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Sempron oder barton?

Letzte Antwort: in Prozessoren
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Der Sempron 3000+ hat als einziger Sempron 512KB Cache und entspricht in seiner Leistung etwa einem fiktiven XP 2700+ (Barton).
www.amd.com/us-en/Processors/ProductInformation/0,,30_118_11599_11604,00.html
Der entscheidende Unterschied zwischen Sempron und XP ist das P-Rating. Da der Sempron von AMD gegen den Celeron gesetzt ist, muss man ca. 300 Punkte abziehen, um auf einen gleichstarken AMD XP zu kommen.
Der Sempron 3000+ hat 2000 MHz Taktfrequenz und liegt damit zwischen Athlon XP 2600+ mit 1917Mhz und Athlon XP 2800+ mit 2083Mhz.
Bitte ein paar Infos über das aktuelle System: Board, Prozessor, RAM und Grafikkarte sind unbekannt, sodass man den Sinn einer Aufrüstung nicht beurteilen kann. Gelegentlich lohnt es, gleich auf den Sockel 939 zu sparen.

Erst mal weitere Vermutungen.
- Der RAM ist DDR266. 1 x 512MB oder 2 x 256MB? Welche Firma, möglichst genaue Typenbezeichnung des Herstellers? Ggf. mit Hilfe von z.B. Everest oder Sisoft Sandra ermitteln.
- Genaue Typenbezeichnung des Boards, sodass das Teil auf www.gigabyte.de wiederzufinden ist. Gigabyte hat knapp 20 Boards mit verschiedenen Versionen des nForce2 herausgebracht.
Derzeit läuft der RAM vermutlich synchron zum Takt des Frontsidebus des Prozessors, also auf 133Mhz. Nach Upgrade sollte man dasselbe erreichen, also entweder einen RAM-Takt von 166Mhz (DDR333) oder 200Mhz (DDR400).
Den Athlon XP 3000+ kann man teuer noch mit 200Mhz FSB erhalten, ansonsten sind beim XP 3000+ und Sempron 3000+ 166Mhz FSB-Takt angesagt.
Es steht also auch ein Neukauf des RAM an. Ansonsten wird der schnellere Prozessor vom langsamen Speicher gründlich ausgebremst. Von einem 75% höheren Prozessortakt bleibt je nach Anwendung dann teils weniger als 25% Geschwindigkeitszuwachs übrig.
Wer den RAM "zukunftssicher" kaufen will, muss derzeit DDR400 (Markenspeicher) nehmen, der möglichst auf den Kompatibilitätslisten vieler Mainboard-Hersteller auftaucht. Wobei sich so mancher DDR400 ohne weiteres als DDR333 (mit verschärften Timings) betreiben lässt.

Gut beobachtet, aber nur bei der absoluten Minderheit der Benchmarks so. Im Mittel kommt man mit Nachrechnen anhand von Cachegröße und Taktfrequenz ganz gut hin.
Da sieht das dann z.B. aus wie in folgendem Vergleich: www.thgweb.de/cpu/charts/index.html?model1=73&model2=76&chart=27
(erheblich augenfreundlicher, die Werte der ausgewählten CPUs sind rot eingefärbt)
Klar natürlich auch, dass speziell bei Benchmarks, in denen vorrangig die 3D-Leistung der Grafikkarten gefordert ist, die Unterschiede zwischen Sempron 3000 und XP 3000 kleiner sind als bei den Benchmarks, wo die nackte Rechenleistung und damit die Taktfrequenz entscheidend ist (z.B. DivX 5.2).
Bei den zwei oder drei Benchmarks, bei denen der Sempron 3000+ mit 166Mhz FSB vor dem Barton 3000+ (166Mhz FSB) oder gar dem Barton 3000+ (200Mhz FSB) liegt, könnten sich Fehler eingeschlichen haben. Was z.B. BIOS und Chipsatz an Einstellungen für den Speicher verhandeln, entwickelt hinter den Kulissen gelegentlich ein geringfügiges Eigenleben, d.h. es wird gerne auch mal abhängig von CPU und Taktfrequenz leicht an den Speichertimings gedreht. Auch wenn die Meßwerte zwischen Aufnahme und Abspeichern in der Datenbank nochmal abgetippt oder sonstwie von Hand angefasst werden, schleichen sich gelegentlich Fehler ein.
Leider wurde der Sempron 3000+ übrigens durchgängig mit DDR400 gebencht, der Barton 3000+ mit FSB 166Mhz aber mit DDR333. Das gibt bei einigen Benchmarks zusätzlich leichte Abweichungen (eher zugunsten des Sempron), die man nur bei genauer Kenntnis der Strafzyklen, die der nForce2 für asynchronen Speicherbetrieb fordert, einschätzen kann.
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