Dropbox: Deutsche Kundendaten auf deutschen Servern

Spätestens seit der NSA-Abhöraffäre, die auch Vorwürfe zur Industriespionage umfassen, sind deutsche Nutzer und insbesondere Unternehmen hinsichtlich der Speicherung von Daten auf amerikanischen Servern beunruhigt. Einem Bericht der Wirtschaftwoche zufolge plant Dropbox deshalb, die Speicherung von Daten deutscher Nutzer in die Bundesrepublik zu verlagern.

Dennis Woodside, Chief Operating Officer gab an, dass Dropbox eine entsprechende Infrastruktur aufbaut, zunächst allerdings nur für Firmenkunden. Die Speicherung der Daten in Deutschland soll im dritten Quartal des Jahres beginnen, allerdings plant Dropbox nicht den Aufbau eines eigenen Rechenzentrums - der Dienst setzt auf die Amazon Web Services. Nach Angaben von Woodside hat Dropbox aktuell 30 Millionen Nutzer im deutschsprachigen Raum, allerdings nur 4000 Unternehmenskunden. 

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2 Kommentare
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  • nonexistent
    Inwiefern ist das relevant? Als amerikanisches Unternehmen müssen sie der NSA trotzdem spuren und müssen die Daten dann aus den deutschen Servern holen. Pseudo-Sicherheitsgefühl, um hier paar mehr Leute an Land zu ziehen.
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  • Koln
    Gerade deswegen läuft z.Z. eine Klage von Microsoft vs. USA.
    Sicherheitsbehörden wollen Informationen über einen MS Kunden, dessen Daten auf Cloudserver in Irland (ich glaube es war Irland, nicht 100% sicher) liegen.
    Der Ausgang ist offen, entscheidet das Gericht gegen MS hat das natürlich Signalwirkung (zudem gibt es in der USA ja das Prinzip der Präzedenzfälle, die Urteil von Gerichten sind also binden auch in zukünftigen Auseinandersetzungen von anderen Streitparteien).
    Sollte das Gericht Zugunsten von den Staaten entscheiden würden sich Unternehmen wie MS, Apple oder auch Dropbox quasi immer schuldig machen (entweder in der USA oder dem EU Land in dem der Server steht), denn nach geltendem Recht müsste ein Antrag auf Rechtshilfe gestellt werden, der natürlich von einem Gericht in dem entsprechend EU Land erstmal geprüft werden muss (ebenso die weiteren Schritte) und die US Sicherheitsbehörden erheben Daten nunmal gerne schneller und "unbürokratischer".
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