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Überflieger: WD VelociRaptor WD1000DHTZ im Test

Überflieger: WD VelociRaptor WD1000DHTZ im Test
Von , Achim Roos

Der Nachfolger der schnellsten 3,5-Zoll-Festplatte ist im Testlabor eingetroffen und hängt die Performance-Messlatte zum Leidwesen der Konkurrenz noch einmal deutlich höher.

Mit seiner Festplatten-Serie Raptor hat Western Digital IT-Geschichte geschrieben, denn als 2003 mit der WD360GD das allererste Laufwerk der Baureihe auf den Markt kam, unterschied es sich zwar in nur wenigen Details von der Konkurrenz, doch eines davon hatte besonders große Auswirkungen auf die Performance. Die 37 GB große WD360GD war die erste 3,5-Zoll-Festplatte im Consumer-Bereich, die mit einer Drehzahl von 10.000 U/Min lief, was bis dato nur bei den teuren Profi-Festplatten aus dem SCSI-Lager möglich war. Obendrein gab es einen SATA-Anschluss, eine weitere Innovation, denn "normale" Laufwerke kamen damals nur auf maximal 7.200 U/Min und verwendeten ein PATA-Interface.

Auch mit ihrem Innenleben bewegte sich die Raptor abseits der Konventionen, denn in der WD360GD werkelte eigentlich eine PATA-Festplatte, die ihre SATA-Fähigkeiten durch einen Bridge-Chip von Marvell verliehen bekam. Dieser Trick änderte aber nichts an der mit SCSI-Festplatten vergleichbaren Leistung der Raptor, was man bereits durch die dicken Kühlrippen auf den Laufwerksseiten deutlich signalisiert bekam. Aufgrund des zwar hohen, gegenüber des SCSI-Equipments aber trotzdem niedrigen Preises waren die WD360GD und ihre Nachfolger dementsprechend beliebt und wurden überall dort eingesetzt, wo es auf besonders hohe Datenübertragungsraten ankam, zum Beispiel beim Videoschnitt.

Aus Raptor wird VelociRaptor

Seit 2008 entwickelt Western Digital den Nachfolger der Raptor, die mit VelociRaptor einen ganz ähnlichen Namen trägt. Sicher kein Zufall, denn auch die neuesten Laufwerke dieser Baureihe setzen wie der Urahn unverändert auf eine Drehzahl von 10.000 U/Min und seit 2008 auf 2,5-Zoll- statt 3,5-Zoll-Festplatten, bei allerdings unverändertem 3,5-Zoll-Formfaktor. Das SATA-Interface hat sich ebenfalls nicht verändert, wenngleich es in neuen Modellen nativ statt über einen Bridge-Chip implementiert ist. Das Anwendungsgebiet ist ebenfalls gleich geblieben, hat sich mittlerweile aber deutlich ausgeweitet, da SCSI nur noch ein Nischendasein fristet. Dementsprechend besetzt die VelociRaptor frühere SCSI-Domänen und empfiehlt sich sowohl für Geschwindigkeits-Aficionados im Heimbereich und seit seiner 2,5-Zoll-Technik und der damit verbundenen geringeren Wärmeentwicklung und Leistungsaufnahme insbesondere auch für Workstations und kleinere Server. Zuletzt brachte es die VelociRaptor auf eine maximale Kapazität von 600 GB und eine SATA-Bandbreite von 6 Gb/s.

Seit die 2010er-Baureihe auf den Markt kam, hat Western Digital seine High-Performance-Festplatte abermals verbessert und nun den Nachfolger herausgebracht, der jetzt frisch im Testlabor eingetroffen ist und sofort seine Leistung unter Beweis stellen musste. Die WD VelociRaptor WD1000DHTZ bringt es auf eine Kapazität von 1000 GB und soll laut Hersteller über 25 Prozent schneller sein als der ohnehin schon flotte Vorgänger, der seinerzeit andere SATA-Laufwerke eindrucksvoll in ihre Schranken wies und verdient den Titel als schnellste Desktop-Festplatte einfuhr. Entsprechend hoch waren unsere Erwartungen an die WD1000DHTZ.

