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Skype soll an die Börse

von - quelle: Tom's Hardware DE

Gestern noch war von einem eventuellen Rückkauf von Skype durch die ehemaligen Gründer des VoIP-Dienstes die Rede. Nach dem Scheitern der Verhandlungen plant eBay nun einen Börsengang von Skype.

Innerhalb der nächsten 18 Monate soll Skype ein eigenständiges, börsennotiertes Unternehmen werden. Dies hat eBay gestern nach Börsenschluss mitgeteilt. Offenbar sind die Verhandlungen zwischen eBay und den früheren Skype-Gründern Niklas Zennström und Janus Friis um einen Rückkauf – vermutlich aufgrund äußerst unterschiedlicher Preisvorstellungen – gescheitert (siehe »Geht Skype zurück an die Gründer?«)

Demnach will eBay den 2005 für 2,6 Milliarden US-Dollar erworbenen VoIP-Dienst vom eigenen Konzern abkoppeln. »Durch die Trennung von Skype wird eBay sich ausschließlich auf unsere beiden Kernkompetenzen und Wachstumsmotoren E-Commerce- und Onlinezahlungen konzentrieren und den Aktionären langfristige Wertsteigerung bieten«, so eBay-Chef Donahoe. »Dadurch erhält Skype die notwendigen Ressourcen, um zu wachsen und sich effektiv im Markt für Online-Sprach- und Video-Kommunikation zu behaupten«.

Mit welchen Einnahmen eBay durch das IPO (Initial Public Offering) rechnet, ist nicht bekannt. Letztes Jahr steigerte Skype mit 551 Millionen US-Dollar seinen Umsatz um 44 Prozent im Vergleich zu 2007.
Bild: Wikimedia

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I-LoVeRaP 15/04/2009 13:26
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naja da hatten die Ur-Entwickler eben großes Pech aber was erwarten die auch?? Ebay ist nicht dumm, und das was sie jetzt gemacht haben ist meiner Meinung nach auch nicht schlecht.

anonymous 15/04/2009 13:41
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Was n dämlicher Schritt! Viel Spass mit dem Nasdaq, der fällt bestimmt bald wieder unter die 500er Marke. Gratulation!
Oder wird Skype doch etwa bald kostenpflichtig?

aarfy 15/04/2009 22:24
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Allerdings spricht das Bände über das Angebot von Zennström & Friis - wenns so lächerlich ist das selbst ein Börsengang unter den Einwirkungen einer Wirtschaftskrise profitabel erscheint.. Aber naja ein Unternehmen mit einem Umsatz von gerademal 550 Mio. ist vermutlich die ursprünglich bezahlten 2.600 Mios nicht Wert.. auch wenn da sicher noch MÖglichkeiten zur Steigerung existieren, werden die Nettogewinne unterm Strich die Investitionen nicht rechtfertigen können. Ich habe damals ohnehin nicht verstanden warum Ebay einen derart überzogenen Preis gezahlt hat. So groß können die Synergien garnicht sein das sich sowas rechnet.

Mit dem Geld hätte man locker auch einen Konkurrenten aufbauen können - das hätte vielleicht 2-3 Jahre gedauert - aber das wäre vermutlich um einiges billiger und profitabler gewesen.

Man rechne einfach mal die prozentualen Gewinne:

angenommen die machen von Ihrem Umsatz (wirklich unrealistisch hohe) 20% Reingewinn - dann sind das von ihrer Investition gerademal 4% und der Marktwert wird vermutlich auch heute die 2.6 Milliarden nicht erreichen. Ein krasseres Negativgeschäfft konnten die wohl kaum machen. Wenn sie Glück haben bekommen sie für Skype noch 1.5-2 Milliarden (heute wohl eher 1.5) - somit haben sie rund 600-1.100 Millionen abzüglich der Skype Reingewinne Verlust gemacht. Das nenne ich mal krasse Zahlen.. Im besten Falle verlieren sie somit "nur" ~ 200 Millionen - im schlimmsten Fall allerdings fast eine Milliarde.. sowas nenne ich mal eine üble Fehlspekulation.

aarfy 15/04/2009 22:44
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Allerding ist die Entscheidung Skype gerade jetzt abzustoßen durchaus nachzuvollziehen:

1. ist zu erwarten das die Skype Gewinne sinken und somit in nächster Zukunft nichmal mehr die Inflationsrate erreicht wird. Damit macht Ebay mit jedem weiteren Jahr in dem Skype im Unternehmen verbleibt minus. Andererseitz weiss keiner wie genau sich Skype nach der Krise entwickelt.

2. ist zu erwarten das mehr und mehr Konkurrenten in den Markt Skype eindringen und somit die Marktanteile sinken.

3. ist zu erwarten das Ebay im Falle von hohen bis sehr hohen Abschreibungen (die haben auchnoch andere Firmenteile verhökert) die Hand aufhalten kann und von irgendwelchen Konjunkturpaketen einen Teil ihrer Verluste zurückerhält - oder zumindest massive Steuererleichterungen.

und 4. Kann Ebay seine Liquidität mit derzeit extrem billigen Krediten erhalten - somit stört es nicht wenn man seine Aktivas stärker belasten muss. Wenn die Aktivas schon komplett belastet sein sollten (was zu erwarten ist) wird vermutlich der Staat als Sicherheit einspringen.

Somit kann man sagen die Krise ist der richtige Zeitpunkt zur Konsolidierung - auch wenns schmerzt..

ovi100 20/04/2009 20:09
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die Unsummen die Ebay fuer Skype mal bezahlt hat sind wirtschaftlich gesehen ein grober Unfug und zeigt mal klar dass die Manager jegliches Mass für die Wirklichkeit verloren haben..

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