Nachteile, Forts.
Leider passiert genau das bei Plasmapixeln. Das Flimmern kann der Grund sein, warum man sich in zu kleinem Betrachtungsabstand unwohl fühlt. Das Bild auf einem Plasmabildschirm ist zwar größer, aber entsprechend größer muss auch der Betrachtungsabstand sein. Das Gesamterlebnis ist also nicht intensiver.
Plasmapixel können sich außerdem einbrennen. Wenn auf einem Kathodenstrahlmonitor ein Bild sehr lange Zeit angezeigt wird, prägt es sich permanent im Phosphor ein. Wenn das Bild nach einer zu langen Belichtung wechselt, bleibt das vorherige Bild sichtbar, als ob es in den Monitor eingraviert wäre. Dieses Phänomen ist auf eine vorzeitige Alterung der Szintillatoren zurückzuführen. Wenn diese ständig in Gebrauch sind, altern sie und verlieren an Wirksamkeit. Weil auch Plasmabildschirme Szintillatoren einsetzen, können diese sich genau wie bei Kathodenstrahlmonitoren einbrennen.
Unter den normalen Nutzungsbedingungen eines Fernsehers ist dies kein wirkliches Problem, weil die Bilder ständig wechseln, so dass die Pixel gleichmäßig altern. Aber in bestimmten Business-Anwendungen könnte dies zu Problemen führen. Wenn zum Beispiel auf einem Bildschirm rund im die Uhr derselbe Fernsehkanal angezeigt wird, brennt sich das Logo des Kanals (ARD, ZDF, MTV etc.) in den Bildschirm ein, weil es immer am gleichen Ort bleibt. Auch wenn ein Plasmabildschirm für statische Werbeanzeigen eingesetzt wird, kann sich ein über längere Zeit angezeigtes festes Bild in das Panel einbrennen.
Dieses Phänomen verringert die Lebensdauer von Plasmabildschirmen. Die Vorstellung, Plasmabildschirme seien undicht und müssten neu geladen werden, ist falsch. Aber die Szintillatoren altern, und das lässt sich leider kaum ändern. Noch schlimmer ist, dass nicht alle Szintillatoren gleichmäßig altern. Der blaue Kanal altert immer schneller als die anderen (obwohl sich das im Vergleich zu den frühesten Plasmapanels bereits stark verbessert hat).
Schließlich ist da noch der wirtschaftliche Faktor: Plasmabildschirme sind teuer. Die Herstellung der Panels selbst ist schwierig, und darüber hinaus sind für Steuerelektronik spezielle Hochleistungs-Halbleiter erforderlich, weil mehrere Hundert Volt mit hoher Frequenz über die Steuerleitungen laufen müssen. Hauptsächlich wegen dieser extrem hohen Spannungen ist der Stromverbrauch von Plasmabildschirmen grundsätzlich höher als der von LCD-Displays. So verbraucht ein 42"-Plasmabildschirm (107 cm) zum Beispiel 250 W, ein LCD-Display der gleichen Größe aber nur 150 W.
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Großartiger Artikel der sehr in die Tiefe geht und mit guten physikkalischen und technischen Details gläntzt!
Ich glaub, thg sollte sich in Zukunft mit Prognosen zurückhalten.
Der Artikel ist mittlerweile 3 Jahre alt und Kathodenstrahl-Fernseher müssten demnach seit einem Jahr veraltet sein, was aber noch immer nicht der Fall ist (die Bildqualität ist bei CRTs noch immer besser und bei kleineren Bilddiagonalen haben sie auch noch immer den höchsten Marktanteil).
Röhrengeräte bieten immer noch die beste Bildqualität. Das wissen auch die Händler, daher stehen Flachbildschirme nie mit Röhrengeräten zusammen, um dem Kunden nicht die Möglichkeit des Bildvergleichs zu geben. Und die Röhrengeräte liefern, sofern man sie überhaupt noch findet, ein dank absichtlich zu niedrigem Antennensignal ein mehr oder weniger verrauschtes Bild, so dass man sich zu den Flachbildschirmen hingezogen fühlt. Die sind dann der Renner. Ich finde es erschreckend, wie viele Menschen sich derart verarschen lassen, zumal die Preise, auch wenn sie schon deutlich gesunken sind, nicht grade als Schnäppchen gelten können. 1000 Euro für eine Bildqualität auszugeben, die an die antiquierten VHS-Videorekorder erinnert, läßt sich wohl nur durch derartige Manipulation erklären. Gibt es einen einzigen Vergleichstest, in dem Röhren- und Flachbildschirmgeräte miteinander verglichen wurden?
Ja gab es auf planetopia
Hab ich leider nicht gesehen. Zu welchem Ergebnis ist man denn da gekommen?
Da ist viel Schnee von gestern.
Der Energieverbrauch ist heute in der Praxis bei Plasma und LCD praktisch gleich. Das ist einfach ein ÖKO-Märchen aus der Werbung.
Neue Plasmabildschirme haben eine Lebensdauer von 100 000 Stunden.
Ich habe meinen durchaus guten ( In Vergleichstests besten )32 Zoll LCD gegen einen 42 " Plasma getauscht. Die Farben sind natürlicher und das Bild plastischer.
Wer je hochwertige digitale Photos auf einem LCD und einem Plasma TV verglichen hat, wird ohne Zögern zum Plasma greifen. Das Bildergebnis ist überwältigend.
Damit will ich nichts gegen die LCD sagen, diese haben nämlich bei bestimmten Anwendungen tatsächlich ihre Berechtigung.