Fazit
Maxivista ist ein kleines Programm mit einem ungewöhnlichen Funktionsumfang. Mit Hilfe dieser Software lässt sich der Desktop eines Windows-Computers auf einen Monitor ausweiten, der an einem anderen Computer angeschlossen ist. Um dies zu erreichen, wird bei der Installation der Maxivista Server-Software eine virtuelle Grafikkarte auf dem Computer erstellt, die die Bildinformationen der virtuellen Desktoperweiterung über das Netzwerk an ein Client-Programm sendet, das auf einem anderen Desktop-Computer oder Notebook installiert ist. Das Client-Programm gibt die empfangenen Bildinformationen wiederum an dem lokal angeschlossenen Monitor bzw. Display wieder, wodurch aus der virtuellen Desktoperweiterung eine "echte" Desktoperweiterung wird.
Die Installation geht einfach von der Hand und das Programm ist in wenigen Minuten einsatzbereit. Ein Konfigurationsaufwand ist für Anwender nicht gegeben, da das Server-Programm automatisch nach dem Maxivista-Client im Netzwerk sucht. Alle notwendigen Einstellungen betreffend der Windows-Firewall werden bereits bei der Installation gemacht. So bleibt dem Anwender nur noch, das Programm zu starten und auf einfachste Weise einen weiteren Monitor seinem Computer hinzuzufügen. Ist der Maxivista Server mit dem Client-Rechner per Ethernet verbunden ist die Performance für die gegebenen Verhältnisse sehr gut. Selbst die flüssige Wiedergabe von Youtube-Videos im Format 720p stellt kein Problem dar. Bei höheren Auflösungen können jedoch Probleme auftreten, wie unser Test gezeigt hat.
Maxivista oder Zweitmonitor?
Sinnvoll einsetzen lässt sich das Programm unserer Ansicht nach jedoch nur, wenn zum Beispiel das Display eines sowieso schon vorhandenen Notebooks temporär als Zweit- oder Drittbildschirm an einem Desktop-Computer fungieren soll. Denn schlussendlich sollte man nicht vergessen, dass die Maxivista Client-Software auf einem vollwertigen PC oder Notebook installiert werden muss und damit auch ein gewisser Stromverbrauch einhergeht. Im ungünstigsten Fall liegt die Leistungsaufnahme des Client-PCs inklusive Monitor bzw. Notebooks mit seinem integrierten Display höher als die Leistungsaufnahme eines einzelnen modernen TFT-Monitors. Zudem steht auf dem durch Maxivista bereitgestellten Monitor keine Hardwarebeschleunigung zur Verfügung, was mit diversen Programmen zu Problemen führen könnte.
Aber auch hier dürften sicherlich individuelle Begebenheiten wie ein begrenztes Platzangebot oder gar Budget für einen zweiten Monitor oder der Verwendungszweck den Ausschlag geben, Maxivista als Dauerlösung einzusetzen zu wollen. Doch auch für Anwender, die weniger die Erweiterung ihres Desktops per Ethernet-Verbindung auf einen entfernten Monitor im Sinn haben, könnte sich ein Blick auf das Programm Maxivista lohnen. Denn die integrierte Funktion, Maxivista als kostengünstige KVM-Lösung auf Softwarebasis zu verwenden hat sicherlich ihren Reiz - vorausgesetzt man hat Verwendung für solch eine Funktion.
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Hallo,
vielen Dank für den sehr ausführlichen Test unserer Software, über den wir uns sehr freuen.
1. Zum Stromverbrauch möchte ich anmerken, daß ein Laptop kaum mehr Strom verbraucht als ein Monitor, weil die CPU weitestgehend im Dämmerzustand verweilt und sich die Festplatte ggf. automatisch abschaltet.
Für einen Thinkpad X31 haben wir ca. 20 Watt Leistungsaufnahme ermittelt. Diesen Wert erreichen auch die meisten Monitore.
