Seagate schließt Festplattenfabrik in China

SSDs sind deutlich schneller als Festplatten - und mittlerweile sind nicht nur die Speicherkapazitäten der Flash-Laufwerke gestiegen, sondern auch ihre Preise gesunken.

In besseren Notebooks sind SSDs schon zur standardmäßig genutzten Speichertechnologie geworden und auch im Desktop-PC stellen SSDs zunehmend das Hauptlaufwerk, während klassische Festplatten immer häufiger nur mehr reine Datengräber sind. Selbst im Serverbereich werden immer häufiger Flash-Speicherlösungen verbaut.

Aus dieser Entwicklung hat nun Seagate als einer der größten Festplatten-Fabrikanten die Konsequenzen gezogen und wird seine Produktionsanlage im chinesischen Suzhou schließen.

Damit wird Seagates HDD-Fertigungskapazität im Quartal von etwa 55 bis 60 Millionen auf 35 bis 40 Millionen Einheiten sinken. Auch die Zahl der Mitarbeiter wird weiter verringert: Seit 2016 wurde die Zahl der Arbeitsplätze bereits um 8000 reduziert, nun sollen weitere 2200 Angestellte das Unternehmen verlassen.

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4 Kommentare
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    Dein Kommentar
  • capparezza
    Woher kommt denn die Schätzung über die Abnahme der Produktionskapazität? Seagate hat noch 4 Werke in ungefähr der gleichen Größe... Ein Wegfall von mehr als einem Drittel der Kapazität klingt etwas hoch angesetzt. Will Seagate mal wieder den Preisverfall stoppen (diesmal ist halt nix abgesoffen, also wird geschlossen)? Oder sind die Chinesen produktiver als ihre Kollegen anderswo?
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  • helpstar
    Es geht eher darum, dass die Festplatten "Magnet"-technik über kurz oder lang ausstirbt und Seagate auf sinkende Nachfrage bereits jetzt reagiert.
    Vermutlich will Seagate bald mehr auf Flash Fertigungslinien setzen wird.
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  • klomax
    Die unternehmerischen Motive sind immer etwas bigott.

    Künstliche Verknappung bzw. Überkapazität? - Passt.

    SSDs machen weiter Druck? - Passt.

    Für 10 TB Platten sehe ich noch keinen Ersatz, aber wer die Kohle hat, füllt seinen Schrank wohl mit SSDs.
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