Enermax Revolution Duo: Netzteile mit 2 Lüftern sind zurück

Schon seit über zehn Jahren setzen fast alle Hersteller auf einen einzelnen, möglichst großen Lüfter, meist im 12- oder 14-Zentimeter-Format.

Diese bewegen zwar im Idealfall viel Luft bei niedriger Lautstärke, der Luftstrom prallt aber geradezu senkrecht auf die zu kühlenden Komponenten, was nicht perfekt ist.

Enermax gräbt daher ein Design aus, das aus einer Zeit stammt, in dem Netzteile noch weit mehr Abwärme produzierten – schließlich lag der Wirkungsgrad damals kaum über 60 Prozent.

Zur effektiven Abführung der entstehenden Umwandlungsverluste setzt Enermax auf einen einblasenden 10-cm-Lüfter und einen zusätzlichen, ausblasenden 8-cm-Lüfter.

Letzterer ist über ein Potentiometer manuell regelbar, so dass die Drehzahl an die eigenen Bedürfnisse hinsichtlich Lautstärke und Kühlung angepasst werden kann. Beide Lüfter verfügen über leise und langlebige magnetische Twister-Lager.

Das Enermax Revolution Duo startet mit drei Modellen zu 500, 600 und 700 Watt Dauerleistung. Zur verbauten Technik liegen noch keine Informationen vor.

Der Hersteller spricht jedoch von einer modernen Schaltung mit DC-DC-Technik  – andernfalls wäre auch nicht fast die gesamte Nennleistung als +12-Volt-Spannung abrufbar. Der Wirkungsgrad genügt den Anforderungen von 80 Plus Gold.

Auffällig ist, dass Enermax ausschließlich Versionen mit festen Kabeln anbietet. Die Leistungsstufen 500 und 600 Watt eignen sich mit zwei 6+2-Pin-PCIe-Grafikkartenanschlüssen für schnelle Rechner mit einer einzelnen Grafikkarte. Das mit 700 Watt stärkste Modell versorgt dank vierer derartiger Stecker auch SLI- und Crossfire-Gespanne.

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3 Kommentare
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    Dein Kommentar
  • Derfnam
    Vor einem Monat die bebilderte Presseinfo, jetzt das - aber auch hier nix zum VÖ-Datum oder zu den Preisen. Kommt dann pro Nt eine Nachricht?
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  • renedigitaltw
    Wat´n häßlich Teil!
    "Back to the 80´s?" Oder ist das "Retro"?
    Auf alle Fälle beweist es, daß nicht alle Hersteller die Errungenschaften der letzten Jahrzehnte verstehen. Theoretisch (und ich meine theoretisch, weil ich von den praktischen Tests noch überzeugt werden will) kann es ja nicht produktiv sein, zwei Lüfter mit verschiedenen Geschwindigkeiten in einem abhängigen Luftstrom laufen zu lassen. Wieso kann man dann nur den hinteren Lüfter regulieren?
    Wenn ich nicht wüßte, daß ein zweiter Lüfter Mehrkosten verursacht, würde ich behaupten, daß dieses Design dem Rotstift geschuldet ist.
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