nicht über 5e möglich sein. Selbst Cat 6 ist dafür ungeeignet, dafür bräuchte man (offiziell) schon Cat 6A.

    Mir riecht das zu sehr nach der DSL-Masche: "Geschwindigkeiten BIS ZU..." Und dann das Lotteriespiel, was gerade hinten rauskommt.

    Wer 10 GbE will, der soll ein ordentliches Kabel nehmen.
    Hardware (Netzwerkkarten, Switches, Kabel): Verfügbar.
    Spezifikationen: Verfügbar.

    Dieser Zwischenschritt hilft doch niemandem wirklich weiter.
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