Es geht doch: Der 37-Watt-PC für den Desktop
Inhaltsverzeichnis
- 1. Man muss nur wollen
- 2. Mehr Leistung ohne Mehrleistung
- 3. Pentium M: Das verkannte Genie
- 4. 915GM: Energieoptimiert
- 5. AOpen i915GMm-HFS
- 6. AOpen i915GMm-HFS, Fortsetzung
- 7. Ausstattungscheck: Alles vorhanden
- 8. Ausstattungscheck, Fortsetzung
- 9. Tools & Utilities
- 10. Tools & Utilities, Fortsetzung
- 11. Speicherunterstützung: DDR oder DDR2
- 12. Stromsparprofi oder 3D-Spezialist
- 13. RAID-Upgrade: Silicon Image Sil3132
- 14. Das Testsystem: Nur 37 Watt Minimalverbrauch
- 15. Kühlmaßnahmen: Nicht der Rede wert
- 16. Testkonfiguration
- 17. Energieverbrauchs-Messungen
- 18. Benchmark-Ergebnisse
- 19. DirectX 9
- 20. DirectX 9, Fortsetzung
- 21. Video
- 22. Video, Fortsetzung
- 23. Applikationen
- 24. Synthetische Benchmarks
- 25. Synthetische Benchmarks, Forts
- 26. Synthetische Benchmarks, Forts.
- 27. Fazit: Vernunftentscheidung

Intel hat ein Problem. Der Pentium 4/Prescott ist bei hohen Taktzahlen ein Energieschlucker ohnegleichen. Da lacht sich AMD mit seinen Athlon 64 ins Fäustchen, denn der hohe Leistungsbedarf wirkt sich negativ auf die Stromrechnung aus, produziert Hitze und erfordert lärmende Megalüfter zum Kühlen. Haben Sie gewusst, dass Intel im eigenen Hause Prozessoren herstellt, die fast nur ein Fünftel der Desktop-CPUs verbrauchen? Diese sind eigentlich für den Notebook-Markt vorgesehen. Lassen sie sich auch in einem Desktop-PC einsetzen? Liefern sie überhaupt eine ausreichende Performance zum Spielen? Ja, THG zeigt sogar wie es geht!
In diesem Artikel stellen wir die wichtigsten Zutaten für ein solches Low-Power-PC-System vor: das passende Motherboard und den Pentium M Prozessor. Ferner geben wir Hinweise zur richtigen Grafikkonfiguration. Natürlich führen wir ausführliche Energieverbrauchsmessungen für CPU alleine sowie für das Gesamtsystem durch und zeigen anhand von Benchmarks, wie unerwartet hoch die Performance ausfällt.
Eine kleine Rechnung zur Orientierung: Wie hoch sind die Stromkosten, wenn 200 Watt permanent aus dem Netz verbraucht wird?
- 200 Watt x 24 Stunden pro Tag x 31 Tage pro Monat ergibt 148,8 Kilowattstunden.
- Bei einem Strompreis von 0,19 € pro Kilowattstunde (inkl. Steuern und Grundgebühren) entstehen dabei Kosten von 28 €/Monat bzw. 339 € im Jahr.
Anwender, die ihren PC ständig angeschaltet lassen, weil sich sich über DSL Videos und Musik saugen, sollten aufmerken!
Je nach CPU-Ausstattung verschlingt ein aktueller PC zwischen 120 und 180 Watt ohne Monitor; mit einem Dual Core Pentium D sogar noch etwas mehr. Diese Zahlen sollten aufhorchen lassen, denn sie repräsentieren den Minimalverbrauch. Bei besagten 200 Watt Grundumsatz macht der Rechner nämlich rein gar nichts. Wird ein Spiel angeworfen, saugt der PC gerne einmal jenseits der 300-Watt-Marke. Hauptkonkurrent AMD hat da etwas bessere Karten in der Hand, denn hier sind mit aktuellen CPUs Verbräuche von 120 bis 160 Watt drin.
Spätestens, wenn man die Verbrauchsergebnisse der Vorgängerplattform anschaut und diese in Relation zur gebotenen Mehrleistung setzt, wird erschreckend deutlich, dass der Energiebedarf weit schneller gestiegen ist als die Leistungsfähigkeit. Die Schuld lässt sich dabei nicht einmal auf andere Systemkomponenten übertragen. Der Wirkungsgrad von Netzteilen ist in den vergangenen Jahren stets gestiegen und Komponenten wie Festplatte, DVD-Laufwerk oder Arbeitsspeicher verschlingen vergleichsweise wenig Leistung.
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