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Kaufberatung: SATA-RAID (und Gehäuse)

Letzte Antwort: in Festplatten, optische Laufwerke und Controller

Hallo,
bin gerade aus dem Urlaub zurück, und wie es scheint, muss ich gleich mal wieder Geld ausgeben ;)  Mein Festplattenspeicher von z.Z. 80+160 GB ist mit 90% Auslastung am Limit angekommen.
Zunächst die Konfiguration meines bisherigen PCs
Bei dem Bevorstehendem Aufrüsten möchte ich 2 Sachen verändern: Festplattenkapazität und Lautstärke des Systems (Letztere ist eindeutig zu laut)
Konzept für Aufrüstung
(Die negativen Beträge resultieren aus "Tauschgeschäften" zw. meinem Bruder und mir. Er wird im Okt. einen neuen PC bekommen, und übernimmt Netzteil und Gehäuse)
Preislich sollte das in diesem Rahmen bleiben. Ich möchte RAID5 verwenden.
Fragen:
x Gehäuse: Kennt ihr Alternativen ? Wichtig sind möglichst viele Plätze für HDDs und Möglichkeit einer leisen Kühlung
x HDDs: Ich habe mit Samsung bisher gute Erfahrungen gemacht . Alternativen ?
x RAID: Was haltet ihr von dem RAID-Controller ? Hier Test bei TomsHardware
x Netzteil: Wieviel Leistung ist nötig? Verhältnis Leistung/Lautstärke? Wichtig: Sicherheit für Zukunft - ich möchte irgendwann auf einen AMD 64 oder System mit 2 CPUs umsteigen - das sollte das NT mitmachen!
Und eine der wichtigsten Fragen zum RAID Controller. In Obigem Test steht geschrieben: "der RAID 5 jedoch nur in Software auszuführen vermag." -- Was hat dies zu bedeuten ?
Über Tipps und Hinweise bin ich immer dankbar.
vielen Dank im Vorraus,
Basti
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Ein paar Anmerkungen:
• Gehäuse und Netzteil lassen viel Luft für Erweiterungen. Das Gehäuse gehört obendrein zu den kühlsten Gehäusen auf dem Markt.
• Es gibt noch leisere Kühler als den von Arctic Cooling. Allerdings sind die eher in der Preisklasse ab 30 Euro aufwärts anzutreffen.
• RAID5 mit 3 160GB-Platten bringt gerade mal gut 100GB neue Plattenkapazität.
• RAID5 verliert ohne Hot-Plug-Fähigkeit (= Auswechseln bei laufendem PC) viel von seinem Charme. Das muss einerseits vom Controller und andererseits von der Platte unterstützt werden. SATA-II ist Voraussetzung, für die Platten ein Hot-Plug-fähiger Festplattenrahmen in professioneller Ausführung.
• RAID5 ersetzt nicht die bei einem Profi existenziell notwendige regelmäßige Datensicherung. D.h. gegenüber Fehlbedienung, Viren oder amoklaufende Software sind Deine Daten schutzlos. Meist sitzt der Datenvernichter übrigens kurze Zeit später laut fluchend vor der Tastatur. :) 
Wie ist Dein Konzept für die Datensicherung?
Unvergessen für mich ein "Programmierer", der sich vor Jahren im Usenet über beim Systemumbau verloren gegangene Daten ausgeweint hat. Wenn das Geld nicht für eine neue Platte oder ein neues System ausreicht: Für die Datensicherung *muss* es reichen.
• Ich würde das System lieber "ausmisten", d.h. z.B. mit ein bis zwei neuen Platten mit 250GB (und aufwärts) in Betrieb nehmen und die alten Platten anderswo einsetzen (beim Bruder, gerne auch in einem externen Gehäuse) bzw. verkaufen. Produktiv ohne Einschränkungen einsetzen würde ich alle neuen Komponenten erst dann, wenn die ersten ca. 250 Betriebsstunden vorbei sind. Frühausfälle aufgrund von Fertigungsdefekten können auch auf einem neuen RAID-Controller vorkommen.
"RAID 5 in Hardware" bedeutet, dass der Raid-Controller die Verwaltung des Raids komplett On Board erledigt (z.B. mit eigenem Prozessor und RAM), sodass das RAID dem Mainboard gegenüber praktisch wie eine normale Festplatte angesprochen wird.
Bei "Raid 5 in Software wird vom Mainboard eine nicht unerhebliche Systemleistung zur Verwaltung des Raids abgezogen.
Auf Desktop-Rechnern macht RAID5 wenig Sinn, wie der THG-Artikel schon erwähnte. Leider erwähnte er nicht, dass auch RAID0 nur für Benchmark-Fetischisten sinnvoll ist.

