Projekt Devil's Table: Lian Li DK-02X, Technik vom Feinsten und jede Menge Wasser

Kleckern oder klotzen? Manche Dinge baut man wohl nur einmal im Leben - und dann darf es auch schon einmal etwas mehr sein. So interessant die Idee mit dem Computer im Tisch an sich bereits ist: Nur mit exklusiver Hardware wird man dem Anspruch am Ende dann auch wirklich gerecht.

Und so bekommt unser teuflisch teures Gesamtkunstwerk am Anfang auch erst einmal eine höllischen Namen, denn etwas Spaß gehört natürlich wie immer auch dazu. Wer das Bautagebuch auf unserer Facebook-Seite verfolgt hat, weiß ja bereits ungefähr, wo es lang gehen wird. Doch wirklich alles haben wir auch dort natürlich noch nicht verraten.

Am Anfang steht so etwas wie ein gesunder Magnetismus - denn außergewöhnliche Projekte ziehen auch ungewöhnliche Teilnehmer an. Ganz ohne fremde Hilfe stemmt man so etwas dann doch nicht und wir sind am Ende erleichtert, für jedes der anstehenden Probleme die optimale Lösung gefunden zu haben. Es sind ja nicht nur die Komponenten, die so einen gut gefüllten Tisch ausmachen, sondern auch der technische Support und schnelle Unterstützung, falls mal etwas nicht gleich auf Anhieb sauber funktioniert.

Auf diesem Weg wird der Zusammenbau nicht nur zur reinen Dokumentation erlesener Köstlichkeiten, sondern ab und zu auch zur Umbau-Aktion mit ungewissem Ausgang. Passt, passt nicht - es braucht halt ein Quäntchen Glück, wenn man Dinge zweckentfremdet abwandelt oder es noch einen Tick besser haben möchte. Es wird also auch ordentlich geflext und gebohrt, denn der Weg ist wie immer das Ziel.

PC-System 1 (Storage)
CPU / Mainboard:
Asus J1900I-C, CPU aufgelötet und passiv gekühlt
Arbeitsspeicher
2x 4 GByte SO-DIMM 1330 Low Voltage
Controller:
externer PCIe SATA III-Controller von Silverstone
Laufwerke:
SSD: 1x Corsair LS 120
HDD: 2x 3 TByte Western Digital Caviar Green
ODD: 1x Sony Kombilaufwerk (BR + DVD-Brenner), Slim
Netzteil:
be quiet! Straight Power E10 400W
PC-System 2 (Gaming)
CPU & Kühler:
Intel Core i7-5960X @4.5 GHz
RAM:
G.Skill RipJaws 4 rot DIMM Kit 16 GByte, DDR4-3000
Mainboard:
Asus Rampage V Extreme X99
Grafikkarten:
SLI-Verbund mit 2x Asus GTX 980 Strix OC mit Mod-BIOS
Laufwerke:
SSD: 3x Corsair Neutron GTX 480 (1x System, 2x RAID-0 für Games)
Wasserkühlung und Lüfter
Kühler:
CPU: 1x EK Waterblocks EK-Supremacy EVO
GPU: 2x EK Waterblocks EK-FC980 GTX Strix
Pumpe/AB:
EK Waterblocks EK-XRES 100 DDC 3.2 PWM
Schlauch:
13/16mm UV Green, ca. 90 cm
Anschlüsse
10x Bitspower 13/16mm Carbon Black
Radiatoren:
EK Waterblocks Coolstream PE 240
EK Waterblocks Coolstream PE 360 
Lüfter:
10x Noiseblocker eLoop BI2-1, 2x Noiseblocker eLoop BI2-2
Monitor und Peripherie
Monitor:
Asus ROG Swift PG278Q, 144 Hz WQHD, G-Sync
PC-Audio:
Soundkarte: Asus Xonar STU (extern)
Lautsprecher: 2x Nubert NuPro A200 und 1x Nubert NuPro AW350
Kopfhörer: Beyerdynamic T90 + Custom Headset Gear (Mikrofon)
Sonstiges
Kaufpreis:
unverkäuflich und irgendwie auch unbezahlbar

Am Anfang waren es zwei mehr oder weniger neutrale Kisten, die uns den Weg im Labor ein klein wenig versperrten und vorher den Transportdienstleister zur Sackkarre greifen ließen. Neben dem eigentlichen Tisch gab es nämlich satte 10 Kilo an Füßen - nicht schlecht für einen sicheren und stabilen Stand.

