Fitbit kauft Pebble: Geschichte wiederholt sich

Gleich in zwei Disziplinen gehört Pebble einst zu den Vorreitern der Branche: Zum einen hatte das Unternehmen die erste Smartwatch am Start, zum anderen war die gleichnamige Pebble eines der ersten über Crowdfunding finanzenzierten Projekte, das so etwas wie weltweite Bekanntheit und (offensichtlich bescheidenen) Erfolg erlangte.

Damit ist es jetzt anscheinend vorbei. Das in Schwierigkeiten geratene Unternehmen droht nun das gleiche Schicksal zu erleiden wie beispielsweise Handspring/Palm: Die Pioniere der PDA/Smartphone-Szene wurden von der Realität und umfassenderen Ansätzen bei der Konkurrenz überholt, hatten keinen Erfolg mehr und wurden verkauft. Ihre Technik und ihre Ideen leben heute noch weiter, ihre Namen sind verschwunden.

Fitbit geht es vermutlich nicht zuletzt wegen seiner Beschränkung auf einen spezialisierten Markt im Bereich der Wearables auch nicht so richtig gut, aber die Erweiterung der Fitness-Armbänder um die Smartwatch-Technik von Pebble ergibt durchaus einen Sinn. Genau darum soll es Fitbit gehen: Die Fähigkeiten der eigenen Produkte ohne großartigen Entwicklungsaufwand erweitern zu können.

Mit dem Betriebssystem, dem UI und der App-Plattform von Pebble hätte Fitbit aus dem Stand ein ganzens Ökosystem zur Verfügung, das zu allen möglichen Welten kompatibel ist.

Und dem Vernehmen nach soll der Preis – zum Leidwesen des Pebble-CEO Eric Migicovsky – stimmen: Derzeit soll irgendwas zwischen 35 und 40 Millionen US-Dollar auf dem Preisschild stehen – wesentlich weniger als die angestrebten 200 Millionen, die wohl anfangs im Raum gestanden hatten.

Pebble ist/war ein interessanter Ansatz – mal sehen, was aus "Fitbit powered by Pebble" wird und ob zwei eher Schwache wirklich zusammen stärker werden. Nokia und Microsoft lassen grüßen.

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