vielen Dank für Deine Antwort.
Also es ist so, dass ich auf meinem PC für mich sehr wichtige, geschäftliche Daten habe (Bin Kleinunternehmer). Nur lässt die Menge eine Sicherung auf DVD nicht mehr zu und mir ist es wichtig eine Datensicherung ohne viel Aufwand zu haben. D.h. ich habe 2 "Probleme": 1) Speicherplatzmenge 2) Datensicherungen
Wie Du bereits erwähnt hast, gibt es bei der Datensicherung 2 Faktoren. Einmal die Hardwareschäden (die ich leider oft genug miterlebt habe und einmal beinahe alle Daten verloren hätte) und natürlich Viren und Co.
Da ich keine Lust habe, die Daten auf mehrere Partitionen zu verteilen, käme alternativ RAID 0 in Frage. Nur ist da das Ausfall Risiko natürlich größer, sodass mir RAID5 da mehr zusagt, da es von beidem ein bisschen etwas bietet.
Als externe Sicherung habe ich mal eine externe Festplatte in betracht gezogen.
Für mich stellt sich auch die Frage ob IDE oder SATA. Für den gleichen Preis bekomme ich auch einen Promise-RAID5-Controller mit Hardwareunterstützung (IDE) - oder lieber auf die neuere, "zukunftssichere" Technologie setzten ?
vielen Dank schonmal für die Mühe!
Basti
---
EDIT: Du schreibst " RAID5 mit 3 160GB-Platten bringt gerade mal gut 100GB neue Plattenkapazität. "
Bei RAID5 geht meines Wissens nach 1/n der Kapazität verloren, d.h. ich hätte effektive 400GB bei 3x200GB Platten.

Du hast als Kleinunternehmer keine Wahl. Wenn die Daten auf Festplatte existenziell sind, musst Du sie nach den Regeln der Kunst sichern. Und zwar nicht nur einfach, sondern speziell auf die letzte Woche bezogen möglichst mit täglichen Zwischenständen und auf den letzten Monat bezogen mit wöchentlichen Zwischenständen. Die wöchentlichen Zwischenstände macht man mit einer vollständigen Kopie, die täglichen Backup-Zwischenstände differentiell oder inkrementell, sodass wohl selten mehr als eine DVD-RAM voll anfallen sollte. Lagern die Backup-Medien in der Firma, ist ein hinreichend feuersicherer Tresor Pflicht für die Datensicherungs-Medien. Auch ein diszipliniertes Hin- und Hertragen zwischen Wohnung und Firma kann nicht schaden.
Wer sich diesen Aufwand nicht macht, dessen Firma kann z.B. nach einem Blitzschlag oder einem Brand am Ende sein. Wobei schon ein Blitzschlag in der Nachbarschaft durchs Netzteil die komplette Elektronik des PCs einschließlich aller Festplatten-Controller und Festplatten ins Nirvana befördern kann, wenn die Elektro-Installation der Firma nicht nach den Regeln der Kunst mit Fein- und Grobschutz versehen ist.
Wenn die Datensicherung im laufenden Firmenbetrieb wenig Arbeit machen soll, sichert man immer noch mit größeren Bandlaufwerken (Streamern). Was übrigens deutlich teurer sein dürfte als Dein derzeitiger PC. Wenn täglich nicht mehr als etwa 4GB Daten modifiziert oder neu anfallen, sind auch Improvisationen denkbar, z.B. mit Hilfe einiger externer Festplatten für die Wochenstände und einer Handvoll DVD-RAM für die tägliche inkrementelle Datensicherung. Die in den meisten Backup-Programmen mögliche Datenkompression kann den Platzbedarf für die Datensicherung u.U. etwas verringern.
Du setzt mit RAID5 derzeit am falschen Ende an.
Mit RAID5, aber ohne vernünftige Backup-Lösung kann Dein Datenbestand immer noch komplett im laufenden Betrieb über den Jordan gehen (Bedienungsfehler, Virus, Blitzschlag ..).
Mit vernünftiger Backup-Lösung, aber ohne RAID5 verlierst Du maximal die an einem Manntag erstellten Daten. Übrigens ist es dann nicht ganz unwichtig, auch mal einen Restore-Vorgang zu üben. Backups ohne gleichzeitige oder anschließende Überprüfung (Verify) kann man gleich vergessen.
RAID5 ist eigentlich gedacht für ausfallsichere Systeme, wo fehlerhafte Festplatten im laufenden Betrieb gewechselt werden. Die haben dann aber auch zweifach ausgelegte Netzteile, die ebenfalls im laufenden Betrieb gewechselt werden können. Und weitere ebenso teure wie nützliche Dinge.
Vor einigen Jahren war ich "Nebenbei-Sysadmin" für eine kleine mittelständische Firma. Datensicherung: Täglich. Reichweite: 1 Jahr. Sicherungsstrategie: Generationenprinzip. Medium: QIC-Bandcassette, wobei der komplette Server auf eine Cassette gesichert werden konnte.
www.thgweb.de/lexikon/Generationenprinzip
www.thgweb.de/lexikon/Backup

