Gut beobachtet, aber nur bei der absoluten Minderheit der Benchmarks so. Im Mittel kommt man mit Nachrechnen anhand von Cachegröße und Taktfrequenz ganz gut hin.
Da sieht das dann z.B. aus wie in folgendem Vergleich:
www.thgweb.de/cpu/charts/index.html?model1=73&model2=76&chart=27
(erheblich augenfreundlicher, die Werte der ausgewählten CPUs sind rot eingefärbt)
Klar natürlich auch, dass speziell bei Benchmarks, in denen vorrangig die 3D-Leistung der Grafikkarten gefordert ist, die Unterschiede zwischen Sempron 3000 und XP 3000 kleiner sind als bei den Benchmarks, wo die nackte Rechenleistung und damit die Taktfrequenz entscheidend ist (z.B. DivX 5.2).
Bei den zwei oder drei Benchmarks, bei denen der Sempron 3000+ mit 166Mhz FSB vor dem Barton 3000+ (166Mhz FSB) oder gar dem Barton 3000+ (200Mhz FSB) liegt, könnten sich Fehler eingeschlichen haben. Was z.B. BIOS und Chipsatz an Einstellungen für den Speicher verhandeln, entwickelt hinter den Kulissen gelegentlich ein geringfügiges Eigenleben, d.h. es wird gerne auch mal abhängig von CPU und Taktfrequenz leicht an den Speichertimings gedreht. Auch wenn die Meßwerte zwischen Aufnahme und Abspeichern in der Datenbank nochmal abgetippt oder sonstwie von Hand angefasst werden, schleichen sich gelegentlich Fehler ein.
Leider wurde der Sempron 3000+ übrigens durchgängig mit DDR400 gebencht, der Barton 3000+ mit FSB 166Mhz aber mit DDR333. Das gibt bei einigen Benchmarks zusätzlich leichte Abweichungen (eher zugunsten des Sempron), die man nur bei genauer Kenntnis der Strafzyklen, die der nForce2 für asynchronen Speicherbetrieb fordert, einschätzen kann.