EuGH: Vorinstallierte Software auf PCs ist legal

Der etwas ungewöhnliche Rechtsstreit zwischen Sony und einem französischen Käufer resultierte aus dessen Weigerung, die vorinstallierte Software (darunter Windows Vista) zu akzeptieren.

Beim ersten Start des Systems lehnte der Kläger die Endbenutzerbestimmung ab und wollte vom Hersteller den Preis der mitgelieferten Software erhalten.

Sony lehnte dies ab und bot dem Kunden die Rückabwicklung des Kaufs an, was dieser wiederum ablehnte. Der Franzose forderte schließlich auf dem gerichtlichen Wege Schadenersatz. 

Der EuGH hat nun entschieden, dass ein solches Kopplungsgeschäft auch in diesem konkreten Fall legal ist: Der Kunde sei vor dem Kauf ausreichend über die mitgelieferte Software informiert gewesen und habe zudem die Möglichkeit gehabt, das Gerät zum vollen Kaufpreis zurückzugeben.

Dem Europäischen Gerichtshof zufolge entspreche es zudem grundsätzlich den Erwartungen vieler Kunden, einen direkt nutzbaren PC zu erhalten.

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7 Kommentare
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    Dein Kommentar
  • Tesetilaro
    mei, da hat die richterin aus Kundensicht aber verkackt - hätte Sie mal sony zu 3 varianten verdonnern sollen:
    1. nackte maschine + treiber
    2. Maschine mit OS + keinerlei sonstige software
    3. bloatware paket

    dumm nur, das dann kein mensch variante 3 nimmt, so billig können die das gar nicht machen :p
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  • alterSack66
    Naja er wusste ja vorher was er kauft. Du kaufst ja auch kein Auto mit einer bestimmten serienmäßigen Ausstattung, gehst dann zum Händler und verlangst dann das er dieses und jenes ausbaut und willst noch Kohle dafür. Außerdem wer kauft schon nen Sony-PC? :sarcastic:
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  • Plitz
    Darf ich mal anmerken, dass ich den "Sponsored Content" nicht sonderlich okay finde? "Scharfe Mütter brauchen geile Aufmerksamkeit!" ist jetzt nicht das was ich auf einer Hardwareseite sehen möchte :/
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