2. Sie haben völlig richtig erkannt, daß der Windows Mediaplayer tatsächlich zusammen mit MaxiVista problematischt. Fast jeder andere Mediaplayer (VNC, MPlayer, QuickTime, RealPlayer) funktioniert problemlos. Bitte beachten Sie jedoch, daß MaxiVista keine Hardwarebeschleunigung auf dem Zusatzbildschirm unterstützt (z.B. OpengGL).
3. Ein gern genutzte Funktion ist übrigens die Zwischenablagesynchronisation im Fernsteuerungsmodus ("Software KVM"): Kopiert man etwas in die Zwischenablage eines Rechners, steht der Inhalt sofort auch auf dem anderen PC zur Verfügung. Dies vereinfacht den Datenaustausch zwischen mehreren Rechnern.
Viele Grüße aus Trier,
Gunnar Bartels
MaxiVista Team
die KVM Lösung ist mehr als flüssig - sie ist total überflüssig. Wer sowas benötigt verwendet kostenlose Lösungen wie VNC oder Remote Desktop. Sinnvoll wäre sie nur wenn sie ohne Betriebssystem funktionieren würde - da das technisch unmöglich ist ist es nicht sinnvoll. Die einzigst einigermaßen sinnige Funktion stellt tatsächlich der virtuelle Displaytreiber dar - nachteil ist die nicht vorhandene Hardwarebeschleunigung (auch wenn mir klar ist warum das nicht geht) - damit disqualifiziert sich diese Lösung für viele Anwendungsgebiete. Denim Artikel genannten Anwendungsfall ("Zweitbildschirm zum testen") halte ich für an den Haaren herbeigezogen und bestenfalls Spielerei. Ferngesteuerte Präsentationen wäre vielleicht eine denkbare Anwendung.
Das die Kommunikation über WLAN nur ruckelig möglich ist ist ein Armutszeugnis für eine kommerzielle Software - da der Herstller gerade im Board unterwegs ist - ihr solltet dringend an der Komprimierung arbeiten dann sollte das wirklich gar kein Problem darstellen (man vergleiche Remote Desktop Verbindungen über 768 DSL - was problemlos möglich ist).
Ich vermute da wird jedesmal ein komplettes Bild (aus dem HDC generiert) als JPG übertragen - was totaler Schwachsinn und Resourcenverschwendung ist. Nur als Denkanstoß am Rande.
@aarfy: wüste Vermutungen bringen hier keinen weiter. Pauschale, nicht nachgewiesene Urteile über die Kompression finde ich lächerlich. Oder ist die Vermutung "JPG-Streams" irgendwie per Netzwerk-Sniffer zu beweisen? Ich denke nicht...
Dass Microsoft mit Remote Desktop die Nase vorn hat, könnte daran liegen, dass sie mit Windows und Terminal Server das System schon seit jeher kennen, und entsprechend optimieren konnten.
Dennot wird MS Remote Desktop auch unweigerlich ruckeln, wenn man versucht, es als Multimedia-Interface zu missbrauchen. Da finde ich das Demo-Video von THG ziemlich beeindruckend, wo eben auch beim Video (zumindest über alternative Player) kaum ein Ruckeln zu bemerken ist.
Es gibt keine Software, die für jeden gleichermaßen Sinn macht. Diese hier sicher nicht für CAD, Videoschnitt, 3D-Rendering, Gaming oder Ähnliches gedacht, also muss man sich nicht darüber aufregen, wenn sie das nicht besser kann als die Konkurrenz. Filmchen sind ein guter Benchmark, das war's aber auch schon.
WLAN halte ich ebenfalls nur für einen Benchmark, der zeigen soll, wie gut die Software mit schlechten Bedingungen umgehen kann. WLAN ist nach wie vor ein Garant für eher unstabile, langsame Verbindungen und stark schwankende Übertragungsgeschwindigkeiten, und damit ist völlig klar, dass Programme, die sich 100% auf Netzwerkverbindungen stützen, dann anfangen zu schwächeln. Das gilt aber sicher nicht nur für Maxivista.