Nur ist es so, dass der RAID Controller nur 50 Euro Aufpreis gegenüber einem normalen SATA Controller hat, den ich so oder so bräuchte. (Gut, 1/3 der Festplattenkapazität geht verloren)
Außerdem möchte ich das ganze als eine Partition haben, sodass ich zumindest RAID0 benötigen würde -- Nur warum dann nicht gleich zu RAID5 greiffen ?
Für eine USB Platte werde ich auf das nächste Aldi/Lidl Angebot warten.
D.h. ich hätte einmal die Sicherheit durch RAID5 gegen HArdwareschäden und durch wöchentl. Backup auf USB HDD gegen Viren und Co.
Damit wären die größten Risiken abgedeckt. Bei alles anderem stimmt glaube ich das Verhältnis nicht mehr.

"Das ganze als eine Partition" hat man mit neueren, größeren Festplattentypen ebenfalls. Eine Seagate ST3400832AS hat 400GB Kapazität und 5 Jahre Garantie und passt hier ohne zusätzlichen Controller.
Der HighPoint-Controller, der RAID5 nur in Software realisiert, wird ein System mit XP 2800+ fühlbar verlangsamen. Speziell die Schreib-Performance dürfte unter aller Kanone liegen.
www.geizhals.at/deutschland/?sr=60813,-1
THG hat für seinen Test alles andere als ein typisches Desktop-System verwendet (Dual Intel Pentium 4 Xeon, 2.8 GHz). Da machte es auch nichts, wenn sich einer der beiden Prozessoren ausschließlich um die Paritäts-Info-Berechnung kümmerte.
Auf einem leicht betagten Desktop-System sieht das deutlich anders aus, d.h. dort würde ich unterhalb des Promise-Controllers für knapp 200 EUR nicht einsteigen.
Ansonsten reicht Deine Strategie für die meisten Fälle, aber eben längst nicht alle. Man sollte z.B. einige Tagessicherungen modifizierter Dateien auf DVD-RAM vorhalten und fertige Projekte ebenfalls zusätzlich archivieren.
Nicht jedes Schadprogramm ist nämlich so freundlich und richtet seinen Schaden möglichst innerhalb eines Tages nach der Infektion und so an, dass man ihn vor der nächsten Wochensicherung auch bemerkt. Und auch nicht jeder Hardware-Schaden. Wäre doch traurig, wenn man erst am Montag bemerkt, dass die Wochensicherung am Wochenende bereits von teilweise defekten Daten erfolgte.
Meine Empfehlung für DVD-RAM deshalb, weil DVD-RAM-Brenner die geschriebene Daten sofort nach dem Schreiben überprüfen und ggf. aus defekten Sektoren in Reservesektoren umlagern.
Man wird um so bereitwilliger in eine Datensicherung nach Stand der Technik investieren, je mehr Arbeitsplätze und je wertvollere Kunden am Funktionieren der EDV hängen. Speziell bei der typischen Webdesigner-Ich-AG sieht das mangels genügend Geld häufig wohl anders aus. Habe selbst eine Webdesignerin in der Verwandschaft, die aber gottseidank nicht auf dieses Einkommen angewiesen ist und ihre Dienste bislang nur im Bekanntenkreis zur Verfügung gestellt hat. Und durfte in diesem Jahr von einer sterbenden 80GB - Festplatte alle Nutzdaten sichern. Immerhin waren alle Kundenprojekte zusammen mit allen Original-Fotodateien und Roh-Scans brav auf CD gesichert. Aber da ein kompletter Jahrgang an digitalen Familienfotos betroffen war, wird seither der CD-Brenner im betroffenen PC auch nach dem Melken der Digicam wieder etwas eifriger genutzt.
Eine zuverlässige Datensicherung ist bei einer professionell auftretenden Firma ein Muss, wie auch immer sie realisiert wird.
P.S. Es musste bei 3 200GB-Platten im RAID5 natürlich "400GB zusätzlich" heißen.

Guckst Du hier:
MEDION EXTERNE FESTPLATTE 250 GB
• 8 MB Cache
• Transferrate FireWire: Ø max. 400 Mbit/sek.
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• 8.9 m/sek. Zugriffszeit
• 7.200 U/min
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- bis zu 150 Std. TV-Aufnahmen (je nach Aufnahmequalität)
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Stück 139,-
Gruss,
MM
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