Video-Editing & Encoding
Einer der wichtigsten Punkte im Bereich Multimedia und Entertainment ist die flüssige und möglichst effiziente Bearbeitung hochauflösender Inhalte und die anschließende Ausgabe, beispielsweise in eine komprimierte Videodatei. Zwar ist OpenCL - wie CUDA auch - nicht die eierlegende Wollmilchsau, aber überall dort, wo sich aufwändige Berechnungen optimal parallelisieren lassen, können Grafikkarten wahre Wunder bewirken.

Da 4K als UHD-Auflösung (3840 x 2160 Pixel) im professionellen und semi-professionellen Bereich schwer im Trend liegt, haben wir mit Adobe Premiere Pro CC und Sony Vegas Pro zwei Standard-Applikationen zum Test gewählt, die mittlerweile beim Processing (Filter) und Encoding in unterschiedlichem Maße und mit verschiedenen Ansätzen auf OpenCL setzen.
Wir haben den Testaufbau ein wenig modifiziert, so dass eine schnelle Samsung SSD 840 Evo mit 500 GByte Speicherkapazität allein als Ausgabemedium für die zu rendernden H.264-Videodateien dient. Die Quelldateien liegen auf einer separaten Corsair Neutron GX mit 480 GByte Speicherplatz. Damit wollen wir eventuelle Limitierungen der Datenträger durch die hohen zu bewegenden Datenmengen möglichst vermeiden.
Zum Einsatz kommen unterschiedliche 4K-TIFF-Sequenzen sowie ein hochauflösendes 4K-Video, welche wir in den betreffenden Programmen unterschiedlich zusammen einsetzen und auch bearbeiten lassen wollen.
Adobe Premiere CC Pro
Wir haben zwei Szenarien genutzt (einmal nur die reinen TIFF-Sequenzen samt der für OpenCL relevanten Filter und einmal das Ganze noch als Kombination mit einem "normalen", hochauflösenden Video und weiteren Filtern), um ein etwas praxisrelevanteres Nutzungsmodell zu entwerfen. Schließlich wird man sich ja beim Arbeiten nicht immer nur auf eine bestimmte Filterauswahl beschränken. Die FirePro W8100 liegt leistungsmäßig ca. 13 Prozent hinter der W9100 - kein schlechter Wert für diese deutlich preiswertere Karte.

Weichen wir nun in der nächsten Kombination etwas vom empfohlenen Testaufbau des Reviewers-Guides ab. Bricht man den Einsatz der OpenCL-unterstützten Programmbereiche nämlich ein wenig auf ein wirklich alltagstaugliches Szenario herunter, dann kann die FirePro W8100 sogar knapp an der W9000 vorbei ziehen. Die Quadro K5000 wird aber in jedem Fall dominiert.

Berücksichtigt man, dass es sich in der Summe zusammen mit allen Effekten nur um relativ kurze Filme handelt, wächst die Achtung vor der zu bewältigenden Rechenarbeit, denn auch unser System stößt hier schnell und merklich an seine Grenzen.
Sony Vegas Pro
Hier kommt die FirePro W8100 ein wenig besser zum Zug und sie muss sich nur der größeren Schwester geschlagen geben.

Insgesamt betrachtet schlägt sich die FirePro W8100 also gar nicht schlecht, wenn man den Preispunkt mit einbezieht. Der Vorteil des Einsatzes von GPU-basierten Lösungen wird um so deutlicher, je umfangreicher das zu verarbeitende Material samt der anstehenden Bearbeitungsaufgaben ausfällt. Für den kleinen Videoclip vom Smartphone erhält man natürlich keinen Mehrwert, da bewegen sich die Unterschiede schnell im nicht mehr messbaren Bereich.
- Einführung und Übersicht
- Abmessungen, Gewicht, Features und Bilder
- Testsystem und Treiber
- OpenCL: Shader, Kryptografie und Bandbreite
- OpenCL: Finanzmathematik und wissenschaftliche Berechnungen
- 2D-Performance: GDI und GDI+
- SPECviewperf12: CATIA, Creo und Maya 2013
- SPECviewperf 12: Showcase, Siemens NX und Solidworks
- SPECviewperf12: Synthetische Simulationen
- OpenCL: 4K-Videobearbeitung
- OpenCL: Render-Performance
- DirectX11- / Gaming-Perfomance: 1920 x 1080 Pixels
- DirectX11- / Gaming Perfomance 3840 x 2160 Pixels
- Leistungsaufnahme: Messmethoden und Messsystem
- Leistungsaufnahme: Ergebnisse im Detail
- Temperatur und Lautstärke
- Zusammenfassung und Fazit
Kurze Frage zu eurem 2D-Test: Ist das ein anderer als http://www.tomshardware.de/download/Tom2D,0301-26150.html? (Im Test steht v2).
Und ist der Download down oder mache ich was falsch?
Gruß
Sweepi