Enmotus FuzeDrive: Datenspeicheroptimierung bei Ryzen-Systemen

Dass die Leistung nicht ausschließlich durch die Performance des Prozessors bestimmt wird, hat auch AMD erkannt. Der Chipentwickler hat eine Kooperation mit Enmotus, einem Speicherspezialisten geschlossen, der sich mit seiner FuzeDrive-Software auf die Optimierung von Speichergeschwindigkeit und -kapazität in Servern und Großrechner versteht. Diese steht nun auch für die Ryzen-Prozessoren bzw. Systemen zur Verfügung, die auf dem B350-, X370- oder X399-Chipsatz basieren.

Mit FuzeDrive werden die im Rechner zur Verfügung stehenden Speicherkomponenten analysiert und dem System anschließend so zur Verfügung gestellt, dass die höchstmögliche Geschwindigkeit ausgenutzt werden kann: Stecken in einem Rechner zwei Laufwerke, werden die Prozesse über das schnellere der beiden ausgeführt - ohne, dass der Nutzer Hand anlegen muss. So soll beispielsweise beim Bootvorgang, die Geschwindigkeit der SSD geboten werden, obwohl das Betriebssystem eigentlich auf einer Festplatte installiert ist. Die Software scheint also das Prinzip einer SSHD, also einer Festplatte mit einem Flashspeicher als Cache, als Vorbild zu nutzen, nur das die Funktion in diesem Fall durch die Kombination von zwei (vorhandenen) Speicherlaufwerken bewerkstelligt wird. Dementsprechend werden dem System die beiden Laufwerke auch als ein einzelnes angezeigt. Das Prinzip kann gleichermaßen angewendet werden, wenn die Datenträger auf anderen Technologien basieren, etwa wenn eine SATA- und eine NVMe-SSD im Rechner stecken.

Die Software zur Optimierung der Speichernutzung wird allerdings nicht gratis bereitgestellt, sondern kostet 20 Dollar.

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