SAS-Festplatten im Test: 3,5-Zoll vs 2,5-Zoll

Aus zahlreichen Gründen ist der 2,5-Zoll-Formfaktor immer beliebter geworden. Aber wie schneiden erstklassige 2,5-Zoll-SAS-Laufwerke gegen die etablierten 3,5-Zoll-Produkte ab?

Durch den aktuellen Hype rund um Solid State Drives (SSD) könnte man den Eindruck gewinnen, dass die etablierte Festplattentechnologie bereits der Vergangenheit angehört. Speicherlösungen auf Flash-Basis werden High-End-Festplatten in den kommenden Monaten und Jahren mit Sicherheit ersetzen. Von dieser Umstellung dürfte zuerst der 3,5-Zoll-Formfaktor in Enterprise-Umgebungen  betroffen sein. Etwas genauer gesagt: SAS-Laufwerke mit 10.000 oder 15.000 U/Min werden werden zuerst durch herkömmliche Festplatten im 2,5-Zoll-Format ersetzt. Wir haben beide Formfaktoren, die auf eine Geschwindigkeit von 15.000 U/Min setzen, miteinander verglichen.

Während 3,5-Zoll-Desktop- und 2,5-Zoll-Notebook-Festplatten mit Ausnahme der Datendichte zwei völlig verschiedene Dinge sind, gibt es bei Enterprise-Festplatten im 2,5-Zoll- und 3,5-Zoll-Formfaktor deutliche Ähnlichkeiten. Beide Arten von  Festplatten basieren auf den gleichen Rotationsgeschwindigkeiten sowie Kapazitäten, denn sowohl die 2,5-Zoll- wie auch die 3,5-Zoll-Enterprise-Festplatten basieren intern auf demselben Platter-Durchmesser. Die tatsächliche Beschaffenheit der  Platter unterscheiden sich allerdings auch weiterhin, da für eine höhere Umdrehungsgeschwindigkeit solidere Platter erforderlich sind.

Der Hauptunterschied zwischen beiden Formfaktoren lässt sich in der  Gesamtkapazität ausmachen. Bei Verwendung des 3,5-Zoll-Formfaktors mit einer Bauhöhe von etwa 26 mm lassen sich mehr Platter unterbringen. Eine 3,5-Zoll-SAS-Festplatte mit 600GB und 15.000 U/Min kann aus vier Plattern bestehen während ein vergleichbares 2,5-Zoll-Modell über lediglich zwei Platter verfügt. 2,5-Zoll-Enterprise-Modelle mit lediglich 10.000 U/Min basieren auf bis zu drei Platter.

Ein kleineres Laufwerk nimmt in Betrieb weniger Leistung auf, da weniger Masse bewegt werden muss. Bleibt noch die Frage: Wie schneiden 2,5-Zoll High-Performance-Laufwerke im Vergleich zu Modellen im 3,5-Zoll-Format ab? Wir haben uns ein paar Enterprise-Laufwerke von Hitachi besorg und ein paar Tests durchgeführt.

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10 Kommentare
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    Dein Kommentar
  • ypnaphelios
    "denn sowohl die 2,5-Zoll- wie auch die 3,5-Zoll-Enterprise-Festplatten basieren intern auf demselben Platter-Durchmesser."

    tatsächlich? wenn ich Platten aufmache, um sie offen in die Nerd-Vitrine zu stellen, fällt der Durchmesser eigentlich schon sehr stark unterschiedlich aus. Gut, das sind ältere Modelle (2 Jahre und mehr) und auch keine SAS, sondern PATA/SATA. Aber die Schnittstelle bestimmt doch (in diesem Segment) nicht die Baugröße, oder?
    Oder sind, da die mit 15K drehen, die Platter in den 3,5" wirklich so klein wie in den 2,5", weil die fliehkräfte sonst zu groß werden?

