Vergleich Digitalkameras I: Drei Bridge-Modelle im Einsatz

Digitalkameras lassen sich in einige grobe Kategorien unterteilen. Auch wenn die Bridgekameras (die wie Spiegelreflexkameras aussehen) angesichts des Preissturzes und des Erscheinens zahlreicher Spiegelreflexkameras für ein breites Publikum ein wenig ins Hintertreffen geraten, gibt es dennoch einige sehr interessante neue Modelle. Die Königsklasse bleibt die der Kompaktkameras, aus der man noch eine Gruppe herausheben kann: die der "Schmuckstücke", die extreme Kompaktheit mit einem raffinierten Aussehen verbinden. Angesichts der reduzierten Größe zahlreicher klassischer Kompaktkameras ist die Einordnung schwierig. Dennoch soll sie beibehalten werden. Außerdem gibt es einige Modelle mit sehr speziellen Voreinstellungen, die es verdienen, gesondert betrachtet zu werden: die "Spezialisten". Hier also der große Frühlings-Digicam-Vergleich, der entsprechend diesen Kategorien unterteilt ist:

Die zugehörigen Testfotos wurden alle vom gleichen Punkt aus mit der jeweils kleinsten und der größten Brennweite aufgenommen und ermöglichen so einen Vergleich der Bildwinkel und der Leistungsfähigkeit des Zooms. Allerdings konnten nicht alle Fotos am selben Tag und im selben Augenblick geschossen werden. Beim Vergleich einiger Punkte wie der Belichtung und der Farbwiedergabe ist also Vorsicht geboten.

Die Bridgekameras und ihr Zoom

Eine Bridgekamera, welche die Form einer Spiegelreflexkamera hat, aber mit einem elektronischen Sucher ausgestattet ist, bietet vielen Hobbyfotografen die Möglichkeit, ein sehr leistungsstarkes Zoom zu einem vernünftigen Preis zu bekommen. Die entsprechenden Brennweiten erreichen oder übertreffen oft 400 mm. So kann man entfernte Objekte einfangen, denen man sich nicht weiter nähern kann, oder auch diskrete Einblicke nehmen. Auch wenn ihnen zum Teil von Kompaktmodellen wie der Serie TZ von Panasonic oder zweiteiligen Modellen wie der Nikon S10 Konkurrenz gemacht wird, bleiben die Bridgekameras die beliebtesten und die praktischsten für diese Art von Fotos - auch wenn die Kompaktheit darunter leidet. Bei der Bridgekamera kann man ebenso gut das Display wie den elektronischen Sucher benutzen. Letzterer ist jedoch oft weniger angenehm und leistungsfähig als ein optischer Sucher. Die Befürworter dieser Modelle heben jedoch die Möglichkeit hervor, das Bild so zu sehen "wie es wirklich herauskommt", was stark übertrieben ist, da ein elektronischer Sucher oder ein Digicam-Display dem Benutzer lediglich eine grobe Vorstellung vom erzielten Ergebnis vermittelt. Nur offensichtliche Fehler sind deutlich erkennbar. Allerdings wird der elektronische Sucher nicht durch eine sehr helle Umgebung beeinträchtigt, wie es beim Display möglich ist, das bei starker Sonneneinstrahlung weniger angenehm zu betrachten ist.


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1 Kommentar
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  • Jared
    Zunächst mal finde ich es Schade, dass die wenigen Testmotive (gerademal zwei) nicht unter identischen Bedingungen aufgenommen wurden.

    Und dann würde ich mir etwas mehr Aussagen zum Thema Bildqualität, insbesondere dem Bildrauschen, der chromatischen Aberration und ggf Dynamik/Farbwiedergabe wünschen.

    Ganz besonders wurde bei der FZ8 die Automatische Anpassung des ISO-Wertes an die Bildsituation gelobt. Leider sorgt dieses Feature eher dafür, dass das Bild schnell durch Rauschen zerstört wird, denn die Kamera hat offensichtlich schon bei ISO 100 heftige Probleme mit Bildrauschen. Auf dem Bild mit dem Fluss ist das Wasser am linken Rand von starken Farbrauschen durchzogen und und die Zweige der Büsche über dem Wasser werden von der Rauschunterdrückung zu einem einzigen Brei zermatscht. Wie sollen denn da die Bilder erst bei ISO 400 oder der völlig idiotischen Einstellung von ISO 1250 aussehen. Hier wären ein paar Testbilder interessant gewesen.

    Die Kodak scheint im Weitwinkel Porbleme mit der Schärfe in den Bildecken zu haben und allgemein (besonders im Zoom) mit lila und grünen Farbsäumen an Kontrastkanten. Die Rauschunterdrückung geht bei dieser Kamera, wie im Text schon bemerkt, wirklich ziemlich aggressiv zu Sache. In dem Gebäude rechts werden die Wände wie in einem Aquarell verwaschen.

    Insgesamt überzeugt mich keine der Kameras wirklich. Ich hoffe, dass die Hersteller zur Besinnung kommen und statt immer mehr Magapixel einzubauen mal wieder etwas mehr auf die Bildqualität achten. Die aktuellen Rauschorgien sind wirklich nicht mehr schön.
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