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Fazit und Kaufempfehlung

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Mit dem GL-35DSR von Fantec und dem Silverstone SST-DC01S haben wir zwei günstige NAS-Geräte im Labor, deren beider Straßenpreise als Leergehäuse unter 150 Euro liegen. Doch was kann man hier für sein Geld erwarten? Sind diese Geräte vielleicht sogar schon zu günstig, und man ärgert sich als Anwender über eine Fehlinvestition?

Bei der Verarbeitung gleich auf

Was die Verarbeitung angeht, so gibt es bei beiden Geräten keinen Grund zur Beanstandung. Das SST-DC01S setzt mit seinen abgerundeten Ecken, dem Spalt zwischen oberer Abdeckung und Korpus sowie dem gebürsteten Aluminum optische Akzente, die teilweise Anlass zu einem Vergleich mit einem Apple Airport Extreme geben. Mögen die Patentgötter ihre schützende Hand über Silverstone halten.

Das GL-35DSR von Fantec wirkt im direkten Vergleich zum SST-DC01S optisch beliebiger, aber auch hier gibt es bei objektiver Betrachtung nichts am Design oder der Verarbeitung auszusetzen. Die Gehäuseform ist funktional, als Hauptmaterial kommt ebenfalls Aluminum zum Einsatz und die abnehmbare schwarzglänzende Front aus Kunststoff wirkt gefällig und rundet das Erscheinungsbild ab.

Vorteil: eSATA

Bei der Konnektivität muss man beim Fantec-Gerät allerdings ein klein wenig Abstriche machen. Bieten sowohl das SST-DC01S als auch das GL-35DSR jeweils zwei USB-2.0-Anschlüsse, so kann nur das Gerät von Silverstone noch mit einem zusätzlichen eSATA-Anschluss aufwarten. Eine Schnittstelle, die nicht für jeden das ausschlaggebende Kriterium sein dürfte, sich aber im Falle eines Falles, wenn sämtliche Daten vom NAS-Gerät auf ein externes Medium kopiert werden müssen, als überaus praktisch erweisen könnte.

Große Unterschiede bei der Bedienung

Die wahren und unserer Ansicht nach auch kaufentscheidenden Unterschiede liegen bei der Software. Während man bei Silverstone das SST-DC01S mit Webtechniken wie AJAX und HTML5 ausstattet, kann man beim Fantec GL-35DSR eine recht statisch gehaltene  Flash-Oberfläche bedienen. Das einzige was hier modern ist, ist das verschieben von Dateien via Drag & Drop. Auch die fehlende, und nach unserem Verständnis für ein NAS-Gerät essentielle, Funktion Ordner für einzelne Benutzer freizugeben, lässt doch arge Zweifel am Konzept aufkommen. Ebenso wenig Sinn ergibt für uns auch die Tatsache, dass man Alben angelegen kann, die eine Sammlung von Dateien beinhalten, die gleichzeitig sowohl aus dem “Home” als auch aus dem “Public”-Verzeichnis stammen können, diese Alben aber gleichzeit für jedermann ohne Einschränkungen verfügbar sind. Selbst ein Löschen durch einen anderen Anwender ist möglich.

Das Gerät von Silverstone setzt zwar auf den ersten Blick ebenfalls auf eine strikte Trennung von “Home” und “Public” und gibt dem Anwender damit ein starres Gerüst vor, wie er seine Daten auf dem NAS-Gerät abzulegen hat. Aus dieser Struktur kann der Anwender allerdings bei Bedarf ausbrechen. Die entsprechenden Funktionen für eine Ordnerfreigabe mit entsprechenden Optionen zum Einschränken der Schreibrechte ist vorhanden.

Das Silverstone SST-DC01S macht damit den ausgereifteren und durchdachteren Eindruck. In Single-Haushalten kann das Fantec-Gerät sicherlich noch zufriedenstellend seinen Dienst als Netzwerkspeichergerät erfüllen, sobald aber mehr als ein Anwender gleichzeitig mit dem Gerät arbeiten möchte, degradiert sich das Fantec GL-35DSR durch seinen sehr eingeschränkten Funktionsumfang.

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