Doch verschaffen wir uns zunächst noch einen Überblick, wie sich Lian Li selbst die Nutzung des DK-02X vorstellt. Das Konzept mit zwei getrennten Systemen in einem Gehäuse ist nicht neu, aber in diesem Fall sehr extensiv (und exklusiv) umgesetzt worden:

In Zahlen und Fakten liest sich das dann tabellarisch so:

Technische Daten des DK-02X (Schwarz)
Abmessungen (BxHxT):Tisch: 125 x 83,5 x 60 cm
Keyboardhalter: 115 x 5 x 24 cm
Arbeitsfläche:getöntes Glas, max. Belastbarkeit: 80 kg
Material:
Body: Aluminum
Standfüße: Stahl
Nettogewicht:45 kg (ohne Hardware)
Laufwerke:
Externe Laufwerke: 5,25" Slot, 1x Slim ODD oder 1x 2,5" SSD
Interne Laufwerke: System 1: 8x 3,5"/2,5"; System 2: 9x 3,5"/2,5"
Erweiterungsslots:System 1: 2; System 2: 8
Mainboards:
System 1: mini-ITX
System 2: E-ATX, HPTX, XL-ATX, ATX, Micro-ATX
Lüfter:
8x 12 cm vorinstalliert
Front-Panel:System 1: USB 3.0 x 4, HD Audio, Ein-/Aus-Taster
System 2: USB 3.0 x 4, HD Audio, Ein-/Aus-Taster
Max. Einbaumaße:
System 1:
Grafikkarte: 30 cm Länge
Netzteil: 16 cm Länge
CPU-Kühler: 17,5 cm Höhe
Radiator: 24 cm

System 2:
Grafikkarte: : 40 cm Länge
Netzteil: 40 cm Länge
CPU-Kühler: 17,5 cm
Radiator: 24 cm
Verpackungsmaße (BxHxT) und
Liefergewicht:
Paket 1: 132,4 x 37,5 x 67,4 cm, 44 kg
Paket 2: 85,4 x 17,4 x 66,3 cm, 10 kg
Preis (Straße):
1199,90 Euro

Bildergalerie mit Hersteller-Fotos

Wir nutzen - schon aus reinen Platzgründen - diesmal ausnahmsweise für einen ersten Eindruck die bereits fertigen Bilder des Herstellers; später folgen noch weit über 70 eigene Fotos.

Als echte "Nacktbilder" geben diese Ansichten jedoch schon einmal einen sehr guten Vorgeschmack auf das, was später noch bei unserem Um- und Einbau folgen wird.

Die Konzeption des Tisches und die Absicht des Herstellers sind klar umrissen. Nur wollen wir uns damit nicht zufrieden geben und werden gleich alles gehötig umkrempeln. Sollte also jemand Lust haben, so einen Tisch selbst zu bestücken, dann wird das Folgende sicher eine praktische Hilfe sein. Denn selbst bei so einem teuren und exklusiven Teil lauern Probleme, mit denen man so gar nicht gerechnet hat.

Verpackungsabfall in rauen Mengen

"Sicher verpackt" ist eher noch stark untertrieben - hier hat Lian Li ganze Arbeit geleistet. Wir empfehlen deshalb, eine der zwei großen Kisten aufzuheben und allen beim Auspacken anfallenden Müll sofort tonnenkompatibel zu zerkleinern und bereits im Karton zu sammeln. Ein gutes Cuttermesser für die ganzen Schaum-PE-Streifen ist dabei eine gute und unverzichtbare Hilfe.

Noch ein ganz wichtiger Tipp: Platz schaffen und erst dann anfangen! Man benötigt etwa vier bis sechs Quadratmeter (!) freie Stellfläche für ein entspanntes und korrektes Zusammensetzen der einzelnen Teile, sonst wird das nichts.