Hallo,
@aarfy Kann man Kritik, auch wenn sie berechtigt ist, nicht auch in einem vernünftigen Ton rüber bringen!? Immer gleich mit "Schwachsinn, Armutszeugnis etc.“ zu jonglieren, fordert den anderen sicher nicht dazu auf, die Kritik anzunehmen.
Nur mal so ein kleiner Tipp am Rande...
Besten Gruß,
Gast
> Wer sowas benötigt verwendet VNC oder Remote Desktop
VNC ist eine tolle Lösung, macht aber etwas völlig anderes, als MaxiVista:
VNC holt den Bildschirm eines entfernten Rechners über das Netzwerk auf den lokalen PC, der dann in diesem Fenster ferngesteuert werden kann. Zur Fernsteuerung muss bei VNC stets der Bildschirm übertragen werden.
MaxiVista bietet hingegen folgendes:
* Im Fernsteuerungsmodus kann man den Mauszeiger eines „Haupt-PCs“ visuell auf den Monitor eines direkt benachbarten „Zweit-PCs“ herüberziehen und diesen damit vom Haupt-PC fernsteuern. Hierzu werden lediglich die Mauskoordination, Texteingaben und ggf. die Zwischenablage übertragen, wenn diese zwischen den Rechnern synchronisiert werden sollen.
* Im „Erweiterten Bildschirm“-Modus erstellt MaxiVista mittels der virtuellen Grafikkarte einen erweiterten Desktopbereich des Haupt-PC und sendet diesen Bildschirminhalt über das Netzwerk zum Zweit-PC, der dann nichts weiter macht, als diesen fortlaufend anzuzeigen.
> damit disqualifiziert sich diese Lösung für viele Anwendungsgebiete
Wenn Du damit Spiele meinst, dann hast Du recht. Für Spiele eignet sich MaxiVista nicht, zumal es keine Grafikkarte-Beschleunigung unterstützt. Eine Ausnahme sind die Flugsimulator-Enthusiasten, die MaxiVista sehr gerne einsetzen.
Es gibt ja aber auch noch Anwender, die tatsächlich noch arbeiten (Outlook, Word, Excel , Programmierumgebungen, etc.) und da ist der Extra-Desktop hilfreich. Es ist sehr praktisch, auf dem Hauptmonitor mit Word zu arbeiten, während auf dem Laptop-Monitor Outlook läuft, aus dem man Daten einfach per Drag & Drop in Word ziehen kann.
Wir haben einige Bilder von Kunden-Setups gesammelt:
http://www.maxivista.de/testimonials.htm#setups
Und hier ist ein eindrucksvolles Meisterwerk: http://www.stefandidak.com/office/
> Das die Kommunikation über WLAN nur ruckelig möglich ist...
Videos sagen mehr als Worte:
http://www.youtube.com/watch?v=KSex_aqntLM
Oder hier:
http://www.youtube.com/watch?v=WF7diRGcya8
> Ich vermute da wird jedesmal ein komplettes Bild
> (aus dem HDC generiert) als JPG übertragen
Nein, das ist nicht richtig vermutet. Ein Blick in die Dokumentation zeigt, daß wir „unter der Motorhaube“ schon etwas mehr Aufwand betreiben, um die Performance von MaxiVista zu erreichen:
http://handbuch.maxivista.de#performance
Davon braucht man sich aber abschrecken lassen. Der „Performance-Optimizer“ ermittelt die optimalen Parameter in den meisten zuverlässig automatisch.
Vielleicht probierst Du MaxiVista mit der kostenlosen Demoversion einfach einmal aus.
Gunnar Bartels
MaxiVista Team
das ganze jetzt als opensource variante:
http://code.google.com/p/synergy-plus/
Hey du Gunnar,
das du als Maxivista-Mitarbeiter euer Produkt toll findest versteht sich ja von selbst, allerdings hat aarfy schon (teilweise) recht mit seiner Kritik.
