AMD verzichtet künftig auf eigenen Arbeitsspeicher?

AMD hat nicht nur Prozessoren und Grafikkarten im Angebot, sondern verkauft unter seinem Namen auch Arbeits- und Datenspeicher. Doch scheint das Interesse AMDs insbesondere bei Arbeitsspeicher abzuflauen. Zuletzt wurden 2015 neue DDR4-Speicherriegel vorgestellt.

Der Hersteller verneint gegenüber PC World zwar, dass es Pläne für eine Einstellung der Sparte gäbe und verweist darauf, dass entsprechende Lösungen derzeit vor allem in Osteuropa angeboten werden. Allerdings finden sie nur in kleineren Mengen den Weg auf andere Märkte. Neue Produkte scheinen derzeit nicht in Aussicht.

Dabei hat AMD bereits bisher den Weg des geringsten Widerstands gewählt, um Radeon-RAM ohne größeren Aufwand anbieten zu können: Der Speicher wurde von anderen Hersteller zugekauft und lediglich mit einem eigenen Namensaufkleber versehen. Aufgrund der aktuell hohen DRAM-Preise und der damit sinkenden Margen könnte sich aber auch diese Form des Speichergeschäfts nicht mehr lukrativ genug erwiesen haben.

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3 Kommentare
    Dein Kommentar
  • capparezza
    Zitat:
    Aufgrund der aktuell hohen DRAM-Preise und der damit sinkenden Margen könnte sich aber auch diese Form des Speichergeschäfts nicht mehr lukrativ genug erwiesen haben.


    Äh, wie Bitte? Kann mir das mal wer erklären? Höhere DRAM-Preise aber sinkende Marge??? Wer bekommt denn dann die viele Kohle, die mit den steigenden RAM-Preisen gescheffelt wurde? Oder haben die Preise für die einzelnen Speicherbausteine ebenso angezogen? Wenn ja, dann wäre mal ein Grund interessant, warum das so ist. Die Fertigungslinien sind ja mittlerweile auf DDR4 eingespielt, da müsste der Preis pro Chip ja eigentlich runter gehen.
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  • 187
    www.winboard.org/artikel-news/7980-dram-speicherpreise-werden-im-ersten-halbjahr-2017-immer-weiter-ansteigen.html
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  • Tesetilaro
    Anonymous sagte:
    Zitat:
    Aufgrund der aktuell hohen DRAM-Preise und der damit sinkenden Margen könnte sich aber auch diese Form des Speichergeschäfts nicht mehr lukrativ genug erwiesen haben.


    Äh, wie Bitte? Kann mir das mal wer erklären? Höhere DRAM-Preise aber sinkende Marge??? Wer bekommt denn dann die viele Kohle, die mit den steigenden RAM-Preisen gescheffelt wurde? Oder haben die Preise für die einzelnen Speicherbausteine ebenso angezogen? Wenn ja, dann wäre mal ein Grund interessant, warum das so ist. Die Fertigungslinien sind ja mittlerweile auf DDR4 eingespielt, da müsste der Preis pro Chip ja eigentlich runter gehen.


    1. AMD ist ein OEM - da bleibt bei denen genau gar nichts hängen, wenn die was verkaufen wollen - die Marge reicht grad für stichprobenartige Qualitätskontrollen
    2. Die Kohle geht an Chip- und Equipmenthersteller - und die alten Preise waren ruinös, kannste glauben, aktuell wird an der Front aber endlich mal verdient.
    3. Fertigungslinien auf DDR4 eingestellt? das ich nicht lache, yield rates von teilweise nur 50 % für alles in 20 nm, millionen von Rückläufern in der letzten generation alleine bei Samsung, weil 20 nm echt kniffelig ist, usw.

    Vor Ende des Jahres wird für uns als consumer gar nix nach unten gehen... außerdem sind es noch genau 3 hersteller: Samsung, Hynix, Micron - der rest ist nicht mehr der rede wert... (elpida wurde ja von micron gekauft)
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