Gigabyte GA-7NNXP


Board Revision: ?
BIOS Version: ?
Das 7NNXP von Gigabyte will kein duchrschnittliches Motherboard sein. Die Packung ist recht groß und schwer, und nach dem Öffnen muss sich der Anwender erst einmal durch den beeindruckenden Lieferumfang wühlen. Ist man dann beim Motherboard angekommen, blenden bunte Farben. Doch es gilt nicht das Motto "mehr Schein als Sein" - das glatte Gegenteil ist der Fall.
Die extrovertierte Erscheinung setzt sich bei genauerer Betrachtung fort. So bietet Gigabyte zwei Netzwerkanschlüsse, der primäre ist dank eines Intel 82540EM auch Gigabit-tauglich. Als einer von wenigen Anbietern stattet Gigabyte das 7NNXP mit vier statt der üblichen drei DIMM-Sockel aus. Dies ist jedoch lediglich ein Komfortfeature, denn mehr als sechs Rows bzw. drei doppelseitige DIMMs à 1 GB unterstützt der Chipsatz nicht.
Hervorragend ist die Anzahl der zur Verfügung stehenden IDE-Schnittstellen. Neben der zwei UltraATA/133-Anschlüsse des nForce2 wartet dieses Board mit einem IDE-RAID-Controller von ITE sowie einem Serial-ATA-Controller von Silicon Image auf. Insgesamt zehn ATA-Geräte lassen sich somit in Betrieb nehmen - ein großes Gehäuse sowie ein potentes Netzteil vorausgesetzt.
Gigabyte möchte einen möglichst großen Anwenderkreis ansprechen und stattet das Board aus Gründen der Stabilität mit zusätzlichen Spannungswandlern aus; diese befinden sich auf einem zusätzlichen Steckmodul namens DPS. Würde sich darauf nicht ein zweiter Lüfter befinden, wäre die Lösung sehr gut. Zusammen mit dem Lüfter auf der Northbridge produziert das Gigabyte-Board doch deutlich mehr Lärm als die Mitbewerber.
Ein weiteres Sicherheitsfeature ist das wohl bekannte DualBIOS. Sollte das Flash-ROM beim Aktualisieren oder durch einen Virus unbrauchbar gemacht worden sein, so steht das Backup-BIOS auf einem zweiten Flash-ROM zur Verfügung.
Nützlich ist Gigabytes Farbenspiel im Zusammenhang mit den Gehäuseanschlüssen. Die Sockel sind beschriftet und farblich gekennzeichnet, so dass man nun kaum mehr versehentlich zwei falsche Jumper schliesst.
Neben Asus ist Gigabyte der einzige Hersteller, der seinem nForce2-Board einen AGP-Pro-Slot verpasst. Dieser bringt zwar keine Mehrleistung, ermöglicht jedoch den Einsatz professioneller Grafikkarten mit großem Strombedarf.
Die in unserem Test erzielte Performance ist beachtlich, der Ausstattungs- und Lieferumfang wird lediglich von DFI noch übertroffen. Fragwürdig bleiben die Notwendigkeit der beiden Lüfter und die extreme Reizüberflutung durch die agressive Farbgebung.
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