EU-Staaten dürfen Windows-Quellcode begutachten

Ganz konkret bezieht sich Microsoft in der Ankündigung auf die NSA-Affäre und das eigene Bemühen, mehr Transparenz zu zeigen - auch und gerade gegenüber staatlichen Kunden. Ziel ist es, dass sich Regierungskunden aktiv davon überzeugen können, dass es keine Hintertüren in Microsoft-Software gibt.

Bild: MicrosoftBild: Microsoft

Als Teil des Government Security Program ist es Regierungskunden im Microsoft Transparency Center in Brüssel nun möglich, Microsoft-Produkte einem Code-Review zu unterziehen. Die prüfenden Organisationen sollen dabei durch Microsoft-Experten unterstützt werden; zudem darf mit dem Code innerhalb des Transparency Centers auch gearbeitet werden. 

Es ist bereits das zweite Transparency Center Microsofts: Vor einem Jahr eröffnete das Unternehmen eine entsprechende Einrichtung in Redmond, weitere sollen folgen.

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2 Kommentare
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    Dein Kommentar
  • Schakar
    Guter Ansatz.

    Nur wer übernimmt die Kosten, wenn da einige hundert IT Profis zig millarden Zeilen Quelcode durchforsten? Und würden selbst hunderte von denen genau die 10 Zeilen "Backdoor" Code finden?

    Mal abgesehen davon, dass ich bezweifel, dass irgend ein Land außer den USA wirklich die Recoursen an IT-Professionellen dafür hat ;).
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  • 7hor
    Unsinn, wie ich finde, denn:

    In meinen Augen wäre dies kein Vertrauensbeweis. Kann man den Staaten doch einen bereinigten Quellkode vorlegen und/oder im Nachhinein dann noch schnell das eine oder andere Hintertürchen dazwischenschieben. Spätestens mit einer späteren Aktualisierung kann man hinter ihren Rücken wieder etwas einbauen.

    Als Staat sollte man sein eigenes Betriebssystem entwickeln und nicht auf 'Partner' setzen - das wäre sicher!
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