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26 Kommentare
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    Dein Kommentar
  • amd64
    Am meisten stören mich ja die Beine. Das hätte man für 1.2k auch wertiger gestalten können und die Kopflastigkeit bei offener Schublade gleich noch etwas abmildern. Die Gummifüße sind ja noch mal extra suboptimal positioniert, durch den Versatz nach Innen. Ansonsten, danke, schön gemachter Test, ohne Rücksicht auf Verluste (Mod) :D
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  • Plitz
    Kann ich nur zustimmen. Die Füße sehen aus wie von einem 5€ Gartenplastetisch geklaut. Habe ich schon bei einem vorherigen LianLi Tisch geschrieben der hier vorgestellt wurde. Verstehe nicht, wie man bei so einem Preis so an der Optik, Haltbarkeit und auch Funktionalität sparen kann! Hier herrscht dringender Nachholbedarf!
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  • fffcmad
    Wann gibts das Gewinnspiel? xD
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  • FormatC
    Die dicken Gummipfropfen waren wohl die erste Notlösung, weil der Tisch seinerzeit zu niedrig stand. Diese Teile haue ich eh weg, die nerven nur :D
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  • fffcmad
    To add: Die Beine finde ich auch unpraktisch und echt häßlich. Wie Plitz schon schreibt: Gartentisch. Ich frage mich hier auch was sich LIAN Li dabei gedacht hat. Und das das Ding zum Kippen neigt sieht man sofort. An Sonsten ist der Tisch echt schick.
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  • Tesetilaro
    ziemlich geniale Kiste, schöner artikel... aber für mich etwas zu bunt :-P

    alles in rot oder grün - aber wild gemixt? *g*
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  • MyRunner
    Hat eventuell mal jemand einen Link zu dem verbauten "Asus J1600I-C"? Ich finde bei Google nur den Link zum Artikel hier und ansonsten auch auf der Asus Seite nix. :(
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  • FormatC
    J1900... Tippfehler? Oo
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  • zeromaster
    Ja, also ich schreibe mich dann auch mal für die Verlosung ein, Ihr werdet das gute Stück doch nicht etwa für euch behalten wollen????^^
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  • Chemidemi
    Sieht auf jedenfall sehr schick aus...nur finde ich für den Preis die vorgenommenen umbauten die nötig waren und vorallem die Fehler bei der Kühlung als inakzeptabel.
    Für 1500€ erwarte ich ein perfektes Gehäuse und nicht einen wackeligen Tisch. ^^

    Da drängt sich doch die Frage auf ob man da mit einem selbst gebauten Tisch, unter Annahme das man alle Werkzeuge besitzt, nicht billiger und vorallem besser weg käme. :)
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  • FormatC
    Zur CeBIT kommt die verbesserte Variante, die einen Teil meiner Vorschläge schon drin hat (z.B. mehr Abstand an den Seiten). Selbstbau ist IMMER preiswerter, nur ist es halt der Faktor zeit, der mich vor sowas zurückschrecken lässt. Werkzeuge hätte ich ja zum Großteil, den Rest erledigt mein Schlosser gegenüber mit professionellem Equipment. Nur: allein mir würde die Zeit weh tun, die ich meiner Familie wegnehmen müsste.
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  • Chemidemi
    Da bin ich mal gespannt...auch wenn ich mir nie ein Gehäuse für 1500€ kaufen werde. :D
    Ich würde es später vllt. als Hobby nebenher machen, aber dafür müsste ich halt genügend Platz und Geld haben...hat man ja als Student leider nicht. :(

    Und ja die Familie geht natürlich immer vor ohne jede Frage.
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  • FormatC
    1199 Euro, aber das ist auch nicht wirklich viel weniger ;)
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  • MaxTheCB
    Hmm...warum 400 Watt L10, ein 300W L8 wäre letztlich auch ausreichend und effizienter, oder ?
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  • FormatC
    Gruppenreguliert... mag ich nicht. Effizienter? Nö. Und außerdem hornalt ;)

    Das E10 ist unhörbar. Ich weiß es, weil ich war ja mit dem Ding zusammen bei FSP in der acoustic chamber :D
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  • wiemi
    "Das Ergebnis war geradezu überwältigend, denn die Wassertemperatur sank um fast 10 Kelvin!"

    Kann das stimmen lt. meinem Einheitenrechner wären das -263,15.
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  • Plitz
    UM .... nicht AUF!
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  • MyRunner
    http://de.wikipedia.org/wiki/Kelvin ist da hilfreich. Kurzes Zitat: "... es wird auch zur Angabe von Temperaturdifferenzen verwendet."
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  • FormatC
    Siehe DIN 1345. Da lautet die Empfehlung, Temperaturdifferenzen generell in Kelvin zu beschreiben. Man kann zwar für die Differenz zwischen zwei °C-Temperaturen auch Grad Celsius verwenden (DIN 1301-1), aber das verwirrt eher.
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  • Tou
    Nettes Projekt, nur hätte ich bei den GPU Kühlern dann doch die Full-Cover Variante genommen und statt Schlauch lieber Acrylglasrohre. ;)
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