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Schiefertafel oder Notebook-Ersatz?

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Microsoft gibt zwei unterschiedliche Bauformen für Tablet PCs vor: Slate (englisch für Schiefertafel) und Convertible. Bei den Slates ist die ganze Hardware unter dem Display untergebracht. Eine Tastatur ist allenfalls optional. Der Vorteil: Slate-Geräte wie der Viewsonic V1100 sind leicht und flach. Gerade Letzteres ist wichtig, soll der Tablet PC doch als Schreibblock auf dem Tisch genutzt werden. Eine zu große Seitenhöhe des Geräts erweist sich bei der Stifteingabe als störend. Wer sich erst von der leistungsfähigen Erkennung überzeugt hat, wird das Gerät auch oft als Papier-Ersatz verwenden. Im Test erkennt die Software auch ohne Training selbst unleserliche Handschriften sehr zuverlässig. Tipp: Mit Schreibschrift arbeitet die Erkennung deutlich besser als mit einzelnen Druckbuchstaben. Auch als Klemmbrett-Ersatz, wenn das Gerät also mit einer Hand gehalten wird, sind die flachen und leichten Slates klar im Vorteil.

Einen technisch bedingten Nachteil haben bislang aber alle Slates, wenn sie wie ein Notizblock flach auf dem Tisch liegen: Der Anwender muss extrem aufrecht davor sitzen, um möglichst senkrecht auf das Display zu blicken. Denn die Lesbarkeit der Texte auf dem Schirm ist stark abhängig vom Blickwinkel. Wandert der Kopf nach hinten, weil sich der Tablet-Nutzer beispielsweise im Stuhl zurücklehnt, dann sind die Schirminhalte oftmals kaum mehr erkennbar. Einzig das Display des HP-Geräts bietet auch bei schlechtem Blickwinkel noch ausreichend hohen Kontrast und Farbtreue.

Convertibles wie das Toshiba Portégé 3500 gleichen auf den ersten Blick einem herkömmlichen Sub-Notebook. Die Hardware wie CPU und Festplatte sitzt unter der Tastatur und das Display ist in der gewohnten Position befestigt. Der Schirm kann jedoch um 180 Grad gedreht und dann nach unten auf die Tastatur geklappt werden. Auf diese Weise ist der Convertible in einen Slate-ähnlichen Tablet PC verwandelt. Die Flexibilität bezahlt der Anwender allerdings mit höherem Gewicht - der Toshiba Portégé wiegt aufgrund von größerem Display und integrierter Tastatur 500 Gramm mehr als das HP-Gerät. Wer oft lange Texte eingeben muss und die Handschrifteingabe nur ab und an benötigt, der ist mit einem Convertible besser beraten.

Eingeschränkt kontaktfähig

Eine Vorgabe des Tablet-PC-Konzepts besagt, dass die Geräte nur moderne Schnittstellen wie USB, PC-Card oder WLAN haben dürfen, also "legacy-free" sind. Parallele und serielle Schnittstellen hat demnach kein Tablet PC - auch nicht an den optionalen Dockingstationen. Soll ein Parallelport-Drucker angeschlossen werden, ist ein USB-Konverter erforderlich.

Nur eine Schnittstelle bietet auch Journal: Dieses zentrale Programm in Sachen Handschrifteingabe und somit die Vorzeigeanwendung der Tablet PCs versteht sich einzig mit Outlook. Die Anwendung wandelt unter anderem die handschriftlichen Aufzeichnungen in digitalen Text um und kopiert das Geschriebene in eine E-Mail - vorausgesetzt, Microsoft Outlook ist installiert. Mit anderen E-Mail-Anwendungen arbeitet Journal nicht zusammen. Somit kann ein Tablet PC beispielsweise in einem Umfeld mit Lotus-Domino-Servern und Lotus-Notes-Clients seine volle Leistungsfähigkeit im Moment gar nicht entfalten.

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