EU-Kommission: Prüfung von Facebook-Angaben bei Whatsapp-Übernahme anberaumt

Nicht viele vertrauen dem Social-Media-Konglomerat, das Mark Zuckerberg rund um sein Facebook aufgebaut hat.

Jetzt ist auch für die EU-Kommission Schluss damit: Die hat eine Untersuchung angestoßen, ob Facebook bei der Übernahme von Whatsapp bewusst oder fahrlässig gelogen hat.

Bei der Prüfung der Übernahme bezüglich eines Abgleichs der Benutzerkonten war es auch darum gegangen, ob der technisch machbar sei. Facebook hatte 2014 angegeben, dass ein dieser Abgleich technisch nicht zuverlässig zu realisieren sei.

2016 dann die Kehrtwende: Whatsapps Datenschutzrichtlinie wurde dahingehend geändert, dass die Benutzerkonten mit denen von Facebook standardmäßig abgeglichen werden sollen - trotz der Zusage von Mark Zuckerberg, dass ein solcher Datenaustausch nicht stattfinden werden.

Die EU-Kommission ist mittlerweile davon überzeugt, dass die Möglichkeit des zuverlässigen Abgleichs auch schon 2014 bestanden haben muss, also eine vorsätzliche oder fahrlässige Täuschung vorliegen soll.

Als Strafe steht eine Geldbuße von einem Prozent des Jahresumsatzes von Facebook im Raum – bei 17 Milliarden ist das auch für Facebook nicht unbedingt mit der Portokasse zu verknüpfen. Es stehe aber nicht im Raum, dass die Fusion rückgängig gemacht werde, denn zur Genehmigung waren die Kundendaten nur einer von vielen Punkten.

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