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Tintenstrahl gegen Laser: Das Ende der Mythen

Vier Farblaserdrucker: Schnelle Schnäppchen
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Bei Vergleichen der Laser- und der Tintenstrahltechnologie werden unvermeidlich Vorteile bei Geschwindigkeit und Preis pro Druckseite für den Laserdrucker und die höhere Qualität für Tintenstrahldrucker genannt. Doch sieht das in Wirklichkeit ganz anders aus. Man muss also genauer hinsehen, um die besonderen Eigenschaften jeder Technologie zu erkennen - und sich von einigen verbreiteten Mythen verabschieden.

Laserdrucker sind immer schneller als Tintenstrahldrucker: FALSCH

Wenn komplexe Farbdokumente wie Fotos oder Grafiken mit hohem Deckungsanteil ausgedruckt werden, sind Farblaserdrucker erheblich schneller. Das liegt daran, dass sich die Komplexität des Dokuments kaum auf die Berechnung der Druckzeit auswirkt - die Arbeit, die der Laserstrahl im Gerät verrichtet, ist in etwa die gleiche. Bei Tintenstrahlern hängt die Leistung in hohem Maße vom Deckungsanteil der zu druckenden Seite ab. Die Geschwindigkeit kann zwischen 20 Seiten pro Minute bei Text in Entwurfsqualität - das ist schneller als die meisten Einstiegs- und Mittelklasselaserdrucker - und mehreren Minuten für eine Seite beim Ausdruck eines Fotos schwanken. Farblaser haben den Vorteil einer mehr oder weniger konstanten Leistung. Die Zahlen, die bei den Messungen ermittelt wurden, lagen dichter an den Herstellerangaben als bei den Tintenstrahlmodellen.

Die Kosten pro Seite sind bei Laserdruckern immer niedriger: FALSCH

Dies ist ein weiteres Vorurteil, das kaum aus der Welt zu schaffen ist. Auch wenn es vor einigen Jahren stimmte, hat die Entwicklung von Tintenstrahlern mit separaten Farbtanks durch u. a. Canon, Epson und HP die Druckkosten erheblich gesenkt. Eine Textseite, die mit einem Tintenstrahler gedruckt wird, kostet je nach Modell zwischen einem und fünf Cent, was den Kosten bei einem Laserdrucker entspricht. Das liegt daran, dass zwar die Kapazität von Laserkartuschen viel höher ist, dass aber auch deren Preis erheblich höher ist. Das trifft auch mehr oder weniger auf den Farbdruck zu, und letztlich gibt es bei den Druckkosten pro Seite keinen großen Unterschied zwischen beiden Technologien, auch wenn sie von einem Modell zum anderen sehr unterschiedlich sein können.

Tintenstrahler erzeugen immer eine bessere Druckqualität: FALSCH

Es ist richtig, dass Tintenstrahldrucker sich besserer Qualität beim Fotodruck rühmen. Das liegt aber daran, dass sie Tinte benutzen, die besser für den Fotodruck geeignet ist, und dass sie auf beschichtetem Papier drucken können, das Resultate in "Fotoqualität" erzeugt. Lasermodelle haben jedoch Fortschritte gemacht und können jetzt Text und Farbgrafiken in einer Qualität ausdrucken, die fast identisch mit der von Tintenstrahlern ist - zumindest auf Normalpapier.

Tintenstrahldrucker halten länger: FALSCH

Auch wenn Laserdrucker mehr bewegliche Teile haben und daher anfälliger für Pannen sein können, verschleißen Tintentrahler schneller, besonders die Druckköpfe, und die Qualität ihrer Ausgabe kann mit der Zeit nachlassen. Bei einem Laserdrucker ist es viel einfacher (wenn auch viel teurer), bestimmte Teile zu ersetzen, etwa die Belichtungstrommel oder die Fixiereinheit, und die ursprüngliche Leistung des Druckers wieder herzustellen.

Farblaserdrucker sind wuchtiger: RICHTIG

Das ist unbestreitbar. Trotz einiger Fortschritte bei bestimmten Modellen, die wirklich schlanker geworden sind, wiegen die leichtesten Laserdrucker immer noch um 18 kg im Vergleich zu unter 5 kg bei einigen Tintenstrahlern.

Testmethode

In den Tests ging es vor allem um Leistung und Qualität:

Um die Kosten pro Seite zu messen, wurde ein Testmuster mit 25% Deckung für jede der vier Primärfarben verwendet. Dieses Testmuster wurde so lange gedruckt, bis jede Tonerkartusche aufgebraucht war, wobei möglichst Kartuschen mit hoher Kapazität benutzt wurden. Um die Fähigkeit des Druckers zur Wiedergabe von Details zu testen, wurden ein A4-Illustrator-Dokument mit 300 dpi, mehrere Dateien, in denen Text und Grafik kombiniert waren, sowie eine Excel-Grafik mit schwarzem Hintergrund und sehr feinen farbigen Linien ausgedruckt. Es wurden auch Farbmassen in verschiedenen Farben gedruckt. Zur Bewertung der Geschwindigkeit wurde die Druckzeit für ein 20-seitiges Dokument mit schwarzem Text (1500 Zeichen pro Seite) und für ein recht komplexes 13-seitiges Farbdokument mit Text und Grafiken gemessen. Ebenfalls gemessen wurden wichtige Größen wie die Aufwärmzeit und die Zeit, bis die erste Seite gedruckt wurde, wobei es bedeutende Unterschiede zwischen den Modellen gab. Andere Vergleichspunkte zwischen den sechs Modellen waren zusätzliche Funktionen (wie Duplex-Druck und Anschlüsse), Gesamtergonomie, Lautstärke und unterstützte Seitenbeschreibungssprachen.

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