MaxiVista: Zusätzlicher Bildschirm per Software
Inhaltsverzeichnis
- 1. Multimonitor-Konfiguration: Kein teures Vergnügen mehr
- 2. Notebook als zusätzlicher Monitor
Viele Jahre lang waren Computer mit mehreren angeschlossenen Monitoren eher ein seltenes Bild. Oft waren solche Multimonitor-Konfigurationen lediglich im professionellen gewerblichen Umfeld auszumachen wie zum Beispiel bei Grafikagenturen. In Zeiten, in denen Grafikkarten noch per PCI-Bus angesprochen wurden, waren die Kosten für Privatanwender, die neben einem zweiten CRT-Monitor auch noch eine zweite Grafikkarte benötigt hätten, schlichtweg zu hoch, da der Kostenfaktor in keinerlei Verhältnis zum Nutzen gestanden hätte.
Doch die Zeiten ändern sich. Heutzutage steht der leistungsfähigere PCI-Express-Bus zur Verfügung und auch die Leistungsfähigkeit der Grafikkarten hat erheblich zugenommen. So bieten bereits sehr günstige Grafikkarten wie zum Beispiel eine ATI Radeon HD3450, die im Handel für etwa 25 Euro erhältlich ist, die Möglichkeit einen zweiten Monitor anzuschließen. Zudem wurden die CRT-Monitore weitestgehend von TFT-Monitoren abgelöst, die auch mit großen Bildschirmdiagonalen relativ günstig zu erwerben sind. Früher weckte ein 19-Zoll Röhrenmonitor noch Neid, heute denkt man beim Kauf eines TFT-Monitors gar nicht daran, sich an Bilddiagonalen unter 22-Zoll zu orientieren.
Höhere Produktivität
Da der finanzielle Aufwand für den Betrieb mehrerer Monitore gesunken ist, finden sich solche Konfigurationen nun auch weit häufiger in privaten Arbeitsumgebungen. Die Argumente für einen auf zwei oder mehr Monitore erweiterten Desktop können dabei vielfältig sein. So können zum Beispiel Hobbyfotografen von solch einer Konfiguration profitieren, indem sie die Werkzeugleisten des Bildbearbeitungsprogramms auf den zweiten Monitor auszulagern. Auch das Arbeiten mit umfangreichen Excel-Dateien gestaltet sich einfacher oder es lassen sich parallel zwei Word-Dokumente öffnen und in voller Größe nebeneinander anordnen. Die anfallende Arbeit lässt sich so leichter erledigen, da man entweder mehr Platz hat, seine Programmfenster anzuordnen oder weil man schlicht mehr Informationen auf der erweiterten Oberfläche anzeigen lassen kann. Wer einmal an einem Computer mit zwei Monitoren gearbeitet hat, wird schwer davon zu überzeugen sein, auf einen der Monitore verzichten zu können.
Kosten und Platzbedarf
Bei all den genannten Vorteilen sollte man jedoch nicht vergessen, dass ein zusätzlicher Monitor zwar relativ günstig erworben werden kann, aber eventuell doch außerhalb des persönlichen Budgets liegt. Weiterhin sollte man auch bedenken, dass auch TFT-Monitoren ein gewisser Platzbedarf nicht abgesprochen werden kann. Zudem gibt es sicherlich auch Anwender, die zwar mit einer Dualmonitor-Konfiguration liebäugeln, sich aber nicht sicher sind, in wieweit sie daraus einen Vorteil ziehen können.
Software-Lösung
Wer sowohl das Budget sowie den benötigten Platz für einen Zweitmonitor hätte, aber mit der Anschaffung aus oben genanntem Grund noch hadert, für den bietet die Software Maxivista eine günstige Möglichkeit eine solche Dualmonitor-Konfiguration auszuprobieren - ohne einen zusätzlichen Monitor anzuschaffen. Voraussetzung ist lediglich, neben einem Desktop-Computer noch einen Zweit-PC mit eigenem Monitor oder ein Notebook sein Eigen zu nennen. Zudem müssen diese Rechner miteinander vernetzen sein. Maxivista verspricht, den Bildschirm des anderen Computers als Zweitmonitor zur Verfügung zu stellen.
