Fazit: Es reicht nicht
Der Atom 330 von Intel ist als logische Weiterentwicklung des Atom 230-Prozessors zu sehen. Gleichzeitig steigt die Plattform-TDP von 29,5 W auf 33,5 W um gerade einmal 4 W, was sehr vernünftig klingt. Allerdings waren die Leistungszuwächse für den Atom Dual Core verglichen mit dem Single Core eher enttäuschend – zumindest in unserer Test-Suite.
Statt Windows Vista, SYSmark 2007 Preview und PCMark Vantage verwenden zu können mussten wir auf Windows XP und die letzte Generation von Benchmarks wie SYSmark 2004 SE und PCMark05 zurückgreifen, schließlich wurde SYSmark 2007 auf keiner der Atom-Maschinen fertiggestellt. Da SYSmark 2004 und PCMark05 kaum für Multi-Core-CPUs optimiert sind dürften sich die Vorteile des Atom 330 hier nicht in dem Maße zeigen, wie das mit modernen Anwendungen der Fall ist. Im Zweifelsfall bietet der Atom Dual Core nach unserer Meinung mehr, als unsere Ergebnisse zeigen.
Core 2 bleibt der Effizienz-Champion für Office-PCs
Es bleibt aber dabei: Der Core 2 E7200-Einstiegsprozessor erreicht die gleiche Leerlaufleistung, aber vielfach bessere Performance als jede Atom-Plattform. Dafür benötigen Sie lediglich eine vernünftige Plattform mit integrierter Grafik – wie haben ein G31-Motherboard von Foxconn benutzt – und ein Netzteil, das auf die Leistungsanforderungen abgestimmt ist. Schließlich ist ein 80plus-Zertifikat bei Lasten unter 20% des nominalen Netzteil-Outputs noch keine Garantie für hohe Effizienz.
Hat Atom versagt?
Sicher nicht. Immerhin reden wir hier von einem Preisunterschied von mindestens 60 Euro wenn Sie eine integrierte Atom-Lösung mit einem Basis-Core 2 Duo E7200 und einem passenden G31- bzw. G33-Motherboard vergleichen. Sollten Sie sich wirklich sicher sein, dass das gewünschte System ausschließlich für wenig anspruchsvolle Anwendungen wie Web-Browsen, Emails oder einfache Bürotätigkeiten genutzt wird, dann reicht die Atom-Lösung mit Sicherheit aus. Diese ist langsamer als jede andere x86-Plattform (siehe auch unser Vergleich mit VIAs Nano); stellen Sie sich also auf gelegentliche Geduldsproben ein. Allerdings handelt es sich hierbei auch um eine der preiswertesten Lösungen, die mit am wenigsten Leistung aufnimmt, weshalb sich dieses Produkt in Zeiten wirtschaftlicher Engpässe in verschiedenen Märkten durchsetzt.
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Müsste es dann nicht Notebooks mit C2D geben die in Sachen Akkulaufzeit mit dem NC10 mithalten können?
Tja, da dachte ich, daß ich mir vielleicht so einen netten kleinen dual-core-Atom antun könnte, und dann soetwas.
Aus meiner Sicht hat der Atom versagt. Er ist viel zu schwach für das, was er kann und, wie man hier sieht, nichtmal sparsamer als ein deutlich besserer Desktopprozessor.
Die Benchmarks zeigen außerdem ein wichtiges Bild: Obwohl diese Benchmarks, die der Atom noch irgendwie schafft, NICHT für dual-cores optimiert sind, zieht der dual-core E7200 auf und davon.
Bei modernerer Software wird der Vorsprung wohl kaum kleiner, dann dann auch der E7200 seine Kerne besser auslasten kann.
Außerdem ist mal wieder gut zu sehen, wie toll HT funktioniert: Bis auf Ausnahmen (Filmcodierung - achtung, Ironie - genau das, was man mit einem Atom machen möchte...), bringt HT teilweise GAR NICHTS oder so wenig, daß es sich nicht lohnt.
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Seite 10 unter dem unteren Graphen:
@fbd:
Du vergleichst Äpfel mit Birnen. In den Netbooks stecken die N- oder gar Z-Reihen der Atoms, nicht die hier getesteten ohne Buchstabenpräfix. Diese Stromsparer werden nicht mit dem Stromverschwendenden Desktopchipsatz 945GC kombiniert, kosten dafür aber auch mehr und sind langsamer. Teilweise nichtmal HT, nur FSB 533, die Chipsätze können weniger als der 945GC und sind ebenfalls teurer.
Das wichtigste ist also der insgesamt dann noch niedrigere Stromverbrauch.
Wenn Du da etwas vergleichen wolltest, dann müsstest Du einen ULV Core2Duo nehmen. Der verbraucht auch nur "ein paar W" maximal und rennt dann den Atoms mühelos weg, kostet allerdings das 10-fache vom Atom.
Wie es im Artikel richtig steht: Atom ist nur billig und dabei, absolut betrachtet, sparsam, sonst nichts.