9 Kommentare anzeigen.
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  • mini285@guest , 18. Mai 2012 07:19
    vielleicht beim Fazit noch mal nachlesen … MB --> GB
  • benkraft , 18. Mai 2012 07:52
    Danke, ist korrigiert.
  • Baumhirte , 18. Mai 2012 08:04
    Was ist mit der Lautstärke dieser Festplatte im Vergleich zu anderen Modellen?
    Interessant fände ich auch einen Vergleich der Performance zwischen SATA3 und SATA2.
  • Anonymous , 18. Mai 2012 09:26
    Also, da ich keinen Server in Betrieb habe werde ich so ein Ding auch nicht brauchen!
    Der Test ist ok auch die Geschwindigkeit des Laufwerks!

  • Samuel78@guest , 19. Mai 2012 17:02
    Die VelociRaptor ist meiner Meinung nach immer noch eine sehr gute Festplatte mit Ordentlich performance. Habe selbst 4 Stück der 150GB Festplatten im Raid 0 in betrieb. Normalerweise wird alle 3 jahre aufgerüstet. Hat man genug gleiche Festplatten, ist es das einzige was sich lohnt wieder zu verwerten. Übrigens, die Lautstärke der CD/DVD-ROM oder der Lüfter der CPU und GPU ist bedeutend viel lauter als eine Harddisc.
  • okasten , 20. Mai 2012 09:03
    Tolle Technik, habe selber noch eine alte Raptor im Rechner.
    Heutzutage gibt es aber durch die Kombination Intel Z68 Chipsatz (SSD-Caching) + günstige SSD + großes Datengrab die Möglichkeit, mit wenig Geld ein System aufzubauen, welches in den meisten Szenarien eine bessere Performance und mehr Speicherplatz bietet als eine Raptor und auch noch deutlich preiswerter ist.
    Ahnliches gilt (wenn man keinen Z68 Chipsatz hat) für die speziellen Caching SSDs, bei denen meist die Dataplex Software mit beiligt (SSD in ein bestehendes System einbauen, Dataplexsoftware installieren, schon hat man ein sehr viel schnelleres System ohne viel Aufwand).
    Interessant finde ich hier auch die Möglichkeit der erhöhten Ausfallssicherheit, man kann nämlich auch ein RAID(1) cachen! Fällt dann eine der RAID-Platten aus, läuft der Rechner weiter, fällt die SSD aus, läuft der Rechner auch weiter, da die Daten ja immer noch auf der HDD vorhanden sind.
    Leider kommt nicht jedes Backup Programm damit klar, um ein Image mit Acronis zu erstellen, reicht es, die SSD abzuziehen, beim booten merkt die Dataplexsoftware das etwas nicht stimmt und bietet an, wieder normal von dem RAID zu booten. Dann mit Acronis ein Image ziehen, danach SSD wieder anstöpseln, fertig!
    Für welchen Fall wären denn die mindestens 250 € für die Raptor gut angelegt?
  • sTITh@1342692105@guest , 20. Mai 2012 14:20
    Ein Vergleich zwischen WDVR und SSD´s (low/mid/High) wäre noch interessant gewesen.
  • aarfy , 22. Mai 2012 09:50
    sTITh@GuestEin Vergleich zwischen WDVR und SSD´s (low/mid/High) wäre noch interessant gewesen.


    Ich glaube das wurde bewußt nicht gemacht .. SSDs sind nunmal trotz alledem mindestens 100% teurer auch wenn sie teilweise über 100% schneller sind (beim lesen wohlgemerkt)

    Macht man sich allerdings mal bewußt das die trotzdem noch ~25-28 cent/Gb haben wollen und andere Platten schon für ~5-8 cent zu haben sind, grenzt sich der Anwendungsberreich schon beträchtlich ein. 5 5cent Platten im Raid 5 sind vermutlich schneller, billiger und wesentlich sicherer als eine VR -> allerdings kommt da noch ein vernünftiger Conroller dazu (der allerdings im Anwendungsfall "Workstation" meist schon vorhanden sein dürfte)
  • jo-82 , 23. Mai 2012 13:01
    okastenFür welchen Fall wären denn die mindestens 250 € für die Raptor gut angelegt?

    Wenn du viel schnellen Speicher brauchst. SSDs sind da leider immer noch unverschämt Teuer wenn es 512 GB oder gar 1 TB sein sollen. Und 4 Velis im Raid = 1.300 Euro inkl. guten Controller machen richtig Spaß, für das Geld kriegst du keine 4 TB in SSD Form...
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