Shader-Leistung: FP32 vs. FP64
Zunächst betrachten wir einmal einen OpenCL-Benchmark, der Dank des relativ geringen Overheads dem theoretischen Verhältnis von Berechnungen mit einfacher und doppelter Genauigkeit im direkten Vergleich beider Werte ein und derselben Karte doch recht nahe kommen könnte.

Weiter geht´s zum Kryptografie-Benchmark. Erstaunlich, wie hier die ältere FirePro W9000 noch mithalten kann, während der Abstand zwischen FirePro W9100 und W8100 in etwa dem entspricht, was man von der theoretischen Leistung her erwarten konnte.

Diese beiden Benchmarks sind zwar rein synthetischr Natur, offenbaren aber auch gleich am Anfang das Dilemma, in das Nvidia seine eigenen Karten durch die fast schon stiefmütterliche Unterstützung von OpenCL immer wieder selbst bringt. Nun könnte man argumentieren, dass Nvidia mit CUDA eine eigene und ebenfalls sehr performante (und leider proprietäre) Schnittstelle hat, was durchaus richtig ist.
Allerdings verringert sich Nvidias CUDA-Mikrokosmos derzeit doch spürbar, wenn man die steigende Akzeptanz von OpenCL in professionellen Anwendungen betrachtet. Selbst ehemalige Festungen wie Adobes Mercury Engine sind mittlerweile offen für OpenCL und auch der Mac darf seit einiger Zeit von OpenCL als nutzbarer Schnittstelle profitieren.
Folding@Home
Wir wollen den aktuellen FAH-Benchmark nutzen, um auch den Anwendungen aus diesem Bereich (FAH, Bitmining usw.) eine Chance zu geben - obwohl sicher kaum jemand auf die Idee käme, diese teuren Karten in der Praxis dermaßen zweckentfremdet für solche Anwendungen einzusetzen.




Auch bei diesen Benchmarks ist der Abstand in ungefähr der gleiche, wie bei der theoretisch möglichen Rechenleistung auf dem Papier. Man sieht also sehr schön, wie gut diese Architektur in Szenarien ohne Overhead skaliert.
Speicher-Bandbreite
Dass es auch anders geht, beweist Nvidia nämlich genau dann, wenn man mal OpenCL und Direct3D in der Version 11 vergleicht. Mit ein klein wenig Mühe bei den Treibern kann man nämlich dann doch, was man sich vorher noch selbst sinnlos verwehrt hatte.

Diese kleine, wenn auch nur auf synthetischen Benchmarks basierende Einführung sollten wir bei den folgenden Tests immer dann im Hinterkopf haben, wenn es um OpenCL geht, da es an manchen Stellen so manches verständlicher erscheinen lässt.
Ob und wie weit sich Nvidia mit dieser Haltung selbst einen Gefallen tut, muss die Zukunft zeigen - spätestens dann wenn es darum geht, die Akzeptanz beider Schnittstellen und deren Verbreitung erneut miteinander zu vergleichen.
- Einführung und Übersicht
- Abmessungen, Gewicht, Features und Bilder
- Testsystem und Treiber
- OpenCL: Shader, Kryptografie und Bandbreite
- OpenCL: Finanzmathematik und wissenschaftliche Berechnungen
- 2D-Performance: GDI und GDI+
- SPECviewperf12: CATIA, Creo und Maya 2013
- SPECviewperf 12: Showcase, Siemens NX und Solidworks
- SPECviewperf12: Synthetische Simulationen
- OpenCL: 4K-Videobearbeitung
- OpenCL: Render-Performance
- DirectX11- / Gaming-Perfomance: 1920 x 1080 Pixels
- DirectX11- / Gaming Perfomance 3840 x 2160 Pixels
- Leistungsaufnahme: Messmethoden und Messsystem
- Leistungsaufnahme: Ergebnisse im Detail
- Temperatur und Lautstärke
- Zusammenfassung und Fazit
Kurze Frage zu eurem 2D-Test: Ist das ein anderer als http://www.tomshardware.de/download/Tom2D,0301-26150.html? (Im Test steht v2).
Und ist der Download down oder mache ich was falsch?
Gruß
Sweepi