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Hallo,
vielen Dank für den sehr ausführlichen Test unserer Software, über den wir uns sehr freuen.
1. Zum Stromverbrauch möchte ich anmerken, daß ein Laptop kaum mehr Strom verbraucht als ein Monitor, weil die CPU weitestgehend im Dämmerzustand verweilt und sich die Festplatte ggf. automatisch abschaltet.
Für einen Thinkpad X31 haben wir ca. 20 Watt Leistungsaufnahme ermittelt. Diesen Wert erreichen auch die meisten Monitore.
2. Sie haben völlig richtig erkannt, daß der Windows Mediaplayer tatsächlich zusammen mit MaxiVista problematischt. Fast jeder andere Mediaplayer (VNC, MPlayer, QuickTime, RealPlayer) funktioniert problemlos. Bitte beachten Sie jedoch, daß MaxiVista keine Hardwarebeschleunigung auf dem Zusatzbildschirm unterstützt (z.B. OpengGL).
3. Ein gern genutzte Funktion ist übrigens die Zwischenablagesynchronisation im Fernsteuerungsmodus ("Software KVM"): Kopiert man etwas in die Zwischenablage eines Rechners, steht der Inhalt sofort auch auf dem anderen PC zur Verfügung. Dies vereinfacht den Datenaustausch zwischen mehreren Rechnern.
Viele Grüße aus Trier,
Gunnar Bartels
MaxiVista Team
die KVM Lösung ist mehr als flüssig - sie ist total überflüssig. Wer sowas benötigt verwendet kostenlose Lösungen wie VNC oder Remote Desktop. Sinnvoll wäre sie nur wenn sie ohne Betriebssystem funktionieren würde - da das technisch unmöglich ist ist es nicht sinnvoll. Die einzigst einigermaßen sinnige Funktion stellt tatsächlich der virtuelle Displaytreiber dar - nachteil ist die nicht vorhandene Hardwarebeschleunigung (auch wenn mir klar ist warum das nicht geht) - damit disqualifiziert sich diese Lösung für viele Anwendungsgebiete. Denim Artikel genannten Anwendungsfall ("Zweitbildschirm zum testen") halte ich für an den Haaren herbeigezogen und bestenfalls Spielerei. Ferngesteuerte Präsentationen wäre vielleicht eine denkbare Anwendung.
Das die Kommunikation über WLAN nur ruckelig möglich ist ist ein Armutszeugnis für eine kommerzielle Software - da der Herstller gerade im Board unterwegs ist - ihr solltet dringend an der Komprimierung arbeiten dann sollte das wirklich gar kein Problem darstellen (man vergleiche Remote Desktop Verbindungen über 768 DSL - was problemlos möglich ist).
Ich vermute da wird jedesmal ein komplettes Bild (aus dem HDC generiert) als JPG übertragen - was totaler Schwachsinn und Resourcenverschwendung ist. Nur als Denkanstoß am Rande.
@aarfy: wüste Vermutungen bringen hier keinen weiter. Pauschale, nicht nachgewiesene Urteile über die Kompression finde ich lächerlich. Oder ist die Vermutung "JPG-Streams" irgendwie per Netzwerk-Sniffer zu beweisen? Ich denke nicht...
Dass Microsoft mit Remote Desktop die Nase vorn hat, könnte daran liegen, dass sie mit Windows und Terminal Server das System schon seit jeher kennen, und entsprechend optimieren konnten.
Dennot wird MS Remote Desktop auch unweigerlich ruckeln, wenn man versucht, es als Multimedia-Interface zu missbrauchen. Da finde ich das Demo-Video von THG ziemlich beeindruckend, wo eben auch beim Video (zumindest über alternative Player) kaum ein Ruckeln zu bemerken ist.
Es gibt keine Software, die für jeden gleichermaßen Sinn macht. Diese hier sicher nicht für CAD, Videoschnitt, 3D-Rendering, Gaming oder Ähnliches gedacht, also muss man sich nicht darüber aufregen, wenn sie das nicht besser kann als die Konkurrenz. Filmchen sind ein guter Benchmark, das war's aber auch schon.
