Zum RAM beim Übertakten des Athlon XP:
Prozessor-FSB und RAM-Taktfrequenz müssen unabhängig voneinander eingestellt werden und hängen nicht voneinander ab. Das ist beim A64 anders, weil dort der Speichercontroller in den Prozessor integriert ist und seinen Takt durch Teilung des Prozessor-Taktes gewinnt.
Du kannst also die RAM-Einstellung als DDR333 (entsprechend 166,67Mhz Speicher-Taktfrequenz) beibehalten und den FSB hochschrauben. Völlig unbeschwert geht das natürlich nur, wenn das Board eine funktionierende Verriegelung der Taktfrequenzen für AGP- und PCI-Bus hat ("AGP/PCI-Lock").
Ansonsten gefährdet man alles, was über AGP- und PCI-Bus betrieben wird. Genaueres dazu kann man erst sagen, wenn man das Board kennt.
Beachten muss man auch, dass bei manchen Chipsätzen und Boards Prozessor und RAM nur synchron stabil betrieben werden können (z.B. beim SiS 735).
Und generell gilt für alle Chipsätze für den Athlon XP, dass man auf Dauer nur bei synchronen Betrieb von RAM und Prozessor auf vernünftige Geschwindigkeiten kommt, weil bei asynchronem Betrieb - anders als beim A64 - jede Menge "Strafzyklen" fällig werden, die z.B. einen Geschwindigkeitsgewinn durch Steigerung des Prozessor-Taktes um 20% weitgehend wieder auffressen können.
Wenn man alle RAM-Timings per Hand heraufsetzt, macht so mancher DDR333 statt 166,67Mhz auch 200Mhz mit. U.u. ist eine erhöhte Betriebsspannung dafür erforderlich.
Wie üblich der Disclaimer: Übertakten erfolgt auf eigenes Risiko und ohne Garantie von Erfolgen jenseits der 10%.
Erfolgreiches Übertakten benötigt erstklassige Kühlung und gute Netzteile.