Easars Tornado im Test: Frischer Wind oder akustische Flaute?

Neuer Anbieter, neue Headset-Serie, neue Maßstäbe? Wir trauen nichts und niemanden außer unseren eigenen Messungen und Ohren, sodass wir die PR-Offensive von Easars zum Anlass nahmen, mit dem Tornado eines der neuen Produkte auf Herz und Nieren zu testen

Das Brand ist recht neu, die Produktpalette ziemlich überschaubar. Aber wie wir bereits in unserer News Easars stellt vier neue Gaming Headsets vor berichteten, will die Marke nun auch den deutschen Markt anvisieren.

An sich keine schlechte Idee, denn trotz unzähliger Offerten im Bereich zwischen 20 und 200 Euro gibt es leider nur wenige Headsets, die klanglich auch wirklich überzeugen können.

Dass Easars uns das Einsteigermodell zugeschickt hat, zeugt in gewisser Hinsicht von Selbstbewusstsein. Denn normalerweise versuchen viele Hersteller mit ihren teuren, hochwertigen Produkten zu glänzen, um dann bei den niedrigpreisigen Produkten vom Image der großen und teureren Modelle zu profitieren.

Wir sind jedenfalls schon mal gespannt, was uns mit dem Tornado erwartet. Immerhin verspricht der Hersteller detailreiche Höhen, Mitten und Bässe, eine passive Geräuschunterdrückung und eine virtuelle 7.1-Surround-Sorund-Technologie, die beim Spielen für eine präzisere Ortung von Stimmen sorgen und somit ein realistischeres Spielerlebnis erzeugen soll.

Gerade dieser letzte Punkt hat uns angesichts unserer generell schlechten Erfahrungen mit Gaming-Headsets (Mythos Gaming-Headset: Reines Marketing-Blabla oder echter Vorteil beim Spielen?) dann erst recht neugierig gemacht, weswegen wir bei den Labormessungen auch schwerpunktmäßig darauf eingehen werden.

Und sonst? Man erhält ein recht großes Over-Ear-Headset samt Vibrationssystem, das "während dem Spielen oder dem Schauen von Filmen ein 4D-Erlebnis" bieten soll. Die "starken Vibrationen sind dafür gedacht, intensive Kulissen optimal zu untermalen". Schaun wir doch mal, ob das einen schönen Tiefbass ersetzen oder - wenn vorhandenen - eindrucksvoll begleiten kann.

Bliebe am Ende noch die Steuereinheit mit diversen Funktionen und der Umschaltmöglichkeit zwischen vier einzeln auswählbaren Sound-Modi, auf die wir später auch noch sehr differenziert in unseren Messungen und dem subjektiven Hörtest eingehen werden.

Der Lieferumfang ist knapp, aber zweckmäßig: Man erhält neben dem Headset eine Anleitung und eine Treiber-CD. Das Headset wird zwar auch ohne CD erkannt und läuft dann mit Standard-Einstellungen, aber einige Funktionen findet man nur in der Software, sodass sich deren Installation wirklich empfiehlt.

Als letzten Punkt auf der Einführungsseite gibt es wie gewohnt noch die technischen Daten des Herstellers, die wir in einer Tabelle zusammengefasst haben:

Kopfhörer
Treiber:
40mm, Neodym
Kennempfindlichkeit:
107 dB ± 3 dB
Impedanz:
32 Ω
Frequenzbereich:
20 Hz bis 20 KHz (Herstellerangabe ohne Grenzwerte)
Mikrofon
Durchmesser:
5 mm
Empfindlichkeit:
-39 dB ± 3 dB
Impedanz:
≤ 2.2 kΩ
Charkteristik:
unidirektional (Kugelcharakteristik)
Ausführung:
dynamisches Mikrofon
Allgemeines
Anschlussart:
USB 2.0, ca. 2,2 m mit Control-Panel
Soundchip:
eingebaut im Control-Panel, DSP mit vier Sound-Modi
Gewicht:
ca. 385 g
Besonderheiten:
LED-Effekte, Vibrationseffekte
Zubehör:
Treiber-CD, Manual
Preis:
79,99 Euro (UVP)
Erstelle einen neuen Thread im Artikel-Forum über dieses Thema
Dieser Thread ist für Kommentare geschlossen
6 Kommentare
Im Forum kommentieren
    Dein Kommentar
  • fffcmad
    Die LEDs machen wohl den groeßten Teil des Preises. *kiecher*
    0
  • FormatC
    Scheint so :D
    0
  • kleinstblauwal
    Als Name ist Tornado vielleicht doch ganz ehrlich.
    Man hört es vor allem Grollen und Pfeifen.

    Aber ohne Klinken-Anschluss um die USB-Sound(ing)karte zu umgehen ein No-Go.

    Da lob ich mir doch mein Func HS-260, gleiche Preisklasse aber dazwischen liegen vom Sound her Welten.

    Wenn es schon leuchtet, wieso nimmt man nicht LEDs mit UV-Anteil, da werden die Gamer auch mal gebräunt ;-)
    0
  • FormatC
    Auch eine Idee. Gesunde Kellerbräune durch USB-Schmalzkocher... :P
    0
  • samserious
    Mit anderen Worten: Für's gleiche Geld dann doch lieber ein Beyer MMX2, wer hätte es gedacht ;)
    Ich finde es nur schade, dass selbst Beyerdynamic mehr oder weniger müllige USB-Adapter beilegt. Beim MMX2 kann man das ja noch verschmerzen, aber selbst beim MMX300 wieder auf das gleiche billige Beipack-Interface zu stoßen, finde ich irgendwie enttäuschend.. - Da hätte man lieber erst gar keines beilegen sollen.
    0
  • FormatC
    Gibt es eigentlich wirklich gute USB-Adapter? Wäre mal einen Test wert...
    0