WLAN halte ich ebenfalls nur für einen Benchmark, der zeigen soll, wie gut die Software mit schlechten Bedingungen umgehen kann. WLAN ist nach wie vor ein Garant für eher unstabile, langsame Verbindungen und stark schwankende Übertragungsgeschwindigkeiten, und damit ist völlig klar, dass Programme, die sich 100% auf Netzwerkverbindungen stützen, dann anfangen zu schwächeln. Das gilt aber sicher nicht nur für Maxivista.
Hallo,
@aarfy Kann man Kritik, auch wenn sie berechtigt ist, nicht auch in einem vernünftigen Ton rüber bringen!? Immer gleich mit "Schwachsinn, Armutszeugnis etc.“ zu jonglieren, fordert den anderen sicher nicht dazu auf, die Kritik anzunehmen.
Nur mal so ein kleiner Tipp am Rande...
Besten Gruß,
Gast
> Wer sowas benötigt verwendet VNC oder Remote Desktop
VNC ist eine tolle Lösung, macht aber etwas völlig anderes, als MaxiVista:
VNC holt den Bildschirm eines entfernten Rechners über das Netzwerk auf den lokalen PC, der dann in diesem Fenster ferngesteuert werden kann. Zur Fernsteuerung muss bei VNC stets der Bildschirm übertragen werden.
MaxiVista bietet hingegen folgendes:
* Im Fernsteuerungsmodus kann man den Mauszeiger eines „Haupt-PCs“ visuell auf den Monitor eines direkt benachbarten „Zweit-PCs“ herüberziehen und diesen damit vom Haupt-PC fernsteuern. Hierzu werden lediglich die Mauskoordination, Texteingaben und ggf. die Zwischenablage übertragen, wenn diese zwischen den Rechnern synchronisiert werden sollen.
* Im „Erweiterten Bildschirm“-Modus erstellt MaxiVista mittels der virtuellen Grafikkarte einen erweiterten Desktopbereich des Haupt-PC und sendet diesen Bildschirminhalt über das Netzwerk zum Zweit-PC, der dann nichts weiter macht, als diesen fortlaufend anzuzeigen.
> damit disqualifiziert sich diese Lösung für viele Anwendungsgebiete
Wenn Du damit Spiele meinst, dann hast Du recht. Für Spiele eignet sich MaxiVista nicht, zumal es keine Grafikkarte-Beschleunigung unterstützt. Eine Ausnahme sind die Flugsimulator-Enthusiasten, die MaxiVista sehr gerne einsetzen.
Es gibt ja aber auch noch Anwender, die tatsächlich noch arbeiten (Outlook, Word, Excel , Programmierumgebungen, etc.) und da ist der Extra-Desktop hilfreich. Es ist sehr praktisch, auf dem Hauptmonitor mit Word zu arbeiten, während auf dem Laptop-Monitor Outlook läuft, aus dem man Daten einfach per Drag & Drop in Word ziehen kann.
Wir haben einige Bilder von Kunden-Setups gesammelt:
http://www.maxivista.de/testimonials.htm#setups
Und hier ist ein eindrucksvolles Meisterwerk: http://www.stefandidak.com/office/
> Das die Kommunikation über WLAN nur ruckelig möglich ist...
Videos sagen mehr als Worte:
http://www.youtube.com/watch?v=KSex_aqntLM
Oder hier:
http://www.youtube.com/watch?v=WF7diRGcya8
> Ich vermute da wird jedesmal ein komplettes Bild
> (aus dem HDC generiert) als JPG übertragen
Nein, das ist nicht richtig vermutet. Ein Blick in die Dokumentation zeigt, daß wir „unter der Motorhaube“ schon etwas mehr Aufwand betreiben, um die Performance von MaxiVista zu erreichen:
http://handbuch.maxivista.de#performance
Davon braucht man sich aber abschrecken lassen. Der „Performance-Optimizer“ ermittelt die optimalen Parameter in den meisten zuverlässig automatisch.
Vielleicht probierst Du MaxiVista mit der kostenlosen Demoversion einfach einmal aus.