Relativ, also in Bezug auf die Leistung, ist der Atom nicht sparsam.
Und in Nettops, also auf dem Desktop und in den billigen Systemen, stecken häufig oder gar meistens die "normalen" Atoms, also die, die mit der Strom- und Hitzeschleuder 945GC kombiniert werden.
@THG:
In der Testkonfiguration ist von einem E8500 die Rede... bei den Tests steht aber immer E7200.
Welche CPU wurde denn nun bitte verwendet?
Ich nehme mal stark an, daß der E7200, wie im letzten Test zuvor auch, verwendet wurde.
Mal angenommen man nimmt einen Pentium Dual Core E2200 und undervoltet den - könnte man dann den Atom toppen was den Verbrauch UND die Leistung angeht? Zufällig besitze ich so einen, allerdings hab ich nicht die Möglichkeit hier große Messungen anzufangen.
Ja, das wird gehen. Das schafft sogar ein AMD Athlon der e-Reihe.
0,8V bei echten 2x1,6Ghz Takt. Da kann keim Atömchen außer im Preis mithalten.
Das sollte der E2200 in etwas auch hinbekommen. Einfach testen!
Bei 0,8V ist davon auszugehen, dass nicht mehr als 5W verbraucht werden.
Naja ich wage zu bezweifeln ob man mit so einem Benchmarkparcour überhaupt den richtigen Ansatz für den Atom verfolgt ? Die CPU ist für die Netbooks oder Nettops doch völlig ausreichend vorallem bei dem Preis , was sollen die Leser denken wenn Sie den THG Artikel lesen ... Finger weg von den Geräten ?
@Voyager:
Die sollen genau das denken, was zu Recht im Artikel steht:
Wer etwas Geduld mitbringt, der bekommt mit dem Atom einen möglichst günstigen Rechner, der hier und da mal kurz stottert, aber, wenn man davon absieht, für viele kleine Aufgaben vollkommen ausreichend ist.
Mit anderen Worten: Wer den Komfort eines anständigen PCs gewöhnt ist, der wird mit dem Atom als "vollständiger Desktop-Ersatz" nicht wirklich Glücklich, da es leistungsmäßig wie eine Zeitreise zurück ins Jahr 2000 oder 2001 ist.
Wem das bisschen geruckel und gestotter nichts ausmacht und diese Totzeiten abwarten kann und möchte, der hat einen günstigen und stromsparenden Rechner.
So, nur anders formuliert, steht es dort.
Wer 60Euronen mehr ausgibt und keinen Wert auf das winzige Gehäuse einer Atom-Plattform legt, kann aber auch gleich einen kräftigen Desktop-PC bekommen. Zwar immernoch weit von High-End entfernt, aber um ein vielfaches stärker als der Atom.
Da muß man halt selbst entscheiden.
Hier wird der Atom wenigstens nicht schöngeredet! Der Hype ist schon groß genug. Der Artikel ist sachlich formuliert und die Schwächen der Rechenkraft werden eigentlich nirgends großartig negativ hervorgehoben.
Was hast Du erwartet? Eine weitere verblendete Lobeshymne für eine schwache CPU, bei der alle Nachteile schön unter den Teppich gekehrt werden und Benchmarks so herausgesucht werden, daß der Atom möglichst gut darsteht - eventuell verglichen mit den stromschluckensten Systemen, die man finden kann, nur damit er auch bei "Leistung pro Watt" gut abschneidet?
Es ist doch sehr erfreulich, daß genauer hingeschaut wird und nicht nur Marketingaussagen wiedergegeben werden. Dafür ist solch eine Hardware-Testseite doch da, oder nicht?
Und wenn Du bereits entschieden hast, das solch ein hübscher kleiner Atom (siehe den neuen von Acer auf nVidia-ION-Basis!) für Dich das richtige ist, dann sagt der Tests auch nichts, was dagegen sprechen würde. Solange Du Dir der paar Schwächen bewußt bist, kannst Du doch entspannt zuschlagen.
Ich frage mich immer, warum der Pentium E5200 / E5400 so stiefmütterlich behandelt wird. Durch FSB800 sollte er den Core 2 Duo E7200 in punkto Energieeffizienz nochmal schlagen. Und IMHO ist der Leistungsunterschied eigentlich 0 (beim E5400). Und er ist 30 € billiger... Die 33% weniger Cache... der höhere Takt gleicht das fast aus.
@shaadar:

Wieso sollte er durch den langsameren Takt des FSBs mehr EnergieEFFIZIENZ bringen? Wenn der FSB zum Flaschenhals wird, dann können die Kerne nicht mehr effizient arbeiten.
Er könnte allerdings sparsamer laufen, das ist wohl richtig.
Alle langsameren (E2xxx) werden aber wohl besser abschneiden, da diese im 65nm Verfahren hergestellt werden und somit wohl ehr nicht so stromsparend ausfallen, wie die E5200 - E5400 oder auch E7200.
