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Facebook will Millimeterwellen für Mesh-Netzwerk nutzen

Von - Quelle: The Verge | B 0 kommentare

Das Soziale Netzwerk will für sein "eigenes" Internet, das unter der Bezeichnung Internet.org oder Free Basics entwickelt wird und nur Zugang zu einer begrenzten Anzahl an Diensten bietet, in Zukunft auf Mesh-Netzwerke zurückgreifen.

Um seine Aktionäre auch in den kommenden Jahren mit einem großen Wachstum zu beglücken, will Facebook die Erschließung von Regionen ohne Internet in die eigene Hand nehmen und hat dazu zunächst Drohnen entwickeln lassen, die als eine Art erdnahe Satelliten die Datenübertragungen per Funk übernehmen.

Doch das weltweit größte soziale Netzwerk plant allem Anschein nach bereits den nächsten Schritt: Künftig soll das Facebook-Internet-Angebot mit Hilfe von Mesh-Netzwerken (vermaschte Netzwerke) zur Verfügung gestellt werden, bei denen jeder mit dem Netz verbundene Teilnehmer auch gleichzeitig als Netzknoten fungiert.

Technisch sollen die Übertragungen im künftigen Facebook-Netz auf der Basis von sogenannten Millimeterwellen stattfinden, die für einen Hochfrequenzbereich von 30 bis 300 GHz stehen und auch als EHF-Frequenzband (Extremly High Frequency) bezeichnet werden.

Die Steuerung soll dabei zentralisiert über ein Cloud-basiertes System erfolgen, dass dynamisch den Weg und den Frequenzkanal wählt, auch die Stromversorgung, Modulation usw. werden auf diesem Weg ermittelt. Auf diese Weise soll eine bestmögliche Auslastung des Netzwerkes bewerkstelligt werden, wie ein Ende 2015 von dem Facebook-Angestellten Sanjai Kohli eingereichtes Patent beschreibt.

Inwieweit es sich bei einem solchen Netzwerk noch um "das klassisches Internet" handeln wird, bleibt abzuwarten. Für sein Drohnen-basiertes Netzwerk wurde dem Unternehmen gerade in Indien eine Genehmigung verweigert, weil die dortige Regulierungsbehörde die Netzneutralität in Gefahr sah. Anscheinend versucht Facebook eine Art eigenes Internet aufzubauen, in dem den Nutzern nur eine begrenzte Anzahl von Diensten bereitgestellt wird, deren Anbieter vermutlich für die Berücksichtigung zur Kasse gebeten werden.

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