Facebook will Drohnenhersteller kaufen

Eigentlich hatte ja Marc Zuckerberg noch bei seiner Keynote anlässlich des Mobile World Congress verlautbaren lassen, dass nach der Whats-App-Übernahme erstmal keine weiteren Zukäufe geplant sind. Das galt allerdings entweder nur für App-Anbieter oder der Kauf des Drohnenherstellers Titan Aerospace, über den nun spekuliert wird, fällt noch in die Zeit vor der Akquisition des Messaging-Dienstes. Allerdings ist der Wert des Geschäfts mit rund 60 Millionen Dollar weit geringer.

Titan Aerospace entwickelt unter anderem Drohnen, die sich in einer Höhe von etwa 20 Kilometern bewegen und sowohl Solarzellen als auch einen Akku zur Stromversorgung besitzen, sodass die Fluggeräte auch in der Nacht und über lange Zeiträume in der Luft bleiben können. Die Zellen sollen dabei genügend Energie liefern, um den Energiespeicher tagsüber wieder aufzuladen.

Facebook verfolgt mit der Akquise zusammen mit der gemeinnützigen Initiative Internet.org das Ziel erdnahe Satelliten zu installieren, die auch in den Landstrichen eine Verbindung ins Internet ermöglichen, in denen bisher eine entsprechende Infrastruktur fehlt.

Dass Facebook dabei tatsächlich aus rein altruistischen Motiven handelt, darf bezweifelt werden. Immerhin geht Internet.org davon aus, dass derzeit noch rund fünf Milliarden Menschen keinen Netzzugang besitzen - und das wären eine ganze Menge potentielle neue Nutzer des sozialen Netzwerks

Google hat schon im vergangenen Jahr Google Loon ins Leben gerufen, ein Projekt, das grundsätzlich die gleiche Intention verfolgt, aber an Stelle von Drohnen auf Ballons setzt.

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