Ausprobieren könnte man es, aber wenn es bereits der E7200 geschafft hat so sparsam zu sein wie das Atom-Gesamtpaket, dann gibt es zumindest das Argument der Stromkosten nicht mehr auf Seite des Atoms.
Man müsste mal testen, wie groß die Unterschiede zwischen E5200 und E7200 sind - Sowohl von der Rechenleistung als auch beim Stromverbrauch.
Wenn man nur mit geringen Abstrichen der Rechenleistung die Systemkosten nochmal um 30Euro oder so drücken kann, dann wäre man nochmal näher an der Atom-Preisregion.
Hmmm... beim Heise.de Preisvergleich sehe ich den E5200 sogar für rund 45Euro weniger.
@derGhostrider:
Durch den niedrigeren FSB taktet der E5400 mit EIST auf 1200 MHz runter im Leerlauf, der E7200 wegen 266 (1066) MHz FSB auf 1600 MHz (fester "Stromparmultiplikator" 6).
Du meinst bestimmt schlechter abschneiden.
Aber im Allgemeinen freue ich mich, dass Energiesparen heute ein größeres Forum hat als früher, aus umwelttechnischen Gründen :-) ... und wenn auch die meisten wegen der Stromrechnung sparen, der richtige Weg ist´s...
Ja Mann! Ich liebe das!
- Mein ich-brauche-meist-nur-6W Dual Core mit 45W TDP
- Meine ich-idle-mal-locker-mit-6W HD4670
- Meine 0,6-1,4W-reichen-mir 2,5" HDD mit 500 GB
- Mein 80 Plus Enermax-Netzteil
- Meine Semi-Passive Kühlung.
Meins, meins, meins! Göttlich! XD
Das Einzige, was noch fehlt, wäre ein UD-Brett von Gigabyte.
Ich glaube, mein Mainboard zieht im Idle deutlich am Meisten.
Die Intel E2*** schneiden übrigens verdammt gut ab!
Die kann man unter 3W prügeln, wenn man will.
http://ht4u.net/reviews/2009/amd_p [...] index9.php
Es ist ein Leichtes, die CPUs auf C'n'C oder EIST festzunageln und
sogar noch 0,1V abzuziehen. Dann sieht Atom kein Licht mehr.
Scheiss auf die Umwelt... Allerdings kann ich bei den Strompreisen mit einer Energie-Spar-Lösung mehrere mal im Jahr essen gehen
Ich denke solche Argumente überzeugen mehr als irgendwelche Parolen ala Grüne/B90, welche ohnehin auf der gesamten politischen Linie enttäuscht haben.
Die E5200er Prozessoren hätte man in dem Test mit einschließen sollen. Hab meinen auch bei 1.10V und 2.9GHz(11x266) laufen. Somit verbraucht die ganze Kiste komplett knapp 50W und hat ausreichend Reserven für alles mögliche. Damit das Netzteil in einen effizienten Bereich kommt, hängt an der 12V Schiene noch das TFT mit dran...
Doppelte Effizienz?
Die Effizienz durch mehr Kerne steigt doch sowieso - zumindest gegen 2x Chipsatz und 2x Single Core!
@Vanilla: Wenn Dein System auf 50W kommt, dann verbrät es aber mehr als das Testsystem.
@fruechtetee:
Du hast aber auch Verluste, die die Skalierung eben nicht ideal machen. Geteilter FSB, Thread-Management, Cache-Management, etc.
Nunja, und wie man an den Tests sehen kann, sind die Einsatzgebiete, in denen der zweite Kern vom Atom richtig was reißen kann, doch sehr übersichtlich... ausgerechnet die Bereiche, bei denen man solch ein schmalbrüstiges System als letztes einsetzen wird: Filme codieren. Und natürlich beim packen von Daten... ob das ein Kaufargument für den dual-core Atom ist? *schulternzuck*
Ich fand das Testergebnis, als es noch aktuell war, schon relativ enttäuschend. Bisher hatte ich immer gehofft, daß der dual-core Atom die Leistungsschwächen des single-cores ausbügeln könnte.
Offensichtlich kann er aber gerade dieses jedoch nicht. Schade.
BTW: Warum taucht dieser Artikel plötzlich wieder oben links auf der Startseite auf?
@derGhostrider: mach dich nicht so wichtig! arbeitest du bei AMD? so ein pech...
@Pussycat:
Ja, ganz bestimmt! Deswegen beziehe ich auch Stellung für Intels Core2Duo CPUs. Das ist sehr sinnvoll, wenn ich bei AMD arbeite...
Wieso wurden hier im Test irgendwelche Boards verglichen, statt dem Intel D945GCLF mit Atom 230 und Intel D945GCLF2 mit Atom 330.
Und nochwas: auch wenn der Core2Duo so ziemlich gleichviel Energie braucht: erst durch Intels Atom wurden ITX Systeme BEZAHLBAR!
Bei Via (quasi ITX Monopol) zahlte man immer 200 bis 400€ - ein Dualcore Atom Board gibts für 50 bis 80€!
mfg