    *verwirrtbin*
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  • Anonymous
    @ypnaphelios: "...und auch keine SAS, sondern PATA/SATA"

    Dann würde ich mal davon ausgehen das dies bei SAS Platten anders ist?
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  • Anonymous
    Die Ausfallwahrscheinlichkeit bei sechs bis zehn Festplatten ist aber auch größer als bei vier Festplatten.
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  • seberlin
    Sorry ich habe nur das Fazit gelesen :-) Der letzte Absatz ist allerdings großes Kino. Ich lass das jetzt mal so im Raum stehen, da steht es zum Glück nicht alleine ^^
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  • fffcmad
    ypnaphelios"denn sowohl die 2,5-Zoll- wie auch die 3,5-Zoll-Enterprise-Festplatten basieren intern auf demselben Platter-Durchmesser."tatsächlich? wenn ich Platten aufmache, um sie offen in die Nerd-Vitrine zu stellen, fällt der Durchmesser eigentlich schon sehr stark unterschiedlich aus. Gut, das sind ältere Modelle (2 Jahre und mehr) und auch keine SAS, sondern PATA/SATA. Aber die Schnittstelle bestimmt doch (in diesem Segment) nicht die Baugröße, oder?Oder sind, da die mit 15K drehen, die Platter in den 3,5" wirklich so klein wie in den 2,5", weil die fliehkräfte sonst zu groß werden?*verwirrtbin*


    SAS und SCSI-Platten sind seit langem schon intern 2,5er Platten. Zumindest betrifft das die Platter. (Ausnahmen bestaetigen die Regel) Bei SATA und IDE ist die Kapazitaet auschlaggebend, denn nur da guckt der daemliche Endverbraucher drauf. Deswegen hier auch groeßere Platter. Zudem erhoehen kleinere Platter die Schockresistenz / Anfaelligkeit und reduzieren zudem die maximale Zugriffszeit deutlich. Kleinere Platte haben nur den Nachteil, das hoehere Umdrehungsgeschwindigkeiten benoetigt werden um auch hoehere Datenraten zu bekommen. Wer mal ne Quantum Bigfoot hatte, weiss das große Platter immer ein großes Risiko darstellen. neben der miserablen Zugriffszeit.
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  • pwa
    Leute, weniger Alkohol bei der Arbeit! ;-)
    Hier gibt's ja kaum einen Absatz, in dem nicht ein Wort zuviel oder an der völlig falschen Stelle steht. Mir wirds ganz schlecht vom vielen Stolpern...
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  • derGhostrider
    fffcmad:
    Die 15k Platten haben doch sogar nur 1,8" Platter im Inneren, oder nicht?
    AFAIK: 7200rpm = 3,5", 10k = 2,5", 15k = 1,8".

    Dennoch ist bei den 3,5" Modellen mehr Platz für andere Aktuatoren, stärkere Motoren, etc. Das sieht man dann ja auch an der Zugriffszeit. Es würde mich auch nicht wundern, wenn die Platter selbst etwas filigraner gefertigt sind in den 2,5" Festplatten.
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  • fffcmad
    Jepp. Ob es jetzt 1,8ter Platter sind, weiss ich nicht. Aber den Rest deiner Aussage ist aus loegischer Sicht nichts entgegenzusetzen. Aber es gibt auch 15K mit groeßeren Plattern. Bin mir sicher, das meine 15 und 10 K Cheetas mit 36Gbyte 2,5 Zoll Platter haben
    Mit Sicherheit koennte ich es aber erst sagen, wenn ich sie uafschraube ^^
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  • Anonymous
    Lieber Praktikant, noch mal hinsetzen, durchatmen, vielleicht vorher ein Schläfchen machen und den Artikel komplett neu schreiben.
    Sprachlich ist das Stück völlig wirr - ob's sachlich richtig ist, kann man erst nach einer neuen Fassung beurteilen.
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  • fffcmad
    Watt? Wer bist du denn?
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