Der generelle Anwendungsfall "Ich habe noch einen weiteren Rechner mit Monitor, will diesen Monitor jedoch nicht an den zweiten Ausgang meine Grafikkarte anschliessen sondern an dem zweiten Rechner lassen" ist wohl eher selten.
Ich hoffe ihr könnt in der Niesche "mehr als zwei Monitore nötig, aber bitte ohne weitere Grafikkarten" etwas Geld machen, aber für mich (und meine drei Kollegen mit denen ich gerade darüber geredet habe, wäre das nichts...
Grüße
Daniel
Wüsste ehrlich gesagt auch nicht wo diese Lösung Sinn macht. Höchstens wenn ein PC nur einen Ausgang hat was in der Regel nicht so ist.
Effizient ist es auch nicht wirklich.
Da bleib ich lieber bei 2 Monitoren an einem PC + UltraMon
Wenn schon Software dann bitte Synergy --> "http://sourceforge.net/projects/synergy2/files/" da gehen dann auch unterschiedliche OS.
Synergy+ ist toll, aber leider auch was anderes, da es eben nicht das Bild eines virtuellen Zweitmonitors auf den Laptop auslagert, sondern nur Maus+Tastatur "weiterleitet". Eine kostenlose oder gar Open-Source-Lösung die mit Maxivista vergleichbar ist gibts nicht (zumindest nie was gefunden)
)


Ich nutze den Zweitmonitor meistens um irgendwelche Paletten oder Menüs aus dem Hauptbildschirm auszulagern oder mehrere Dateien nebeneinander zu öffnen, dafür würde Maxivista dicke reichen. Mein Laptop verbraucht auch weniger als die Hälfte meines Zweitmonitors, einer alten 19"-Röhre. Laptop und Gigabit-Switch stehen sowieso auf/neben dem Schreibtisch. Die Auflösung des Laptops passt mit 1400x1050 auch wunderbar zu den 1680x1050 meines Hauptmonitors. Weit besser als die 1280x1024, die die Röhre noch einigermaßen scharf und mit 85Hz darstellen kann. (Mein alter CRT war da besser hat aber längst den Geist aufgegeben
Aber:
1) Dass Aero abgeschaltet wird nervt mich, zumal das zwar bei Vista, nicht aber bei Win7 nötig ist (Vista erlaubt nur einen Grafiktreiber beim neuen Treibermodell, Win7 kann wieder mehr).
2) Auch Maxivista kostet was. Nicht so viel wie ein Monitor, aber man muss da die Nachteile halt doch mit einrechnen.
3) Das letzte mal als ich Maxivista getestet habe funktionierte die Einrichtung leider nicht ganz so fehlerfrei wie hier im Artikel. Gut möglich, dass das inzwischen aber behoben ist (war damals im Betatest der aktuellen Version)
4) Dank Synergy+ hab ich mich dran gewöhnt den Laptop für Browser oder andere Programme zu nutzen, die keine zwei Monitore brauchen - und gleichzeitig für größere Sachen die Röhre zuzuschalten. 3 Monitore sind eben doch noch besser als 2
Bei mir gings also eher um die Frage ob ich den platzfressenden CRT gegen den Laptop auswechsle. Hätte ich den nicht sähe meine Entscheidung wohl anders aus und ich würde Maxivista einsetzen.
PS: Worauf ich warte, ist ein DVI->USB-Konverter (nicht umgekehrt), sprich eine Lösung den Grafikkartenausgang an den Laptop zu schicken. Sowas ist leider bezahlbar absolut nicht zu bekommen
diese software ist definitiv nicht etwas das jeder braucht.
aber nur weil man keine verwendung dafuer hat gibt es keinen grund, sich darueber aufzuregen, aarfy und co.
habe maxivista auch eine zeit lang genutzt, naemlich weil mein arbeitgeber mir keinen zweitmonitor zur verfuegung stellen wollte/konnte. also hab ich mein privates notebook benutzt. ueber wlan fluessig und problemlos!