Gunnar Bartels
MaxiVista Team
das ganze jetzt als opensource variante:
http://code.google.com/p/synergy-plus/
Hey du Gunnar,
das du als Maxivista-Mitarbeiter euer Produkt toll findest versteht sich ja von selbst, allerdings hat aarfy schon (teilweise) recht mit seiner Kritik.
Der generelle Anwendungsfall "Ich habe noch einen weiteren Rechner mit Monitor, will diesen Monitor jedoch nicht an den zweiten Ausgang meine Grafikkarte anschliessen sondern an dem zweiten Rechner lassen" ist wohl eher selten.
Ich hoffe ihr könnt in der Niesche "mehr als zwei Monitore nötig, aber bitte ohne weitere Grafikkarten" etwas Geld machen, aber für mich (und meine drei Kollegen mit denen ich gerade darüber geredet habe, wäre das nichts...
Grüße
Daniel
Wüsste ehrlich gesagt auch nicht wo diese Lösung Sinn macht. Höchstens wenn ein PC nur einen Ausgang hat was in der Regel nicht so ist.
Effizient ist es auch nicht wirklich.
Da bleib ich lieber bei 2 Monitoren an einem PC + UltraMon
Wenn schon Software dann bitte Synergy --> "http://sourceforge.net/projects/synergy2/files/" da gehen dann auch unterschiedliche OS.
Synergy+ ist toll, aber leider auch was anderes, da es eben nicht das Bild eines virtuellen Zweitmonitors auf den Laptop auslagert, sondern nur Maus+Tastatur "weiterleitet". Eine kostenlose oder gar Open-Source-Lösung die mit Maxivista vergleichbar ist gibts nicht (zumindest nie was gefunden)
)


Ich nutze den Zweitmonitor meistens um irgendwelche Paletten oder Menüs aus dem Hauptbildschirm auszulagern oder mehrere Dateien nebeneinander zu öffnen, dafür würde Maxivista dicke reichen. Mein Laptop verbraucht auch weniger als die Hälfte meines Zweitmonitors, einer alten 19"-Röhre. Laptop und Gigabit-Switch stehen sowieso auf/neben dem Schreibtisch. Die Auflösung des Laptops passt mit 1400x1050 auch wunderbar zu den 1680x1050 meines Hauptmonitors. Weit besser als die 1280x1024, die die Röhre noch einigermaßen scharf und mit 85Hz darstellen kann. (Mein alter CRT war da besser hat aber längst den Geist aufgegeben
Aber:
1) Dass Aero abgeschaltet wird nervt mich, zumal das zwar bei Vista, nicht aber bei Win7 nötig ist (Vista erlaubt nur einen Grafiktreiber beim neuen Treibermodell, Win7 kann wieder mehr).
2) Auch Maxivista kostet was. Nicht so viel wie ein Monitor, aber man muss da die Nachteile halt doch mit einrechnen.
3) Das letzte mal als ich Maxivista getestet habe funktionierte die Einrichtung leider nicht ganz so fehlerfrei wie hier im Artikel. Gut möglich, dass das inzwischen aber behoben ist (war damals im Betatest der aktuellen Version)
4) Dank Synergy+ hab ich mich dran gewöhnt den Laptop für Browser oder andere Programme zu nutzen, die keine zwei Monitore brauchen - und gleichzeitig für größere Sachen die Röhre zuzuschalten. 3 Monitore sind eben doch noch besser als 2
Bei mir gings also eher um die Frage ob ich den platzfressenden CRT gegen den Laptop auswechsle. Hätte ich den nicht sähe meine Entscheidung wohl anders aus und ich würde Maxivista einsetzen.
PS: Worauf ich warte, ist ein DVI->USB-Konverter (nicht umgekehrt), sprich eine Lösung den Grafikkartenausgang an den Laptop zu schicken. Sowas ist leider bezahlbar absolut nicht zu bekommen
diese software ist definitiv nicht etwas das jeder braucht.
aber nur weil man keine verwendung dafuer hat gibt es keinen grund, sich darueber aufzuregen, aarfy und co.
habe maxivista auch eine zeit lang genutzt, naemlich weil mein arbeitgeber mir keinen zweitmonitor zur verfuegung stellen wollte/konnte. also hab ich mein privates notebook benutzt. ueber wlan fluessig und problemlos!