Enterprise-Festplatten: 12 Profi-Laufwerke unter 10.000 U/Min im Vergleichstest (Teil 1)

Was leisten aktuelle Enterprise-Festplatten mit weniger als 10.000 U/Min? Im ersten Teil unseres Vergleichstests müssen sich die 3,5-Zoll-Laufwerke im Benchmarkparcours beweisen.

Die Zahl 21 gefolgt von 21 Nullen, das ergibt 21 Zettabyte und entspricht laut dem Verband der deutschen Internetwirtschaft eco dem Anfang des Jahres 2013 weltweit gespeicherten Datenvolumen. Ein Vergleich mit bei Festplatten gängigeren Kapazitäten verdeutlicht, um welche Größenordnungen es dabei geht. Eine Milliarde Terabyte (1012 Byte) sind ein Zettabyte (1021 Byte). Um den Datenberg komplett zu speichern, müssten also stattliche 21 Milliarden 1-TB-Festplatten antreten. Die fortschreitende Digitalisierung und die von Usern in beträchtlichem Umfang produzierten oder gesammelten Inhalte werden die globale Datenmenge laut Expertenmeinung weiterhin steil ansteigen lassen: Sie soll sich etwa alle zwei Jahre verdoppeln.

Der Umfang digitaler Inhalte steigt nicht nur im Consumer-Bereich an, etwa durch YouTube-Videos, Blogs, Podcasts und Picasa-Fotoalben, sondern auch genauso stetig im Unternehmensbereich. Egal, ob Multimedia-Präsentationen, E-Mail-Archive oder Datenbanken, Firmenmitarbeiter lassen den Datenberg täglich wachsen.

Für die Festplatten im professionellen Umfeld gelten allerdings ganz andere Herausforderungen als im Privatbereich, was etwa Sicherheit, Zuverlässigkeit, Geschwindigkeit und Verfügbarkeit angeht. Die für Dauerbetrieb ausgelegten Profi-Laufwerke sind zum Beispiel für deutlich höhere MTBF-Zeiten beziehungsweise niedrigere AFR-Raten ausgelegt, kommen mit Sensoren, die Vibrationen in RAID-Umgebungen ausgleichen sollen oder bieten eine Hardware-basierte Verschlüsselung von Daten. Die generell hohe Zuverlässigkeit schlägt sich in einer gegenüber Desktop-Laufwerken höheren Garantiezeit nieder, die bei den Testkandidaten mehrheitlich bei 5 Jahren liegt.

Teil 1: Laufwerke bis 7.200 U/Min. Teil 2: High-Performance-Laufwerke

Wir wollten wissen, was aktuelle Enterprise-Festplatten leisten und haben uns dazu mehr als 40 Laufwerke im 2,5-Zoll- und 3,5-Zoll-Formfaktor ins Testlabor geholt. Aufgrund dieser großen Anzahl ist der Test zur besseren Übersicht zweigeteilt. Den Anfang machen die 3,5-Zoll-Festplatten, die mit bis zu 7.200 U/Min arbeiten. Im demnächst erscheinenden zweiten Teil schauen wir uns dann mehr als 30 High-Performance-Laufwerke an, deren Platter mit 10.000 U/Min beziehungsweise 15.000 U/Min rotieren. Dort sind sowohl 3,5-Zoll- als auch 2,5-Zoll-Laufwerke vertreten.

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3 Kommentare
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  • bigreval
    Hallo THG! Mit diesem Beitrag sprecht ihr mir aus der Seele! Nachdem ich meinen "Homeserver" neu aufgebaut habe, bin ich auf der Suche nach neuen Datengräbern. Die nun ca. 4 Jahre alten 2 TB Modelle (4 Stk.) sollen in nächster Zukunft ersetzt werden. Ich denke es werden die 4 TB Modelle von Seagate sein. Ob SAS oder SATA werde ich noch sehen.

    Sag mal, wusstet Ihr das etwa, dass ich genau so einen Beitrag gesucht habe? Habt Ihr Zugriff auf mein Netzwerk? ;-)))

    Toller Artikel, genau zur richtigen Zeit!
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  • derGhostrider
    Merkwürdig: Da war letztens IMMER Werbung von WD, inklusive der REs, nun wird lediglich die SE getestet.

    Schade, dass die REs fehlen, denn schließlich sind das die Top-Laufwerke von WD. Sieht man auch schon an der MTBF-Angabe des Herstellers.
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  • kamikater
    2 gefolgt von 21 Nullen ergibt 2 Zettabyte, nicht 21
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